Die Eskalation im Nahen Osten sorgt für Kursverluste an Asiens Börsen. Fluggesellschaften verlieren stark, während Öl- und Goldpreise steigen. Auch Europa drohen rote Zahlen.
Artikel:
Angesichts der Angriffe der USA und Israels auf den Iran sind die
Aktienkurse an den Börsen in Asien am Montagmorgen gesunken. In Tokio,
Hongkong, Singapur, Mumbai, Bangkok, Taipeh und Wellington öffnete der
Handel überall im Minus. Vor allem die Kurse von Fluggesellschaften
fielen stark – sie müssen vorerst Flüge in die Region streichen. Die
Kurse von Energiefirmen dagegen stiegen – der Konflikt in Nahost hat den
Ölpreis bereits deutlich nach oben getrieben.
Auch an den europäischen Börsen werden sinkende Kurse erwartet. Die Märkte "leiden unter der Verschärfung der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und deren potenziellen Auswirkungen auf die regionale Stabilität und die Energieflüsse", erklärte der Analyst John Plassard von der Cité Gestion Private Bank. Sie sorgten sich vor allem um "deutlich höhere Ölpreise und Störungen der Lieferketten mit dem Risiko einer höheren Inflation", erläuterte Analystin Kat Hudson von Hargreaves Lansdown.
Der Preis für Gold stieg am Montagmorgen ebenfalls. Das Edelmetall gilt als sichere Anlage in Krisenzeiten.
OZD
OZD-Kommentar – Wenn Raketen die Kurse bewegen
Geopolitik ist zurück an den Börsen – mit voller Wucht. Während Fluggesellschaften wegen gesperrter Lufträume abstürzen, profitieren Energieunternehmen vom Ölpreisanstieg. Anleger flüchten in Gold. Die Märkte reagieren sensibel, weil niemand weiß, wie lange der Konflikt andauert. Steigende Energiepreise könnten eine neue Inflationswelle auslösen – genau in einer Phase, in der viele Volkswirtschaften ohnehin schwächeln. Die Iran-Krise ist damit längst auch ein wirtschaftliches Risiko globalen Ausmaßes.
Historischer Hintergrund:
Krisen im Nahen Osten führten in der Vergangenheit häufig zu starken
Ölpreissprüngen. Besonders empfindlich reagieren Märkte auf Bedrohungen
von Energie-Transportwegen.
Zukunftsprognose:
Sollte sich der Konflikt ausweiten oder die Energieversorgung
beeinträchtigt werden, drohen weiter steigende Ölpreise und anhaltende
Marktvolatilität. Eine diplomatische Entspannung könnte dagegen rasch zu
Gegenbewegungen führen.
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Lesermeinungen:
"Die Märkte reagieren sofort auf jede Eskalation."
"Öl rauf, Aktien runter – das alte Muster."
"Gold bleibt Krisengewinner."
Mini-Infobox
Region: Asienbörsen im Minus
Verlierer: Airlines
Gewinner: Energieaktien
Ölpreis: Deutlich gestiegen
Gold: Ebenfalls im Plus
OZD-Analyse
Marktreaktionen
a) Asien
– Breite Kursverluste
– Airlines stark betroffen
b) Europa
– Schwacher Handelsstart erwartet
c) Rohstoffe
– Ölpreis steigt
– Gold als sicherer Hafen
Wirtschaftliche Risiken
a) Energiepreise
– Belastung für Industrie
– Gefahr neuer Inflation
b) Lieferketten
– Regionale Unsicherheit
– Transportwege gefährdet
c) Konsumklima
– Zurückhaltende Investoren
– Schwächere Nachfrage
Strategische Perspektive
a) Kurzfristige Volatilität
– Hohe Schwankungen
– Reaktive Märkte
b) Mittelfristige Folgen
– Zinsentscheidungen beeinflusst
– Wachstumsprognosen unter Druck
c) Politische Lösung
– Entspannung würde Märkte beruhigen
– Eskalation verstärkt Turbulenzen
Was gilt als „sicherer Hafen“ an den Finanzmärkten?
Als sichere Häfen gelten Anlagen wie Gold oder bestimmte Staatsanleihen, die in Krisenzeiten verstärkt nachgefragt werden.
Warum reagieren Airlines besonders empfindlich?
Fluggesellschaften sind direkt von Luftraumsperrungen, steigenden
Kerosinpreisen und geopolitischer Unsicherheit betroffen – ihre Kosten
steigen, Einnahmen sinken.
OZD-Extras
Bemerkenswert: Während viele Branchen verlieren, profitieren
Energieunternehmen kurzfristig von steigenden Ölpreisen – ein
klassischer Kriseneffekt.
Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.

