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Überraschende Wende im Kanzleramt: Ex-Weltfußballerin sagt Regierung offenbar ab

Nadine Keßler soll Friedrich Merz eine Absage erteilt haben. Damit muss der Kanzler den Posten der Staatsministerin für Sport und Ehrenamt neu besetzen.

Fakten im Überblick

Nadine Keßler soll den Wechsel ins Bundeskanzleramt abgelehnt haben.

Friedrich Merz muss den Posten der Staatsministerin für Sport und Ehrenamt neu besetzen.

Keßler gilt weiterhin als Kandidatin für eine Führungsposition im Profifußball.


Einem Bericht der Bild-Zeitung zufolge wird die frühere Fußball-Nationalspielerin Nadine Keßler nicht in das Regierungsteam von Bundeskanzler Friedrich Merz wechseln. Die 38-Jährige soll dem Bundeskanzleramt eine Berufung als Staatsministerin für Sport und Ehrenamt abgesagt haben. Die Zeitung beruft sich dabei auf Informationen aus Regierungskreisen. Eine offizielle Bestätigung gibt es bislang nicht. Die UEFA wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren.

Der Posten war frei geworden, nachdem die bisherige Staatsministerin Christiane Schenderlein im Zuge der Kabinettsumbildung das Gesundheitsressort übernommen hatte. Damit muss Bundeskanzler Friedrich Merz kurzfristig nach einer neuen Besetzung suchen.

Nach Informationen der Bild prüft das Kanzleramt inzwischen eine neue Kandidatenliste. Darauf sollen sich neben Persönlichkeiten aus dem Sport auch prominente Vertreter des olympischen Bereichs befinden.

Für Nadine Keßler bedeutet die Absage offenbar nicht automatisch den Verbleib bei der Europäischen Fußball-Union (UEFA). Die ehemalige Weltklassespielerin gilt weiterhin als begehrte Führungspersönlichkeit im deutschen Fußball. Medienberichten zufolge soll auch die Frauen-Bundesliga (FBL) Interesse an ihr haben und sie als Wunschkandidatin für den Posten der Geschäftsführerin sehen.

Keßler zählt zu den erfolgreichsten deutschen Fußballerinnen ihrer Generation. Mit Turbine Potsdam und dem VfL Wolfsburg gewann sie insgesamt vier deutsche Meisterschaften, dreimal die UEFA Women's Champions League und zweimal den DFB-Pokal. Mit der deutschen Nationalmannschaft wurde sie 2013 Europameisterin und absolvierte 29 Länderspiele, in denen ihr zehn Tore gelangen.

Schwere Knieverletzungen zwangen die Offensivspielerin bereits 2016 im Alter von nur 28 Jahren zum Karriereende. Seit 2017 arbeitet sie für die UEFA und verantwortet dort als Direktorin den Bereich Frauenfußball. Bereits 2023 galt sie als Kandidatin für die Nachfolge von Oliver Bierhoff beim Deutschen Fußball-Bund, entschied sich damals jedoch ebenfalls gegen einen Wechsel und blieb in ihrer Funktion bei der UEFA.

Ob Nadine Keßler künftig im Fußballmanagement bleibt oder später doch noch in die Politik wechselt, ist derzeit offen.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Politik verliert, Fußball gewinnt?

Sollte sich der Bericht bestätigen, wäre die Absage ein Rückschlag für die Bundesregierung. Nadine Keßler steht für Kompetenz, internationale Erfahrung und moderne Führung im Sport. Gleichzeitig zeigt der Vorgang, dass Spitzenkräfte aus Wirtschaft und Sport nicht selbstverständlich den Weg in die Politik wählen. Für den deutschen Frauenfußball wäre ein Verbleib Keßlers dagegen ein starkes Signal – insbesondere in einer Phase, in der Professionalisierung und internationale Wettbewerbsfähigkeit weiter an Bedeutung gewinnen.

Der historische Hintergrund

Der Posten der Staatsministerin beziehungsweise des Staatsministers für Sport und Ehrenamt wurde geschaffen, um die Interessen des Sports sowie des Ehrenamts direkt im Bundeskanzleramt zu vertreten. Parallel erlebt der Frauenfußball in Deutschland und Europa seit Jahren einen deutlichen Aufschwung. Nadine Keßler gehört zu den prägenden Persönlichkeiten dieser Entwicklung und arbeitet seit 2017 in leitender Funktion bei der UEFA an der strategischen Weiterentwicklung des Frauenfußballs.

Die Zukunftsprognose der OZD

Die Bundesregierung dürfte zeitnah eine neue Persönlichkeit für das Sportressort präsentieren. Gleichzeitig bleibt Nadine Keßler eine der gefragtesten Führungskräfte im europäischen Fußball. Sollte sie künftig tatsächlich eine Spitzenposition in der Frauen-Bundesliga übernehmen, könnte dies die weitere Professionalisierung des deutschen Frauenfußballs erheblich beschleunigen.

Die Erklärungen zum Text

Wer ist Nadine Keßler?

Nadine Keßler ist eine ehemalige deutsche Fußball-Nationalspielerin und Europameisterin von 2013. Nach ihrem verletzungsbedingten Karriereende wechselte sie ins Sportmanagement und leitet bei der UEFA den Bereich Frauenfußball.

Was macht eine Staatsministerin für Sport und Ehrenamt?

Die Staatsministerin beziehungsweise der Staatsminister im Bundeskanzleramt koordiniert sportpolitische Themen auf Bundesebene, begleitet Großveranstaltungen und vertritt die Interessen des Sports sowie des Ehrenamts innerhalb der Bundesregierung.

Gibt es eine Interpretation?

Bislang basiert die Meldung auf einem Medienbericht und wurde offiziell weder vom Bundeskanzleramt noch von Nadine Keßler bestätigt. Sollte sich die Absage bewahrheiten, könnte dies sowohl die Personalplanung der Bundesregierung als auch die zukünftige Entwicklung des Frauenfußballs beeinflussen.

Unser Gewinnspiel

Frage: Für welche Organisation arbeitet Nadine Keßler derzeit?

A) FIFA

B) DFB

C) UEFA

D) IOC

https://www.online-zeitung-deutschland.de/a/46220/das-tolle-gewinnspiel-2026-gutscheine-zu-gewinnen

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.