Der Iran hat bei seinen Gegenangriffen auf Israel und US-Militäreinrichtungen einem Bericht zufolge auch erneut ein Feldlager der Bundeswehr in Jordanien beschossen. In der Nacht zum Montag seien mehrere ballistische Raketen auf ein Feldlager der Bundeswehr im Osten Jordaniens abgefeuert worden, meldete der "Spiegel".
Bei dem Angriff auf den US-Luftwaffenstützpunkt al-Asrak, in dem die Bundeswehr ein kleines Feldlager betreibt, sei niemand verletzt worden. Laut Bericht befanden sich zum Zeitpunkt der Angriffe alle Bundeswehrsoldaten in Schutzräumen.
Zunächst sei unklar, ob Raketen die Militärbasis direkt trafen oder ob Trümmerteile von abgefangenen Geschossen auf das Gelände niedergingen. Ein Sprecher des zuständigen Operativen Führungskommandos der Bundeswehr bestätigte die Angriffe auf Nachfrage der Nachrichtenagentur AFP zunächst nicht. Ein Vorfall werde jedoch derzeit intern untersucht.
In dem Feldlager al-Asrak waren zuletzt rund hundert Bundeswehrsoldaten stationiert. Die Luftwaffe unterstützt von dort aus eine internationale Anti-Terror-Koalition mit Tankflugzeugen. Der Stützpunkt war bereits zu Beginn des Iran-Kriegs beschossen worden.
Die USA und Israel hatten Ende Februar Luftangriffe auf den Iran gestartet. Dabei wurden der oberste Anführer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Teheran reagierte mit Angriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion.
OZD
OZD-Kommentar – Deutschland rückt gefährlich nah an den Krieg
Der mutmaßliche Raketenangriff auf einen Stützpunkt mit Bundeswehr-Soldaten zeigt, wie schnell Deutschland in den Iran-Krieg hineingezogen werden könnte. Auch wenn die Bundesrepublik offiziell keine Kriegspartei ist, befinden sich deutsche Soldaten in einer Region, die zunehmend zum Ziel militärischer Angriffe wird. Die politische Realität ist unbequem: Wer militärisch präsent ist, wird früher oder später auch zum Ziel. Sollte ein Angriff tatsächlich Bundeswehrsoldaten treffen, würde der Druck auf die Bundesregierung massiv steigen. Berlin müsste dann entscheiden, ob es bei einer defensiven Rolle bleibt – oder ob Deutschland tiefer in den Konflikt hineingezogen wird.
Historischer Hintergrund:
Deutschland beteiligt sich seit Jahren mit Aufklärungs- und
Unterstützungsmissionen im Nahen Osten an internationalen
Anti-Terror-Einsätzen, unter anderem gegen die Terrormiliz Islamischer
Staat.
Zukunftsprognose:
Sollten Angriffe auf Militärbasen mit europäischen Soldaten zunehmen,
könnte der Iran-Krieg zu einer internationalen Sicherheitskrise mit
direkter europäischer Beteiligung eskalieren.
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In welchem Land befindet sich der Luftwaffenstützpunkt al-Asrak?
A) Jordanien
B) Irak
C) Saudi-Arabien
D) Türkei
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Mini-Infobox
Ort: Luftwaffenstützpunkt al-Asrak
Land: Jordanien
Bundeswehr-Soldaten vor Ort: rund 100
Aufgabe: Unterstützung Anti-Terror-Koalition
Status: Angriff wird untersucht
OZD-Analyse
Militärische Bedeutung des Stützpunkts
a) internationale Kooperation
– Basis der Anti-Terror-Koalition
b) strategische Lage
– Nähe zu Konfliktregionen
c) Luftwaffenstützpunkt
– Tankflugzeuge und Unterstützung
Risiken für die Bundeswehr
a) steigende Bedrohung
– Raketenangriffe in der Region
b) indirekte Kriegsbeteiligung
– deutsche Soldaten im Einsatzgebiet
c) politische Folgen
– möglicher Druck auf Bundesregierung
Geopolitische Auswirkungen
a) Eskalation im Nahen Osten
– Iran greift internationale Ziele an
b) internationale Dimension
– USA, Israel und Verbündete betroffen
c) mögliche Ausweitung
– europäische Staaten stärker involviert
Erklärungen
Was ist der Luftwaffenstützpunkt al-Asrak?
Der Luftwaffenstützpunkt al-Asrak ist eine Militärbasis im Osten
Jordaniens. Dort sind internationale Truppen stationiert, darunter auch
Soldaten der Bundeswehr.
Was ist die Anti-IS-Koalition?
Die internationale Anti-IS-Koalition ist ein Bündnis aus zahlreichen
Staaten, das militärisch und politisch gegen die Terrormiliz Islamischer
Staat vorgeht.
OZD-Extras
Der Stützpunkt al-Asrak gilt als wichtiger logistischer Knotenpunkt für internationale Militärmissionen im Nahen Osten.
Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.
