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Klopp fängt an

Jürgen Klopp beginnt offiziell seine Arbeit als Bundestrainer. Schon in den kommenden Wochen warten zahlreiche Termine und die ersten richtungsweisenden Länderspiele.

Mit der offiziellen Vorstellung von Jürgen Klopp als Bundestrainer beginnt beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) eine neue Ära. Der 59-Jährige wird am Freitag um 11.00 Uhr auf dem DFB-Campus in Frankfurt am Main als Nachfolger von Julian Nagelsmann präsentiert, der nach dem erneuten enttäuschenden Abschneiden der Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft zurückgetreten war.

Für Klopp bleibt kaum Zeit, sich in seine neue Rolle einzuarbeiten. Bereits am 22. August wird er beim Franz-Beckenbauer-Supercup zwischen Borussia Dortmund und Bayern München als Repräsentant des DFB auftreten.

Anschließend richtet sich der Fokus vollständig auf die Nationalmannschaft. In der dritten Septemberwoche wird Klopp seinen ersten Kader nominieren. Die erste Länderspielphase bietet ihm dabei eine außergewöhnliche Möglichkeit: Er kann seine Mannschaft in vier Begegnungen innerhalb von nur elf Tagen betreuen – ein Novum in der Geschichte des DFB, ermöglicht durch den neuen internationalen Spielkalender.

Sein Debüt an der Seitenlinie gibt Klopp am 24. September in Amsterdam gegen die Niederlande. Drei Tage später folgt in Augsburg das erste Heimspiel gegen Griechenland. Danach trifft Deutschland am 1. Oktober in München auf Serbien, ehe am 4. Oktober das Rückspiel in Griechenland ansteht.

Nach dieser intensiven Auftaktphase bleibt dem Bundestrainer rund sechs Wochen Zeit, Bundesliga-Spiele zu beobachten und weitere Eindrücke zu sammeln. Im November folgen die letzten beiden Gruppenspiele der Nations League mit der Auswärtspartie in Serbien am 13. November und dem Heimspiel gegen die Niederlande am 16. November in Berlin.

Sollte Deutschland mindestens Platz zwei in seiner Nations-League-Gruppe erreichen, winkt bereits 2027 die Teilnahme am Final Four. Einen weiteren wichtigen Termin markiert der 6. Dezember: Dann werden in Belfast die Qualifikationsgruppen für die Europameisterschaft 2028 in Großbritannien und Irland ausgelost.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Jetzt zählen Ergebnisse und neue Begeisterung

Mit Jürgen Klopp verpflichtet der DFB einen Trainer, der weltweit für Leidenschaft, Führungsstärke und mannschaftliche Geschlossenheit steht. Nach mehreren enttäuschenden Turnieren sind die Erwartungen entsprechend hoch.

Die ersten Wochen bieten Klopp eine seltene Chance. Vier Länderspiele in kurzer Zeit ermöglichen ihm, seine Ideen schnell umzusetzen und der Mannschaft eine neue Identität zu geben. Gleichzeitig wächst damit aber auch der Druck, rasch sichtbare Fortschritte zu erzielen.

Der Neuaufbau wird nicht allein von taktischen Veränderungen abhängen. Entscheidend wird sein, ob es Klopp gelingt, den Nationalspielern wieder Selbstvertrauen, Leidenschaft und den Glauben an gemeinsame Erfolge zu vermitteln.

Historischer Hintergrund

Jürgen Klopp zählt zu den erfolgreichsten deutschen Trainern der vergangenen Jahrzehnte. Mit Borussia Dortmund gewann er zweimal die Bundesliga und führte den Verein ins Champions-League-Finale. Beim FC Liverpool holte er unter anderem die Champions League sowie die englische Meisterschaft. Anschließend wechselte er als „Head of Global Soccer“ zu Red Bull. Mit seiner Ernennung wird er der 13. Bundestrainer in der Geschichte des Deutschen Fußball-Bundes.

OZD-Prognose

Die kommenden Nations-League-Spiele werden als erster Gradmesser für Klopps Arbeit gelten. Gelingt ein erfolgreicher Start, könnte dies der Nationalmannschaft neues Selbstvertrauen und den Fans neue Begeisterung vermitteln. Mittelfristig richtet sich der Blick bereits auf die Europameisterschaft 2028, bei der Deutschland nach mehreren enttäuschenden Turnieren wieder um den Titel mitspielen möchte.

Alle Angaben ohne Gewähr.

Titelbild: AFP