Fakten im Überblick
Prinz Harry, Meghan sowie Archie und Lilibet sind laut britischen Medien in England gelandet.
Die Kinder sollen bereits an einer Privatschule für den Schulbeginn angemeldet sein.
Eine Rückkehr zu offiziellen Aufgaben für das Königshaus ist nicht geplant.
Mehr als sechs Jahre nach ihrem spektakulären Rückzug aus dem britischen Königshaus beginnt für Prinz Harry und Herzogin Meghan offenbar ein neues Kapitel. Nach übereinstimmenden Berichten der BBC und des "Telegraph" landeten der Herzog und die Herzogin von Sussex gemeinsam mit ihren Kindern Archie und Lilibet am Mittwoch mit einem Privatjet aus Kalifornien auf dem Flughafen Birmingham.
Eine offizielle Bestätigung der Familie gibt es bislang nicht. Ein Sprecher erklärte der BBC lediglich: "Das ist nicht etwas, das wir kommentieren würden."
Die Rückkehr kommt überraschend, nachdem Harry und Meghan Anfang 2020 ihre royalen Verpflichtungen niedergelegt und sich zunächst nach Kanada, später dauerhaft nach Kalifornien zurückgezogen hatten. Dort bauten sie sich ein neues Leben mit Medienprojekten, Stiftungsarbeit und eigenen Unternehmen auf.
Nach britischen Medienberichten sollen Archie und Lilibet bereits an einer Privatschule in England für das neue Schuljahr angemeldet sein. Ob die Familie dauerhaft im Vereinigten Königreich bleiben wird, ist jedoch weiterhin unklar. Während einige Medien von mehreren Jahren sprechen, berichten andere lediglich von einem längeren Aufenthalt.
Dem "Telegraph" zufolge plant die Familie, sich zunächst in einem privaten Anwesen in der malerischen Cotswolds-Region niederzulassen. Das Haus gehört nicht zum Besitz der königlichen Familie. Gleichzeitig sollen die Immobilien in Kalifornien und Portugal erhalten bleiben, da Harry und Meghan weiterhin ein internationales Familienleben führen wollen.
Über die Pläne soll König Charles III. nur kurzfristig informiert worden sein. Eine Rückkehr zu offiziellen Aufgaben innerhalb des Königshauses schließen britische Medien jedoch aus.
Ein weiteres sensibles Thema bleibt die Sicherheit der Familie. Mit dem Rückzug aus dem Königshaus verloren Harry und Meghan ihren staatlich finanzierten Personenschutz. Premierminister Andy Burnham machte deutlich, dies sei eine private Angelegenheit. Nach einer aktuellen YouGov-Umfrage sind rund 70 Prozent der Briten der Ansicht, dass Harry und Meghan ihre Sicherheitskosten ganz oder zumindest teilweise selbst tragen sollten.
Berichten zufolge bemüht sich Harry dennoch weiterhin um eine Neubewertung seiner Sicherheitslage und soll bereits Kontakt mit Innenministerin Shabana Mahmood aufgenommen haben. Eine Entscheidung steht noch aus.
Die Rückkehr erfolgt in einem weiterhin angespannten familiären Umfeld. Zwar hatte sich das Verhältnis zwischen Harry und seinem an Krebs erkrankten Vater Charles in den vergangenen Jahren vorsichtig verbessert. Mehrere persönliche Treffen sorgten für erste Annäherungen. Das Verhältnis zu seinem älteren Bruder Prinz William gilt hingegen weiterhin als belastet. Harry hatte William in seiner Autobiografie scharf kritisiert und schwere Vorwürfe gegen ihn erhoben.
Auch in der britischen Öffentlichkeit hat sich das Bild des Paares verändert. Während Harry früher zu den beliebtesten Mitgliedern der Royals gehörte, zeigen aktuelle Umfragen eine deutlich kritischere Haltung vieler Britinnen und Briten gegenüber dem Herzogspaar.
Ob die Rückkehr langfristig zu einer weiteren Annäherung innerhalb der königlichen Familie führt oder neue Diskussionen auslöst, dürfte sich in den kommenden Monaten zeigen.
OZD/AFP
OZD-Kommentar – Die Royals stehen vor einem neuen Belastungstest
Die Rückkehr von Harry und Meghan ist weit mehr als eine private Familienentscheidung. Sie bringt alte Konflikte zurück auf die politische und mediale Bühne Großbritanniens. Zwar scheint sich das Verhältnis zu König Charles vorsichtig zu entspannen, doch die tiefen Gräben innerhalb der Familie sind kaum verschwunden. Für die Monarchie wird entscheidend sein, ob sie Versöhnung ermöglicht, ohne ihre institutionelle Stabilität zu gefährden.
Historischer Hintergrund
Im Januar 2020 kündigten Prinz Harry und Herzogin Meghan ihren Rückzug aus dem engeren Kreis der arbeitenden Royals an. Die Entscheidung, international als "Megxit" bekannt, führte zu einem historischen Bruch mit dem britischen Königshaus. Es folgten Interviews, Dokumentationen, Harrys Autobiografie sowie öffentliche Vorwürfe gegen Mitglieder der königlichen Familie. Seitdem lebte die Familie überwiegend in Kalifornien.
Zukunftsprognose
Sollte die Familie dauerhaft in Großbritannien bleiben, dürfte dies das öffentliche Interesse an den Royals erneut deutlich steigern. Politisch bleibt die Monarchie stabil, doch jede öffentliche Begegnung zwischen Harry, William und König Charles wird weltweit beobachtet werden. Auch die Diskussion um Sicherheitskosten und die Rolle Harrys innerhalb der königlichen Familie dürfte anhalten.
Erklärungen
Wer ist Prinz Harry?
Prinz Harry, Herzog von Sussex, ist der jüngere Sohn von König Charles III. und Prinzessin Diana. Nach seinem Rückzug aus dem Königshaus lebt er seit 2020 überwiegend mit seiner Familie in den USA.
Was bedeutet "Megxit"?
Als "Megxit" wird der Rückzug von Prinz Harry und Herzogin Meghan aus ihren offiziellen Aufgaben innerhalb der britischen Monarchie bezeichnet. Der Begriff entstand in Anlehnung an den "Brexit" und prägte die internationale Berichterstattung seit Anfang 2020.
OZD-Extras
Die Cotswolds zählen zu den exklusivsten Wohnregionen Großbritanniens. Zahlreiche Prominente, Unternehmer und Künstler besitzen dort Anwesen – fernab des Londoner Medienrummels, aber dennoch gut erreichbar.
Wie wirkt sich das auf die Börsen aus?
Direkte Auswirkungen auf die Finanzmärkte sind nicht zu erwarten. Allerdings dürfte das weltweite Medieninteresse an der britischen Monarchie erneut steigen. Davon könnten Medienunternehmen, Streamingdienste und der Tourismussektor im Vereinigten Königreich profitieren.
Gewinnspiel
Seit welchem Jahr leben Harry und Meghan überwiegend außerhalb Großbritanniens?
A) 2016
B) 2018
C) 2020
D) 2022
https://www.online-zeitung-deutschland.de/a/46220/das-tolle-gewinnspiel-2026-gutscheine-zu-gewinnen
Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.