Fakten im Überblick
Tadej Pogacar gewinnt die vierte Etappe der Vuelta nach einer beeindruckenden 50-Kilometer-Soloflucht.
Der Slowene übernimmt mit 3:21 Minuten Vorsprung auf Primoz Roglic klar die Führung im Gesamtklassement.
Die Bergetappe rund um Andorra la Vella gilt als erste große Machtdemonstration des Favoriten.
Schon auf der vierten Etappe der Spanien-Rundfahrt hat Tadej Pogacar ein beeindruckendes Ausrufezeichen gesetzt. Mit einer spektakulären Solofahrt über rund 50 Kilometer gewann der slowenische Ausnahmekönner die anspruchsvolle Bergetappe rund um Andorra la Vella und verschaffte sich einen deutlichen Vorsprung im Kampf um den Gesamtsieg.
Pogacar ließ seine stärksten Konkurrenten an den langen Anstiegen mühelos hinter sich und erreichte das Ziel mit 2:39 Minuten Vorsprung auf die erste Verfolgergruppe. In der Gesamtwertung führt der Kapitän nun bereits mit 3:21 Minuten vor seinem Landsmann Primoz Roglic und kommt seinem ersten Triumph bei der Vuelta einen großen Schritt näher.
"Ich wollte eigentlich nicht so isoliert sein", sagte Pogacar nach seinem beeindruckenden Erfolg. "Ich habe einfach nur gehofft, das bis zum Ende durchzustehen. Es war hart, aber ein wunderschöner Tag." Trotz seines komfortablen Vorsprungs wollte der Slowene den Gesamtsieg noch nicht als entschieden ansehen. "Wir müssen schon noch weiter kämpfen."
Die nur 104,8 Kilometer lange Etappe hatte es in sich. Insgesamt mussten die Fahrer 2890 Höhenmeter und vier klassifizierte Anstiege bewältigen, darunter drei Berge der ersten Kategorie. Bereits kurz nach dem Start setzte sich eine prominent besetzte Fluchtgruppe mit Fahrern wie Wout van Aert und Georg Steinhauser ab, wurde jedoch früh wieder gestellt.
Den entscheidenden Angriff startete Pogacar rund 50 Kilometer vor dem Ziel. Am Berg setzte sich der Tour-de-France-Sieger entschlossen von allen Konkurrenten ab und baute seinen Vorsprung bis ins Ziel kontinuierlich aus. Sein großes Ziel bleibt der erste Gesamtsieg bei der Vuelta, mit dem er seine Sammlung der drei bedeutendsten Rundfahrtsiege komplettieren würde.
Noch einen Tag zuvor hatte das Wetter den Rennverlauf bestimmt. Die dritte Etappe war in den französischen Pyrenäen wegen eines heftigen Hagelsturms vorzeitig abgebrochen worden. Zentimetergroße Hagelkörner hatten die Fahrer überrascht und die Straßen in großer Höhe in kurzer Zeit weiß gefärbt. Am Dienstag präsentierte sich das Wetter dagegen von seiner besten Seite.
Am Mittwoch führt die Vuelta erstmals seit dem Start in Monaco komplett über spanisches Gebiet. Die fünfte Etappe beginnt im katalanischen Falset und endet nach 173,3 Kilometern in Roquetes. Mit nur einem Anstieg der dritten Kategorie dürfte sie deutlich weniger selektiv ausfallen als die spektakuläre Bergprüfung in Andorra.
OZD/AFP
OZD-Kommentar – Pogacar fährt in seiner eigenen Liga
Was Tadej Pogacar auf der vierten Etappe gezeigt hat, erinnert an die größten Solovorstellungen der Radsportgeschichte. Bereits so früh im Rennen der Konkurrenz mehrere Minuten abzunehmen, ist außergewöhnlich. Zwar sind noch viele Etappen zu fahren, doch der Slowene demonstriert derzeit eine Dominanz, die kaum Schwächen erkennen lässt. Sollte nichts Unvorhergesehenes passieren, dürfte der Kampf um den Gesamtsieg bereits stark zugunsten Pogacars verschoben sein.
Historischer Hintergrund
Die Vuelta a España gehört neben der Tour de France und dem Giro d'Italia zu den drei großen Landesrundfahrten des internationalen Radsports. Tadej Pogacar gewann bereits mehrfach die Tour de France und den Giro d'Italia. Ein Erfolg bei der Spanien-Rundfahrt würde seine Sammlung der Grand-Tour-Siege komplettieren und seinen Platz unter den größten Rundfahrtspezialisten der Moderne weiter festigen.
Zukunftsprognose
Mit seinem deutlichen Vorsprung geht Pogacar als klarer Favorit in die kommenden Etappen. Besonders in den Hochgebirgen werden seine Konkurrenten offensiv fahren müssen, um den Rückstand noch aufzuholen. Sollte der Slowene seine aktuelle Form konservieren, spricht vieles für seinen ersten Gesamtsieg bei der Vuelta. Auch wirtschaftlich profitiert der internationale Radsport von der Strahlkraft des Slowenen, dessen Erfolge Sponsoren, Medieninteresse und Zuschauerzahlen weiter steigern.
Erklärungen
Wer ist Tadej Pogacar?
Tadej Pogacar ist ein slowenischer Radprofi und zählt zu den erfolgreichsten Rundfahrtspezialisten der Welt. Er gewann bereits mehrfach die Tour de France und den Giro d'Italia und gehört seit Jahren zu den dominierenden Fahrern des internationalen Radsports.
Was ist die Vuelta a España?
Die Vuelta a España ist die Spanien-Rundfahrt und eine der drei Grand Tours des Radsports. Sie findet jährlich statt und führt über mehrere Wochen durch unterschiedliche Regionen Spaniens sowie gelegentlich durch Nachbarländer.
OZD-Extras
Nur wenige Radsportler haben in ihrer Karriere alle drei großen Landesrundfahrten – Tour de France, Giro d'Italia und Vuelta a España – gewonnen. Ein Gesamtsieg in Spanien würde Pogacar in diesen exklusiven Kreis aufnehmen.
Wie wirkt sich das auf die Börsen aus?
Direkte Auswirkungen auf die Börsen sind nicht zu erwarten. Mittelbar profitieren jedoch häufig Sportartikelhersteller, Sponsoren und Medienunternehmen von außergewöhnlichen Erfolgen internationaler Spitzensportler durch steigende Aufmerksamkeit und höhere Vermarktungserlöse.
Gewinnspiel
Wie groß ist Tadej Pogacars Vorsprung in der Gesamtwertung nach der vierten Etappe?
A) 1:12 Minuten
B) 2:08 Minuten
C) 3:21 Minuten
D) 5:00 Minuten
https://www.online-zeitung-deutschland.de/a/46220/das-tolle-gewinnspiel-2026-gutscheine-zu-gewinnen
Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.