Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund und Sportdirektor Sebastian Kehl gehen ab sofort getrennte Wege. Wie der Klub am Sonntag mitteilte, sei die Entscheidung „einvernehmlich“ zwischen der Geschäftsführung und Kehl getroffen worden.
In einem gemeinsamen Gespräch sei man „zu der gemeinsamen Überzeugung gelangt, dass im Sommer der richtige Zeitpunkt für Veränderungen gekommen ist“, erklärte Sport-Geschäftsführer Lars Ricken. „Damit sich beide Seiten darauf vorbereiten können, haben wir uns einvernehmlich auf eine sofortige Beendigung von Sebastians Tätigkeit verständigt.“ Kehl habe „enorme Verdienste für unseren Verein, und für sein großes Engagement sind wir ihm sehr dankbar“.
Kehl war seit 2018 in verantwortlicher Position beim BVB tätig. Zunächst leitete er die Lizenzspielerabteilung, ehe er im Sommer 2022 den Posten des Sportdirektors übernahm. In seine Amtszeit fallen unter anderem der DFB-Pokalsieg 2021 sowie der Einzug ins Champions-League-Finale 2024.
„Borussia Dortmund hat mich mein halbes Leben begleitet und ich habe eine extreme Verbundenheit zu diesem großartigen Klub. Trotzdem haben wir nun gemeinsam das Gefühl entwickelt, dass es an der Zeit ist, neue Wege zu gehen – sowohl für den BVB als auch für mich“, erklärte Kehl.
Zuletzt war über mögliche Wechseloptionen des 46-Jährigen spekuliert worden, unter anderem zum Hamburger SV. Gleichzeitig kursieren Medienberichte, wonach Markus Krösche als möglicher Kandidat für eine Führungsrolle beim BVB gilt.
Sportlich steht Dortmund vor einem größeren Umbruch. In der laufenden Saison schied der Klub früh im DFB-Pokal und in der Champions League aus und kämpft nur noch um die Vizemeisterschaft. Mehrere Spieler wie Julian Brandt, Niklas Süle und Salih Özcan sollen den Verein verlassen, während Felix Nmecha seinen Vertrag verlängert hat. Auch mit Nico Schlotterbeck laufen Gespräche über eine Verlängerung.
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OZD-Kommentar – Der Schnitt mit Signalwirkung
Diese Trennung ist mehr als nur ein Personalwechsel – sie ist ein klares Signal für einen tiefgreifenden Umbruch beim BVB. Dass ein Sportdirektor mitten in einer laufenden Saison geht, zeigt, wie groß der interne Druck gewesen sein muss. Die sportlichen Enttäuschungen haben offenbar Spuren hinterlassen. Gleichzeitig birgt der radikale Schnitt Risiken: Ohne klare Nachfolgelösung droht eine Phase der Instabilität. Sollte der Neuaufbau nicht schnell greifen, könnte Dortmund den Anschluss an die nationale Spitze verlieren.
Mini-Infobox
– Trennung: sofort und einvernehmlich
– Position: Sportdirektor
– Amtszeit: seit 2022
– Erfolge: DFB-Pokal 2021, CL-Finale 2024
– Ausblick: umfassender Kader-Umbruch
OZD-Analyse
Hintergrund der Trennung
a) sportliche Entwicklung
– frühes Aus in Pokal und Champions League
– unklare Perspektive in der Liga
b) strategische Neuausrichtung
– Wunsch nach strukturellen Veränderungen
Personelle Folgen
a) Abgänge im Kader
– mehrere Leistungsträger vor dem Wechsel
b) mögliche Nachfolge
– neue Führung gesucht
– externe Kandidaten im Gespräch
Zukunftsperspektiven
a) Umbruchphase
– Neuaufbau der Mannschaft
b) sportlicher Druck
– Konkurrenz in Bundesliga wächst
– Erwartungen der Fans hoch
Erklärungen / Wissensblock
Wer ist Sebastian Kehl?
Sebastian Kehl ist ein ehemaliger Profifußballer und langjähriger Spieler von Borussia Dortmund. Nach seiner aktiven Karriere übernahm er Führungsrollen im Klub und wurde 2022 Sportdirektor.
Was ist Borussia Dortmund?
Borussia Dortmund gehört zu den erfolgreichsten Fußballvereinen Deutschlands und spielt in der Bundesliga. Der Klub ist bekannt für seine große Fanbasis und das Stadion mit der berühmten Südtribüne.
Historischer Hintergrund
Borussia Dortmund hat in den vergangenen Jahren mehrfach personelle Veränderungen im sportlichen Management vorgenommen, um den Anschluss an die nationale und internationale Spitze zu halten. Trotz einzelner Erfolge blieb die Konstanz auf höchstem Niveau zuletzt aus.
Prognose
Der BVB steht vor entscheidenden Monaten. Die Wahl eines neuen sportlichen Leiters und die Kaderplanung werden maßgeblich darüber entscheiden, ob der Verein wieder dauerhaft um Titel mitspielen kann. Misslingt der Umbruch, droht ein längerfristiger Rückschritt im Wettbewerb mit den Topklubs.
Gewinnspiel
Welche Position hatte Sebastian Kehl zuletzt bei Borussia Dortmund?
A) Trainer
B) Geschäftsführer
C) Sportdirektor
D) Präsident
https://www.online-zeitung-deutschland.de/a/46220/das-tolle-gewinnspiel-2026-gutscheine-zu-gewinnen
OZD-Extra
Sebastian Kehl spielte selbst 13 Jahre für den BVB – nur wenige Funktionäre sind so eng mit einem Verein verbunden wie er.
Alle Angaben ohne Gewähr.
Titelbild: AFP