Zum Inhalt springen
OZD.news - News und Nachrichten zum Nachschlagen
QR-Code zu www.online-zeitung-deutschland.de

Vier Jahre Krieg hunderttausend tote und Selenskyj trotzt Putin weiter - Kommentar: Ist das richtig?

Zum vierten Jahrestag des russischen Angriffs erklärt Präsident Selenskyj: Putin hat seine Ziele verfehlt. Doch während 20 Prozent des Landes besetzt sind, wächst der Druck aus Washington auf ein schnelles Kriegsende.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat zum vierten Jahrestag des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine erklärt, der russische Präsident Wladimir Putin habe seine Kriegsziele nicht erreicht. "Er hat die Ukrainer nicht gebrochen. Er hat diesen Krieg nicht gewonnen", sagte Selenskyj in einer am Dienstag veröffentlichten Videobotschaft. "Wir haben die Ukraine bewahrt und werden alles tun, um Frieden zu erreichen - und um sicherzustellen, dass Gerechtigkeit herrscht."

Russland war am 24. Februar 2022 – vor genau vier Jahren – in der Ukraine mit dem Ziel einmarschiert, die Führung in Kiew zu entmachten und weite Teile des Landes zu erobern. Nach vier Jahren Krieg hält die russische Armee rund 20 Prozent des ukrainischen Territoriums besetzt. In dem Krieg wurden hunderttausende Soldaten und zehntausende Zivilisten getötet.

Seit dem Wiedereinzug von Donald Trump ins Weiße Haus drängen die USA auf ein schnelles Ende des Krieges. Der US-Präsident übte dabei auch erheblichen Druck auf die Ukraine aus.

In einem Interview mit dem US-Sender CNN rief Selenskyj Trump am Montag auf, an der Seite der Ukraine zu bleiben. Die Vereinigten Staaten sollten an der Seite "eines demokratischen Landes bleiben, das gegen eine Person kämpft", fuhr er mit Blick auf Kreml-Chef Putin fort.

Auf die Frage, ob er glaube, dass Trump genug Druck auf Putin ausübt, antwortete Selenskyj: "Nein." Zu Putin sagte er weiter: "Wir können ihm nicht einfach alles geben, was er will. Denn er will uns besetzen. Wenn wir ihm alles geben, was er will, werden wir alles verlieren - wir alle, die Menschen werden fliehen müssen oder Russen werden."

OZD 



OZD-Kommentar – Ist das richtig? Standhalten um jeden Preis?

Vier Jahre Krieg – und kein Ende in Sicht. Selenskyjs Botschaft ist klar: Widerstand statt Kapitulation. Doch hinter den Worten der Entschlossenheit steht eine brutale Realität: ein verwüstetes Land, hunderttausende Tote und eine Bevölkerung am Limit. Dass Putin seine ursprünglichen Maximalziele nicht erreicht hat, stimmt – Kiew steht noch, die Regierung ist im Amt. Aber 20 Prozent des Territoriums sind besetzt. Gleichzeitig wächst der Druck aus Washington. Sollte die Unterstützung der USA bröckeln, gerät die strategische Balance ins Wanken. Die entscheidende Frage lautet: Wie lange kann die Ukraine militärisch durchhalten, ohne politisch zu Zugeständnissen gezwungen zu werden? Der vierte Jahrestag ist kein Triumph – sondern ein Mahnmal für einen Krieg, der Europa dauerhaft verändert hat.




Historischer Hintergrund:
Am 24. Februar 2022 begann Russland seine großangelegte Invasion der Ukraine. Moskau wollte nach westlicher Einschätzung die Regierung in Kiew stürzen und das Land politisch kontrollieren. Die Ukraine leistete erbitterten Widerstand und erhielt umfangreiche militärische und finanzielle Unterstützung aus den USA und der EU.

Zukunftsprognose:
Die weitere Entwicklung hängt maßgeblich von der US-Politik und der Geschlossenheit der westlichen Verbündeten ab. Sollte Washington den Druck auf Kiew erhöhen, könnten Verhandlungen forciert werden. Bleibt die militärische Unterstützung stabil, dürfte der Konflikt weiter in eine Phase zermürbender Abnutzung übergehen.

Gewinnspiel 2026 – Jetzt mitmachen und gewinnen!
Wann begann der großangelegte russische Angriff auf die Ukraine?
A) 2014
B) 2018
C) 2020
D) 2022

Hier geht’s zum Gewinnspiel:
https://www.online-zeitung-deutschland.de/a/46220/das-tolle-gewinnspiel-2026-gutscheine-zu-gewinnen


Lesermeinungen:

"Putin hat sein Ziel verfehlt, aber der Preis ist so unfassbar hoch."


Mini-Infobox

Kriegsbeginn: 24. Februar 2022

Besetztes Gebiet: rund 20 Prozent

Opfer: hunderttausende Soldaten, zehntausende Zivilisten

Politischer Druck: USA drängen auf schnelles Ende

Kernfrage: Widerstand oder Verhandlungslösung



OZD-Analyse

Militärische Lage
a) Fortdauernde Frontkämpfe
– Hohe Verluste auf beiden Seiten
– Stellungskrieg in weiten Teilen des Ostens
b) Russische Gebietsgewinne
– Rund ein Fünftel der Ukraine besetzt
– Strategische Bedeutung der Regionen
c) Abhängigkeit von westlicher Hilfe
– Waffenlieferungen als Schlüssel
– Finanzielle Unterstützung für Staatshaushalt

Politischer Druck aus Washington
a) Neue US-Administration
– Forderung nach schnellem Kriegsende
– Druck auf Kiew zu Verhandlungen
b) Selenskyjs Appell
– Betonung demokratischer Werte
– Bitte um anhaltende Unterstützung
c) Risiko strategischer Verschiebung
– Mögliche Reduzierung von Hilfen
– Signalwirkung für Europa

Geopolitische Dimension
a) Sicherheit Europas
– NATO-Ostflanke unter Spannung
– Langfristige militärische Aufrüstung
b) Verhältnis USA–Russland
– Konfrontation mit diplomatischen Kanälen
– Potenzielle Verhandlungsszenarien
c) Zukunft der Ukraine
– Souveränität versus territoriale Integrität
– Frage nach Sicherheitsgarantien




Wer ist Wolodymyr Selenskyj?
Wolodymyr Selenskyj ist seit 2019 Präsident der Ukraine. Der frühere Schauspieler und Produzent wurde mit dem Versprechen gewählt, Korruption zu bekämpfen und Frieden im Osten des Landes zu erreichen. Seit Beginn der russischen Invasion ist er zur zentralen Symbolfigur des ukrainischen Widerstands geworden.

Was ist der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine?
Der russische Angriffskrieg bezeichnet die seit Februar 2022 andauernde großangelegte Invasion Russlands in die Ukraine. Ziel Moskaus war es nach westlicher Einschätzung, die ukrainische Regierung zu stürzen und das Land politisch neu auszurichten. Der Krieg hat gravierende humanitäre, politische und wirtschaftliche Folgen weltweit.

OZD-Extras
Symbolträchtig: Trotz massiver Angriffe blieb Kiew politisches Zentrum und Regierungssitz – ein zentraler Faktor für die internationale Unterstützung der Ukraine.

Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.