Fakten im Überblick
165 halbautomatische Schusswaffen in Köln und Wuppertal sichergestellt.
Sechs Tatverdächtige im Alter von 20 bis 36 Jahren festgenommen.
Ermittlungen liefen seit März 2026 verdeckt.
Bei einem umfangreichen Schlag gegen den mutmaßlich illegalen Waffenhandel haben Ermittler in Nordrhein-Westfalen insgesamt 165 halbautomatische Schusswaffen beschlagnahmt. Wie das zuständige Zollfahndungsamt Frankfurt am Main mitteilte, wurden bei Durchsuchungen in Köln und Wuppertal am vergangenen Freitag zudem sechs Tatverdächtige festgenommen. Die Ermittlungen richten sich insgesamt gegen sieben Männer im Alter zwischen 20 und 36 Jahren.
Nach Angaben des Zolls handelt es sich bei den sichergestellten Waffen um Modelle im Kaliber neun Millimeter, die als Fälschungen bekannter Markenhersteller identifiziert wurden. Neben den Schusswaffen beschlagnahmten die Einsatzkräfte auch zahlreiche Magazine sowie digitale Speichermedien, die nun ausgewertet werden.
Die Ermittlungen werden gemeinsam vom Zollfahndungsamt und der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main geführt. Sie liefen seit März 2026 verdeckt und richteten sich gegen den Verdacht des illegalen Handels mit Schusswaffen.
Für vier der Beschuldigten liegen inzwischen Haftbefehle vor. Gegen zwei der am Freitag festgenommenen Verdächtigen wurden diese am Samstag erlassen. Gegen zwei weitere Beschuldigte bestanden bereits zuvor entsprechende Haftbefehle. Die Ermittlungen dauern an. Die Behörden prüfen nun insbesondere die Herkunft der sichergestellten Waffen sowie mögliche weitere Beteiligte und Abnehmer.
OZD/AFP
OZD-Kommentar – Illegale Waffen bleiben eine wachsende Gefahr
Der Fund von 165 Schusswaffen zeigt eindrucksvoll, dass der illegale Waffenhandel in Deutschland weiterhin ein ernstes Sicherheitsproblem darstellt. Solche Waffen gelangen häufig in die Hände organisierter Kriminalität und können bei Gewalttaten eingesetzt werden. Der Ermittlungserfolg ist ein wichtiges Signal der Strafverfolgungsbehörden. Gleichzeitig macht der Fall deutlich, dass grenzüberschreitende Zusammenarbeit und konsequente Ermittlungen unverzichtbar bleiben, um den illegalen Waffenmarkt dauerhaft einzudämmen.
Historischer Hintergrund
Deutschland zählt international zu den Ländern mit einem vergleichsweise strengen Waffenrecht. Dennoch gelangen regelmäßig illegal eingeführte oder manipulierte Schusswaffen über internationale Schmuggelrouten nach Europa. Nordrhein-Westfalen mit den Ballungsräumen Köln und Wuppertal gehört aufgrund seiner zentralen Lage immer wieder zu den Schauplätzen umfangreicher Ermittlungen gegen organisierte Kriminalität und illegalen Waffenhandel.
Zukunftsprognose
Die Auswertung der sichergestellten Speichermedien dürfte weitere Erkenntnisse über Lieferketten, Käufer und mögliche internationale Verbindungen liefern. Sicherheitsbehörden rechnen damit, dass der Kampf gegen den illegalen Waffenhandel künftig noch stärker digital geführt werden muss, da Verkauf und Vermittlung zunehmend über verschlüsselte Kommunikationsdienste erfolgen. Börsenauswirkungen sind durch den Einsatz nicht zu erwarten.
Erklärungen
Was ist halbautomatische Schusswaffe?
Eine halbautomatische Schusswaffe lädt nach jedem Schuss automatisch die nächste Patrone nach. Für jeden einzelnen Schuss muss jedoch erneut der Abzug betätigt werden.
Was ist das Zollfahndungsamt?
Das Zollfahndungsamt ermittelt bundesweit gegen schwere Verstöße im Bereich Schmuggel, Waffenhandel, Geldwäsche, Steuerkriminalität und organisierte Kriminalität. Es arbeitet dabei eng mit Staatsanwaltschaften und Polizeibehörden zusammen.
OZD-Extras
Illegal gehandelte Waffen stammen häufig aus ehemaligen Krisengebieten oder werden als täuschend echte Nachbauten bekannter Hersteller produziert und anschließend auf dem Schwarzmarkt verkauft.
Gewinnspiel
Wie viele halbautomatische Schusswaffen wurden bei den Durchsuchungen in Köln und Wuppertal sichergestellt?
A) 65
B) 120
C) 165
D) 265
https://www.online-zeitung-deutschland.de/a/46220/das-tolle-gewinnspiel-2026-gutscheine-zu-gewinnen
Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.