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Frankfurt stolpert am Millerntor – Eintracht bleibt auswärts harmlos

Eintracht Frankfurt bleibt auch unter Trainer Albert Riera auswärts blass. Beim abstiegsbedrohten FC St. Pauli reicht es trotz viel Ballbesitz nur zu einem torlosen Remis.

Viel Ballbesitz, wenig Ertrag: Eintracht Frankfurt bekommt seine Auswärtsschwäche in der Bundesliga auch unter Trainer Albert Riera nicht in den Griff. Gegen den Abstiegskandidaten FC St. Pauli kam der Favorit nach einer unkreativen Leistung nicht über 0:0 hinaus – und war dabei auch noch im Aluminium-Glück.

Der Spanier Riera wartet nach drei Spielen in der Fremde weiter auf den ersten Sieg. Insgesamt hat die Eintracht erst drei Auswärtssiege in der laufenden Saison auf dem Konto – und so trennen das Team nun schon neun Punkte von Tabellenplatz sechs, der eine sichere Europapokal-Teilnahme bedeuten würde.

Die formstarken Hamburger hingegen zeigten die nächste kämpferische Topleistung im Kampf um den Klassenerhalt, verpassten jedoch einen möglichen Befreiungsschlag. Immerhin: St. Pauli, das zweimal den Pfosten traf und konsequent verteidigte, liegt nun schon vier Punkte vor dem taumelnden VfL Wolfsburg, der den direkten Abstiegsrang 17 belegt.

"Wir müssen auf dem Gaspedal bleiben", hatte St. Paulis Trainer Alexander Blessin vor der Partie gefordert. Zuvor hatte sein Team sich mit drei Siegen aus den vergangenen vier Ligaspielen Luft im Abstiegskampf verschafft. Die Anfangsphase gehörte aber den Frankfurtern, die wie zuletzt den Ballbesitz-Ansatz ihres neuen Coaches Riera verfolgten – dabei aber kaum echte Torgefahr erzeugten.

St. Pauli beschränkte sich auf einzelne Nadelstiche und kreierte bei einem davon die beste Chance der ersten Hälfte. Nach einer spektakulären Hinterkopf-Vorlage von Tomoya Ando traf Mathias Pereira Lage nur den linken Pfosten (24.). Die Hamburger blieben dran, Danel Sinani probierte es aus der Distanz – und traf diesmal den rechten Außenpfosten (31.).

Riera haderte sichtlich mit der Körpersprache seiner Spieler. Wie ein ernsthafter Europacup-Anwärter sahen die Frankfurter weiter nicht aus. Kurz vor der Pause kam es zum ersten Wechsel – allerdings nicht bei einer der beiden Mannschaften. Linienrichter Christian Dietz musste verletzungsbedingt vom Feld, für ihn übernahm der Vierte Offizielle Eric Weisbach.

Torgelegenheiten gab es erst wieder in der zweiten Hälfte. Jean-Mattéo Bahoya prüfte den starken St.-Pauli-Keeper Nikola Vasilj direkt nach dem Seitenwechsel (46.). Wer nach dem gelungenen Auftakt nun auf mehr Spektakel hoffte, wurde aber bald enttäuscht. Bis in die Schlussphase hinein blieb es ein zähes Ringen mit wenigen Höhepunkten.

OZD



OZD-Kommentar – Frankfurt bleibt ein Rätsel

Eintracht Frankfurt wirkt derzeit wie eine Mannschaft mit angezogener Handbremse. Ballbesitz allein gewinnt keine Spiele – vor allem nicht in der Bundesliga. Albert Riera versucht offensichtlich, der Eintracht ein kontrolliertes, technisch sauberes Spielsystem zu verpassen. Doch bislang fehlt es an Tempo, Ideen und Mut im letzten Drittel. Während Frankfurt über internationale Plätze nachdenken wollte, kämpft St. Pauli mit Leidenschaft um jeden Punkt. Genau dieser Unterschied war am Millerntor sichtbar. Wenn Frankfurt im Saisonendspurt noch Richtung Europa schielen will, braucht es mehr Kreativität – und vor allem mehr Entschlossenheit vor dem Tor.

Historischer Hintergrund:
Eintracht Frankfurt gehört zu den international erfolgreichsten deutschen Vereinen der letzten Jahre und gewann 2022 die UEFA Europa League.

Zukunftsprognose:
Sollte Frankfurt seine Auswärtsschwäche nicht überwinden, könnten die Chancen auf eine erneute Europapokal-Teilnahme in dieser Saison deutlich sinken.



Lesermeinungen:
"Frankfurt hat viel Ballbesitz, aber kaum Ideen." Markus Miller 

"St. Pauli kämpft um jeden Punkt – das sieht man." Erich Grund 

"Mit dieser Auswärtsform wird Europa schwer." Werner Liebis 



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Mini-Infobox

Spiel: FC St. Pauli – Eintracht Frankfurt 0:0

Frankfurt-Auswärtssiege: 3

Aluminiumtreffer: 2 für St. Pauli

Tabellenlage: Frankfurt 9 Punkte hinter Platz 6

Besonderheit: Linienrichterwechsel wegen Verletzung


OZD-Analyse

Frankfurts Probleme
a) wenig Kreativität im Angriff
– viel Ballbesitz, kaum Chancen
b) schwache Auswärtsbilanz
– nur drei Siege in der Fremde
c) fehlende Dynamik
– Tempo im Offensivspiel fehlt

St. Paulis Leistung
a) defensive Stabilität
– kompakte Abwehrarbeit
b) gefährliche Konter
– zwei Pfostentreffer
c) mentale Stärke
– wichtige Punkte im Abstiegskampf

Bedeutung für die Tabelle
a) Frankfurt verliert Anschluss
– neun Punkte Rückstand auf Europa
b) St. Pauli sammelt wichtige Punkte
– Abstand zu Abstiegsplätzen wächst
c) Spannung im Tabellenkeller
– Wolfsburg unter Druck


Wer ist Albert Riera?
Albert Riera ist ein ehemaliger spanischer Fußballprofi und heutiger Trainer. Der frühere Nationalspieler übernahm Eintracht Frankfurt mit dem Ziel, einen ballbesitzorientierten Spielstil zu etablieren.

Was ist der FC St. Pauli?
Der FC St. Pauli ist ein traditionsreicher Hamburger Fußballverein, der für seine leidenschaftliche Fanszene und seine besondere Vereinskultur bekannt ist.

OZD-Extras
Das Millerntor-Stadion gilt als eines der lautesten und stimmungsvollsten Fußballstadien der Bundesliga.

Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.