Fakten im Überblick
Der VfB Stuttgart eröffnet die Bundesliga-Saison beim FC Bayern München.
Alexander Wehrle spricht von der „maximalen Herausforderung“, sieht sein Team aber nicht chancenlos.
Stuttgart will erneut international überzeugen, die Meisterschaft ist offiziell kein Saisonziel.
Mit einem echten Topspiel beginnt die 64. Bundesliga-Saison. Pokalfinalist VfB Stuttgart gastiert am Freitagabend beim deutschen Meister und Double-Gewinner FC Bayern München. Für die Schwaben ist es der schwierigste denkbare Auftakt – doch Respekt bedeutet für den Verein keineswegs Resignation.
Vorstandschef Alexander Wehrle bezeichnete die Begegnung als "sportlich die maximale Herausforderung". Gleichzeitig zeigte er sich überzeugt, dass seine Mannschaft durchaus Chancen auf eine Überraschung besitzt. "Wir haben in den vergangenen Spielen gegen die Bayern gezeigt, dass wir nicht chancenlos sind", sagte Wehrle dem Münchner Merkur/tz.
Die Bilanz spricht allerdings klar für den Rekordmeister. In der vergangenen Saison verlor Stuttgart alle vier Pflichtspiele gegen den FC Bayern bei einem Torverhältnis von 3:14. Der letzte Bundesliga-Erfolg der Schwaben in München liegt bereits mehr als acht Jahre zurück und datiert vom 12. Mai 2018.
Für Wehrle spielen solche Zahlen jedoch keine entscheidende Rolle. "Solche Statistiken sind für mich wenig aussagekräftig. Es zählt immer nur das aktuelle Spiel", betonte der VfB-Chef.
Auch die jüngsten Vorschusslorbeeren möchte der Verein nicht überbewerten. Trainer Ralf Kettemann vom Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn hatte Stuttgart zuletzt sogar als möglichen deutschen Meister bezeichnet. Wehrle reagierte mit Humor: Das sei "eine nette Wertschätzung". Zugleich fügte er augenzwinkernd hinzu: "Ich lade Ralf Kettemann gerne bei Gelegenheit zum Maultaschenessen ein. Aber unsere Messlatte ist sicher nicht die Meisterschaft."
Statt großer Titelversprechen setzt der VfB auf Kontinuität. "Wir wollen wie in den vergangenen Jahren in jedem Wettbewerb so erfolgreich wie möglich unterwegs sein", erklärte Wehrle.
Die jüngste Entwicklung gibt dem Traditionsverein durchaus Selbstvertrauen. Stuttgart qualifizierte sich zum dritten Mal in Folge für den Europapokal und erreichte nach dem DFB-Pokalsieg 2025 auch in der vergangenen Saison erneut das Pokalfinale. Dort musste sich der VfB allerdings mit 0:3 erneut dem FC Bayern geschlagen geben.
Der Bundesliga-Auftakt wird damit nicht nur zum ersten Härtetest der neuen Saison, sondern auch zu einer Standortbestimmung für beide Mannschaften. Während Bayern seine Favoritenrolle bestätigen will, hofft Stuttgart auf einen gelungenen Start und vielleicht die erste große Überraschung der Spielzeit.
OZD/AFP
OZD-Kommentar – Stuttgart setzt auf Entwicklung statt auf große Worte
Der VfB Stuttgart geht mit einer gesunden Mischung aus Selbstbewusstsein und Realismus in die neue Saison. Alexander Wehrle vermeidet bewusst überzogene Titelträume und setzt stattdessen auf nachhaltigen Erfolg. Genau diese Strategie hat den Verein in den vergangenen Jahren wieder in die Spitzengruppe des deutschen Fußballs geführt. Gegen Bayern ist der VfB Außenseiter – aber einer, der durchaus das Potenzial besitzt, für eine Überraschung zu sorgen.
Historischer Hintergrund
Der FC Bayern München und der VfB Stuttgart gehören zu den traditionsreichsten Vereinen des deutschen Fußballs. Während Bayern die Bundesliga seit Jahrzehnten prägt, hat sich Stuttgart nach schwierigen Jahren wieder als feste Größe im oberen Tabellendrittel etabliert. Mit regelmäßigen Europapokal-Teilnahmen und Erfolgen im DFB-Pokal zählt der VfB inzwischen erneut zu den ambitioniertesten Vereinen Deutschlands.
Zukunftsprognose
Der VfB besitzt gute Chancen, sich erneut für einen europäischen Wettbewerb zu qualifizieren. Entscheidend wird sein, wie konstant die Mannschaft gegen direkte Konkurrenten punktet. Für Bayern bleibt die Meisterschaft das klare Ziel. Wirtschaftlich profitieren beide Vereine von internationalen Wettbewerben durch steigende TV-Einnahmen, Sponsoring und Vermarktung. An der Börse könnte insbesondere die Aktie von Borussia Dortmund indirekt auf den Saisonverlauf der Bundesliga reagieren, während Sponsoren und Sportartikelhersteller von einer spannenden Spielzeit profitieren.
Erklärungen
Wer ist Alexander Wehrle?
Alexander Wehrle ist Vorstandsvorsitzender des VfB Stuttgart. Er verantwortet die wirtschaftliche und strategische Entwicklung des Bundesligisten und begleitet den sportlichen Aufschwung der vergangenen Jahre.
Was ist das Double?
Als Double bezeichnet man den Gewinn der Deutschen Meisterschaft und des DFB-Pokals in derselben Saison. Der FC Bayern München geht als amtierender Double-Gewinner in die neue Bundesliga-Spielzeit.
OZD-Extras
Der letzte Bundesliga-Sieg des VfB Stuttgart in München liegt bereits mehr als acht Jahre zurück. Gelingt ausgerechnet zum Saisonauftakt eine Überraschung, wäre das eines der größten Ausrufezeichen des ersten Spieltags.
Gewinnspiel
Wann gewann der VfB Stuttgart zuletzt ein Bundesligaspiel beim FC Bayern München?
A) 2015
B) 2018
C) 2020
D) 2022
https://www.online-zeitung-deutschland.de/a/46220/das-tolle-gewinnspiel-2026-gutscheine-zu-gewinnen
Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.