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Oke Göttlich - welch ein mutiger Mann

DFB-Funktionär Oke Göttlich kritisiert die politischen Verhältnisse in den USA und spricht von einer „teilweise faschistischen Regierung“.

Der deutsche Fußballfunktionär Oke Göttlich hat mit scharfen Aussagen über die politischen Verhältnisse im WM-Gastgeberland USA für Diskussionen gesorgt. Im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft äußerte sich der Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes kritisch über die Regierung unter Präsident Donald Trump und die gesellschaftliche Lage im Land.

Göttlich sagte der „Frankfurter Rundschau“, in den USA gelte der WM-Slogan von 2006 „Die Welt zu Gast bei Freunden“ nicht mehr. „Hier sind nicht alle Freunde – und denen macht man das leider auch sehr deutlich“, erklärte er. Der Grundgedanke des internationalen Fußballs werde nach seiner Ansicht durch politische Rahmenbedingungen „konterkariert“.

Besonders deutlich wurde Göttlich in seiner Bewertung der US-Innenpolitik. Er sprach von einer „autokratischen, teilweise faschistischen Regierung“ und kritisierte insbesondere das Migrations- und Sicherheitssystem. Dabei verwies er auf den US-Einwanderungs- und Zollbehörde ICE, die er als „faschistisches Migrationsinstrumentarium“ bezeichnete.

Auch strukturelle Kontrollen im Alltag seien aus seiner Sicht problematisch. Bestimmte Menschen müssten in den USA häufiger Ausweiskontrollen über sich ergehen lassen oder stärkere Polizeipräsenz erleben, sagte Göttlich und zog historische Parallelen zu Entwicklungen in Deutschland.

Der Funktionär, der zugleich Präsident des FC St. Pauli ist, hatte bereits zuvor mit der Idee eines möglichen WM-Boykotts für Diskussionen gesorgt. Nun forderte er erneut eine klare Haltung deutscher Verbände gegenüber den Gastgebern.

Auch die FIFA und Präsident Gianni Infantino blieben nicht von Kritik verschont. Göttlich warf dem Weltverband vor, die Fußball-WM zunehmend kommerziell auszuschlachten und dabei ethische Fragen zu vernachlässigen.

Die Aussagen treffen in einer ohnehin angespannten Phase der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft auf ein sensibles Umfeld. Während sportlich die Vorfreude wächst, verschärft sich parallel die politische Debatte rund um Menschenrechte, Sicherheit und den Einfluss internationaler Verbände.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Wenn Fußball zur politischen Bühne wird

Der Fußball war nie unpolitisch, doch selten prallen Sport und gesellschaftliche Kritik so frontal aufeinander wie in diesen Tagen. Göttlich spricht aus, was viele Aktivisten und Kritiker internationaler Turniere seit Jahren anmerken: Die WM ist längst auch ein politisches Großereignis.

Gleichzeitig sind seine Worte bewusst zugespitzt und werden zwangsläufig Widerspruch erzeugen – nicht nur in den USA, sondern auch innerhalb der deutschen Verbandsstrukturen. Die Frage ist nicht, ob Fußball Politik berührt, sondern wie weit Funktionäre gehen sollten. Zwischen berechtigter Kritik und diplomatischer Eskalation verläuft ein schmaler Grat. 

Welch ein mutiger Mann und weiter so! - Es gibt nicht nur Duckmäuser! 

Historischer Hintergrund

Die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA ist nicht die erste Großveranstaltung, die politische Debatten auslöst. Bereits bei früheren Turnieren wie in Katar 2022 oder Russland 2018 standen Menschenrechtsfragen im Fokus. Der Weltverband FIFA sieht sich seit Jahren mit Vorwürfen konfrontiert, wirtschaftliche Interessen über politische und ethische Fragen zu stellen. Der FC St. Pauli gilt dabei in Deutschland traditionell als besonders politisch positionierter Klub.

Zukunftsprognose

Die Aussagen dürften die Debatte um politische Verantwortung im internationalen Fußball weiter anheizen. Besonders im Vorfeld der WM könnte der Druck auf Verbände wachsen, sich stärker zu menschenrechtlichen Fragen zu positionieren. Gleichzeitig ist zu erwarten, dass die FIFA und Gastgeberländer auf eine klare Trennung zwischen Sport und Politik pochen werden – ein Konflikt, der den Fußball auch über dieses Turnier hinaus begleiten dürfte.

Gewinnspiel

Frage:
Welcher Verband ist laut Artikel Ziel der Kritik von Oke Göttlich?

A) UEFA
B) FIFA
C) IOC
D) DFB

Teilnahme:
https://www.online-zeitung-deutschland.de/a/46220/das-tolle-gewinnspiel-2026-gutscheine-zu-gewinnen

Mini-Infobox

Oke Göttlich kritisiert USA deutlich

Begriff „teilweise faschistische Regierung“ verwendet

Kritik auch an FIFA und Infantino

Forderung nach politischer Positionierung des DFB

Debatte um WM-Boykott erneut aufgeflammt

OZD-Analyse

Politische Zuspitzung im Fußball

– Funktionäre äußern zunehmend klare politische Bewertungen.

Konfliktfelder

– a) Menschenrechte in Gastgeberländern
– b) Rolle der FIFA als Veranstalter
– c) Erwartungen an nationale Verbände

Folgen

– Eskalation der Debatte über politische Verantwortung im internationalen Sportumfeld.

Erklärungen

Wer ist Oke Göttlich?

Oke Göttlich ist Präsident des deutschen Fußballvereins FC St. Pauli und Vizepräsident im deutschen Profifußball. Er gilt als politisch deutlich positionierter Funktionär.

Was ist die FIFA?

Die FIFA ist der internationale Dachverband des Fußballs und organisiert unter anderem die Fußball-Weltmeisterschaft.

Was sind die USA?

Die USA sind der Hauptaustragungsort der aktuellen Fußball-WM und eine der bedeutendsten Sport- und Wirtschaftsnationen weltweit.


OZD-Extras

Die Diskussion um politische Aussagen im Fußball erreicht regelmäßig vor großen Turnieren ihren Höhepunkt – selten jedoch mit so scharfen Begriffen im Vorfeld einer Weltmeisterschaft.

Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.