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Spanien gewinnt die Fußball-WM 26

Spanien schreibt Fußballgeschichte: Ferran Torres schießt die Selección gegen Argentinien zum WM-Titel – Messi bleibt nur der Schmerz.

Der Überblick 

Weltmeister: Spanien

Finalergebnis: Spanien – Argentinien 1:0 n. V.

Torschütze: Ferran Torres (106.)

Zuschauer: 80.663

Austragungsort: MetLife Stadium, East Rutherford (USA)



Spanien hat sich mit einer beeindruckenden Turnierleistung zum zweiten Mal nach 2010 zum Fußball-Weltmeister gekrönt. Im Finale der XXL-Weltmeisterschaft setzte sich der Europameister im MetLife Stadium in East Rutherford nach Verlängerung mit 1:0 (0:0) gegen Titelverteidiger Argentinien durch. Den entscheidenden Treffer erzielte Ferran Torres in der 106. Minute und besiegelte damit den größten Erfolg einer außergewöhnlichen Mannschaft von Trainer Luis de la Fuente.

Für Lionel Messi endete der Traum von der erfolgreichen Titelverteidigung dagegen in tiefer Enttäuschung. Der Superstar der Albiceleste fand gegen die kompakte spanische Defensive kaum Mittel und blieb über weite Strecken nahezu wirkungslos. Bereits in der Anfangsviertelstunde bestand sein einziger Ballkontakt im Anstoß. Insgesamt brachte Argentinien während der gesamten Partie lediglich zwei Schüsse in der hektischen Schlussphase zustande – keiner davon stellte Spaniens Torhüter ernsthaft vor Probleme.

Die Südamerikaner mussten die letzten Minuten der regulären Spielzeit zudem in Unterzahl bestreiten. Enzo Fernández sah in der Nachspielzeit nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte. Doch auch zuvor hatte Spanien das Geschehen kontrolliert. Mit insgesamt 20 Abschlüssen dominierte die Selección Ballbesitz, Spieltempo und Chancenverhältnis deutlich.

Nachdem ein Treffer von Nico Williams in der Verlängerung wegen eines vorangegangenen Fouls aberkannt worden war, folgte wenig später die Entscheidung. Williams legte per Kopf auf Ferran Torres ab, der den Ball zum umjubelten Siegtreffer im argentinischen Tor unterbrachte. Anschließend kannte der Jubel der Spanier keine Grenzen mehr.

Auf der Ehrentribüne feierten König Felipe VI. und Königin Letizia den historischen Titelgewinn. Auch US-Präsident Donald Trump applaudierte den neuen Weltmeistern, bevor er gemeinsam mit FIFA-Präsident Gianni Infantino Kapitän Rodri den WM-Pokal überreichte. Unter den Ehrengästen befanden sich außerdem die spanischen Weltmeister von 2010, darunter Andrés Iniesta, Xavi, Iker Casillas und Carles Puyol, die ihre Nachfolger begeistert feierten.

Für Messi wiederholte sich dagegen ein bitteres Kapitel der argentinischen Fußballgeschichte. Wie einst Diego Maradona im WM-Finale 1990 verpasste auch der Ausnahmefußballer die erfolgreiche Titelverteidigung. Mit acht Turniertoren musste sich Messi zudem im Rennen um den Goldenen Schuh Kylian Mbappé geschlagen geben, der zehn Treffer erzielte.

Ob das Finale zugleich Messis letzter WM-Auftritt gewesen ist, bleibt offen. Bei der nächsten Weltmeisterschaft 2030 wäre der Argentinier bereits 43 Jahre alt. Schon vor dem Endspiel hatte er bei Instagram geschrieben: "Ganz egal, was im Finale passiert. Dieses Team hat bereits Geschichte geschrieben, die wir niemals vergessen werden und die niemand auslöschen kann."

Spanien krönte damit ein außergewöhnliches Turnier. Die Mannschaft blieb nun bereits im 38. Länderspiel in Folge ungeschlagen und kassierte während der gesamten Weltmeisterschaft lediglich ein Gegentor. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez bezeichnete die Mannschaft als "einzigartig". Sie stehe für "jenes Spanien wider, das auf das Kollektiv setzt, um zu gewinnen und sich der Welt als das geliebte und respektierte Land zu präsentieren, das es ist."

Auch das Rahmenprogramm schrieb Geschichte. Rund 80.000 Zuschauer im Stadion und etwa 1,5 Milliarden Menschen weltweit verfolgten eine erstmals 27 Minuten lange Halbzeitpause mit Auftritten von Madonna, Shakira, Justin Bieber und BTS – ein deutliches Zeichen dafür, dass die FIFA das WM-Finale zunehmend zu einem globalen Entertainment-Ereignis entwickelt.

OZD/AFP




OZD-Kommentar – Der verdiente Weltmeister und das Ende einer Ära

Spanien war während des gesamten Turniers die mit Abstand konstanteste Mannschaft und hat den WM-Titel vollkommen verdient gewonnen. Die Selección überzeugte mit taktischer Disziplin, spielerischer Klasse und einer außergewöhnlichen mannschaftlichen Geschlossenheit. Argentinien dagegen wirkte im Finale zu abhängig von Lionel Messi. Sobald der Superstar aus dem Spiel genommen wurde, fehlten Kreativität und Durchschlagskraft. Der Fußball erlebt damit möglicherweise das Ende der größten Spieler-Generation der vergangenen zwei Jahrzehnte. Gleichzeitig beginnt mit Spanien eine neue Ära, in der junge Talente wie Lamine Yamal und Pau Cubarsí den Weltfußball prägen könnten. Die Prognose ist klar: Spanien dürfte auch bei den kommenden großen Turnieren zu den dominierenden Nationen gehören.


Internationale Pressestimmen im Überblick:

SPANIEN

Marca: "Wieder die Könige der Welt! Spanien hat nicht nur ein Finale gewonnen. Es hat eine Art zu spielen beschützt. Es hat den Fußball gerettet."

Mundo Deportivo: "Weltmeister! Spanien stickt sich den zweiten Stern auf die Brust. Sie haben Argentinien in einem harten und umkämpften Spiel bezwungen, das bis zum Schluss spannend blieb."

El Pais: "Ferran Torres ist bereits eine ewige Figur in der Geschichte dieser spanischen Nationalmannschaft. Wieder Champions."

AS: "Wie beim ersten Mal. (...) Ein Finale mit Verlängerung, das unser Herz zum Hüpfen brachte, als Ferran Torres in der 106. Minute ein Tor erzielte, das uns erneut zum Ruhm führt. Es war schön, es war gerecht."

ARGENTINIEN

Clarín: "Das Team von de la Fuente war eindeutig überlegen. Vielleicht war es Lionel Messis Abschied. Danke, Leo!"

Olé: "Spanien, der verdiente Weltmeister. Argentinien gab alles und unterlag erst nach großem Kampf. Danke an eine legendäre Mannschaft."

La Nación: "Das Ende eines Traums. Argentinien hielt so lange wie möglich dagegen, doch Spanien erzielte in der Verlängerung den Treffer, der ihnen den Weltmeistertitel bescherte."

TyC Sports: "Argentinien kämpfte bis zum Schluss, doch Spanien ist Weltmeister 2026. Das war keine gute Leistung."

Pagina12: "In Unterzahl kämpften sie aufopferungsvoll, doch für den Ausgleich reichte es nicht."

ENGLAND

The Telegraph: "Fußball 1, Verbrecher 0. Es brauchte eine Verlängerung, um dorthin zu gelangen, aber Gott sei Dank hat der Sport gesiegt. Spanien hat die WM gewonnen, und wir alle sind dadurch besser dran. Der Fußball ist dadurch besser dran. Es musste Spanien sein, das dieses Finale gewinnt."

The Guardian: "Ferran Torres erzielte das einzige Tor eines zerfahrenen Spiels, das beinahe durch Argentiniens Zerstörungstaktik ruiniert worden wäre – eine Strategie, die sich rächte, als sie nach dem späten Platzverweis gegen Enzo Fernández nach zwei Gelben Karten für die Verlängerung auf zehn Mann reduziert waren."

The Sun: "Märchen in New York. Torres' Treffer in der Verlängerung bricht Messi und Co. das Herz nach der dummen Rote Karte von Fernandez. Dankt den Fußballgöttern. Dankt Ferran Torres und Spanien. (...) Argentinien hat letztlich für den Versuch bezahlt, ein Fußballspiel in eine Straßenprügelei zu verwandeln."

Daily Mail: "Spanien war das beste Team des Turniers und hat das eindrucksvoll gezeigt, indem sie die Titelverteidiger in New Jersey völlig dominiert haben. Argentinien hat eine der schlechtesten Finalleistungen gezeigt, die wir je gesehen haben."

FRANKREICH

L'Équipe: "Die neuen Könige kommen aus Spanien. Zwei Jahre nach dem Gewinn des EM-Titels bestätigt 'La Roja' ihren Status als beste Mannschaft der Welt. Sie sind das herausragende Team des 21. Jahrhunderts."

Le Figaro: "Zugegeben, es war nicht das großartigste Finale der Geschichte. Aber nach einer Mischung aus Spannung und Langeweile steht Spanien an der Weltspitze."

Le Parisien: "Spanien erobert die Welt, und die Welt liegt ihnen zu Füßen. Diesen Spaniern, die den Ball so geschickt zirkulieren lassen, dass sie ihre Gegner zur Verzweiflung bringen. Argentinien bringt trotz Messi nur einen einzigen Torschuss zustande."

ÖSTERREICH

Kronen Zeitung: "Zweiter Stern perfekt: Spanien ist Weltmeister!"

oe24.at: "1:0 - Spanien stößt Messi vom Fußball-Thron."

SCHWEIZ

Blick: "Joker-Tor ins Glück – Spanien ist Weltmeister. Am Ende der längsten Weltmeisterschaft aller Zeiten holt sich Spanien den WM-Pokal. Dies nach einem echten Geduldsspiel"

Tagesanzeiger: "Spanien ist Weltmeister – Argentiniens Destruktivismus wird bestraft."

Aargauer Zeitung: "Ein Tor macht den Unterschied: Spanien krönt sich gegen Argentinien zum zweiten Mal zum Weltmeister."

Neue Zürcher Zeitung: "Spanien ist der verdiente, logische Weltmeister – der argentinische Minimalismus wird in einem denkwürdigen WM-Final spät bestraft."

USA

USA Today: "Dass Spanien gewinnt, fühlt sich einfach richtig an. Eine neue Dynastie wurde im WM-Finale gekrönt."




Beste Spieler

Spaniens Kapitän Rodri ist zum besten Spieler der Fußball-WM 2026 gewählt worden. Der Spielmacher des neuen Weltmeisters wurde nach dem Finale gegen Argentinien (1:0 n.V.) vom Weltverband FIFA mit dem Goldenen Ball ausgezeichnet. Rodri geht damit auch als Topfavorit in die Wahl des Weltfußballers am 26. Oktober.

Zumindest die argentinischen Fans im Stadion hatten indes eine andere Meinung. Während die Anhänger der Spanier "Rodri"-Gesänge anstimmten, skandierten die Südamerikaner als Antwort immer wieder den Namen von Lionel Messi.

Auch die übrigen Auszeichnungen gingen an den neuen Weltmeister. Über den Goldenen Handschuh des besten Torwarts des Turniers darf sich Unai Simón freuen, der in acht Spielen nur ein Gegentor kassierte. Zum besten jungen Spieler der WM wurde Pau Cubarsi gewählt, der 19 Jahre alte Innenverteidiger des FC Barcelona setzte sich unter anderem gegen seinen Teamkollegen Yamal durch.

Nicht gewählt, sondern in 104 Begegnungen ausgespielt wurde der Goldene Ball für den besten Torschützen. Platz eins ging an den Franzosen Kylian Mbappé, der mit zehn Turniertoren vor Messi (acht) lag. Den dritten Rang teilten sich Jude Bellingham (England) und Erling Haaland (Norwegen) mit je sieben Toren.




Historischer Hintergrund

Spanien gewann bereits 2010 in Südafrika erstmals die Fußball-Weltmeisterschaft – ebenfalls mit einem 1:0 nach Verlängerung gegen die Niederlande. Der erneute Titelgewinn bestätigt den langfristigen Wandel des spanischen Fußballs, der seit Jahren auf technisch starke Nachwuchsarbeit und Ballbesitzfußball setzt. Argentinien hingegen gehört mit seinen WM-Titeln und Legenden wie Diego Maradona und Lionel Messi zu den traditionsreichsten Fußballnationen Südamerikas.


Zukunftsprognose

Mit zahlreichen jungen Leistungsträgern besitzt Spanien beste Voraussetzungen, den Weltfußball auch in den kommenden Jahren zu prägen. Für Argentinien beginnt dagegen vermutlich ein größerer Umbruch nach der Messi-Ära. International dürfte sich der Konkurrenzkampf zwischen europäischen Spitzenmannschaften und den südamerikanischen Traditionsnationen weiter verschärfen. Gleichzeitig wird die FIFA den eingeschlagenen Kurs fortsetzen und Weltmeisterschaften zunehmend als globale Entertainment-Veranstaltungen vermarkten.


Gewinnspiel

Frage: Wer erzielte das entscheidende Tor zum WM-Titel für Spanien?

A) Lamine Yamal

B) Nico Williams

C) Ferran Torres

D) Rodri

Gewinnspiel:
https://www.online-zeitung-deutschland.de/a/46220/das-tolle-gewinnspiel-2026-gutscheine-zu-gewinnen


OZD-Analyse

Spanien dominiert den Weltfußball
– Die Selección war über das gesamte Turnier spielerisch und taktisch die stärkste Mannschaft.

Gründe für den Titelgewinn
– a) Herausragende Defensive mit nur einem Gegentor.
– b) Große Kaderbreite und erfolgreiche Einwechselspieler.
– c) Ballbesitz, Geduld und taktische Disziplin entschieden das Finale.

Folgen
– Spanien etabliert sich als neue Führungsmacht im Weltfußball, während Argentinien vor einem personellen und strategischen Umbruch steht.

Erklärungen

Wer ist Ferran Torres?

Ferran Torres ist spanischer Nationalspieler und erzielte mit seinem Treffer in der Verlängerung das entscheidende Tor zum WM-Titel 2026.

Was ist das MetLife Stadium?

Das MetLife Stadium gehört zu den größten Stadien Nordamerikas und war Austragungsort des WM-Endspiels 2026.

OZD-Extras

Spanien gewann beide seiner bisherigen WM-Titel jeweils mit einem 1:0 nach Verlängerung – 2010 gegen die Niederlande und nun 2026 gegen Argentinien. Dieses außergewöhnliche Doppel unterstreicht die Fähigkeit der Spanier, gerade in den größten Spielen die entscheidenden Momente für sich zu nutzen.

Alle Angaben ohne Gewähr. Bilder AFP.