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Fünf Tore in der Volkswagen Arena: Wolfsburg meldet sich im Aufstiegskampf zurück

Der VfL Wolfsburg beendet seine lange Heim-Durststrecke eindrucksvoll. Beim 5:1 gegen Darmstadt glänzen Glatzel und Bernhardsson mit Doppelpacks.

Fakten im Überblick

Der VfL Wolfsburg besiegt Darmstadt 98 mit 5:1 und feiert seinen ersten Heimsieg der Zweitliga-Saison.

Alexander Bernhardsson und Robert Glatzel treffen jeweils doppelt, Muhammed Damar erzielt sein erstes Tor für die Wölfe.

Mit elf Punkten rückt Wolfsburg vorerst auf Tabellenplatz vier und bleibt in unmittelbarer Nähe zu den Aufstiegsrängen.

Der VfL Wolfsburg hat seinen Heimfluch mit einem Fußballfest beendet und im Kampf um die Rückkehr in die Bundesliga ein deutliches Zeichen gesetzt. Die Niedersachsen bezwangen Darmstadt 98 am Freitagabend vor 18.345 Zuschauern in der Volkswagen Arena mit 5:1 (2:1) und feierten damit nicht nur ihren ersten Heimsieg dieser Zweitliga-Saison, sondern sogar den ersten Erfolg im eigenen Stadion seit acht Monaten. Alexander Bernhardsson (14./61.) und Robert Glatzel (40./79.) trafen jeweils doppelt, Muhammed Damar (67.) steuerte sein erstes Tor im Wolfsburger Trikot bei. Für die Gäste von Trainer Florian Kohfeldt, der von Oktober 2021 bis Mai 2022 selbst beim VfL an der Seitenlinie gestanden hatte, gelang Milan Smit in der 29. Minute lediglich der zwischenzeitliche Ausgleich. Wolfsburg reagierte damit eindrucksvoll auf das 0:1 beim FC St. Pauli sechs Tage zuvor und verbesserte sich mit elf Punkten zunächst auf Rang vier.

Dabei war der Abend lange nicht so eindeutig, wie es das Ergebnis vermuten lässt. Wolfsburg begann druckvoll und wurde bereits nach 14 Minuten belohnt. Fabian Reese behauptete den Ball an der linken Strafraumkante und bediente Bernhardsson, der aus neun Metern zur Führung traf. Darmstadt ließ sich davon nicht beeindrucken und nutzte einen Wolfsburger Fehler zum 1:1: Kai Klefisch gewann den Ball gegen Joakim Mæhle und legte für Smit auf, der in den Winkel abschloss. Kurz vor der Pause schlug Wolfsburg jedoch zurück. Bernhardsson flankte von rechts an den langen Pfosten, wo Glatzel hochstieg und per Kopf das 2:1 erzielte. „Es freut mich, dass wir auf dem Gaspedal geblieben sind. Das tut gut. Das 2:1 kurz vor der Halbzeit war der perfekte Zeitpunkt“, sagte Glatzel anschließend bei Sky.

Wie entscheidend dieser Treffer war, zeigte sich unmittelbar nach dem Seitenwechsel. Darmstadt kam entschlossen aus der Kabine und stand in der 50. Minute nur Zentimeter vor dem erneuten Ausgleich: Patric Pfeiffers Abschluss prallte nacheinander an beide Innenpfosten, fand aber nicht den Weg ins Tor. Wolfsburg überstand die gefährlichste Phase der Gäste und übernahm anschließend vollständig die Kontrolle. In der 61. Minute setzte sich Reese auf der linken Seite durch und flankte auf Bernhardsson, der aus spitzem Winkel seinen zweiten Treffer erzielte. Nur sechs Minuten später erhöhte Damar nach einem Zuspiel von Mæhle auf 4:1. Darmstadt verlor nun seine Ordnung, Wolfsburg spielte sich in einen Rausch. Glatzel köpfte nach einer weiteren Reese-Flanke in der 79. Minute zum 5:1 ein und schnürte ebenfalls seinen Doppelpack. Reese selbst fehlte nur ein Tor zu einem nahezu perfekten Abend: In der Nachspielzeit traf er noch die Latte.

Für Darmstadts Trainer Kohfeldt war besonders bitter, dass seine Mannschaft die große Möglichkeit zum 2:2 ungenutzt ließ und danach auseinanderfiel. „Wir hatten Wolfsburg genau da, wo wir sie haben wollten. Dann kriegen wir das 1:3 durch einen dummen Fehler, und dann werden wir naiv“, sagte der frühere VfL-Coach. Für Wolfsburg dagegen könnte der klare Erfolg psychologisch besonders wertvoll sein. Elf Pflichtspiele in Folge hatten die Niedersachsen zuvor vor eigenem Publikum nicht gewonnen, der letzte Heimerfolg stammte noch aus der vergangenen Bundesliga-Saison. Nun verabschiedet sich die Mannschaft von Trainer Tobias Strobl mit einem Torfestival in die dreiwöchige Länderspielpause. Nach sechs Spieltagen stehen elf Punkte zu Buche, und mit 15 Treffern besitzt Wolfsburg derzeit die beste Offensive der 2. Bundesliga. Am 10. Oktober wartet beim 1. FC Nürnberg das nächste Topspiel.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Genau solche Abende braucht ein Aufstiegsfavorit

Ein 5:1 entscheidet noch keinen Aufstiegskampf, aber für den VfL Wolfsburg könnte dieser Abend mehr wert sein als drei Punkte. Ein Absteiger mit großen Ambitionen braucht gerade im eigenen Stadion Selbstverständlichkeit – und genau die hatte Wolfsburg über Monate verloren. Gegen Darmstadt zeigte sich zudem, welches Offensivpotenzial in dieser Mannschaft steckt. Glatzel besitzt die Erfahrung und Abschlussstärke für eine lange Zweitliga-Saison, Bernhardsson bewies seine Gefährlichkeit und Reese war mit drei Torvorlagen der Mann, der nahezu jeden gefährlichen Angriff beschleunigte. Gleichzeitig darf das Ergebnis die Schwächen nicht verdecken. Nach dem 1:1 wurde Wolfsburg unsicher, kurz nach der Pause rettete beim Doppelpfosten das Aluminium vor dem möglichen 2:2. Gegen stärkere oder effizientere Gegner können solche Phasen Spiele kippen lassen. Für Wolfsburg wird deshalb entscheidend sein, die offensive Qualität mit größerer Stabilität zu verbinden. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob das 5:1 lediglich ein außergewöhnlicher Abend war oder tatsächlich der Moment, in dem der Aufstiegsfavorit auch zu Hause seinen Rhythmus gefunden hat.

Historischer Hintergrund

Für Wolfsburg ist die Saison 2026/27 mit einer ungewohnten Realität verbunden. Der deutsche Meister von 2009 kämpft in der 2. Bundesliga um die Rückkehr ins Oberhaus und gilt aufgrund seiner wirtschaftlichen Möglichkeiten und Kaderqualität als einer der prominentesten Aufstiegskandidaten. Ausgerechnet die Volkswagen Arena entwickelte sich jedoch zu einer Problemzone. Vor dem Darmstadt-Spiel hatten die Wölfe elf Pflichtspiele nacheinander zu Hause nicht gewonnen. Der letzte Heimsieg datierte vom 14. Januar, als Wolfsburg noch in der Bundesliga den FC St. Pauli mit 2:1 bezwang. Insgesamt war der Erfolg gegen Darmstadt erst der vierte Wolfsburger Heimsieg in 38 Ligaspielen. Umso größer ist die Bedeutung eines Abends, an dem der VfL seinem Publikum erstmals seit Monaten wieder einen souveränen Sieg bieten konnte.

Zukunftsprognose

Sportlich hält Wolfsburg mit elf Punkten den Kontakt zur Spitzengruppe, doch nach sechs Spieltagen ist die Tabelle noch wenig aussagekräftig. Auffällig ist vor allem die Offensivleistung: 15 Treffer bedeuten derzeit den Bestwert der Liga. Für den weiteren Saisonverlauf wird entscheidend sein, ob Trainer Tobias Strobl diese Durchschlagskraft mit defensiver Stabilität verbinden kann. Darmstadt wiederum muss vor allem seine Auswärtsbilanz verbessern. Die 1:5-Niederlage in Wolfsburg war bereits die dritte Auswärtspleite der laufenden Saison. Der lange Saisonverlauf lässt beiden Mannschaften jedoch noch ausreichend Zeit, ihre Position im Aufstiegsrennen zu verändern.

Wer ist Robert Glatzel?

Robert Glatzel ist ein deutscher Mittelstürmer, der vor dieser Saison vom Hamburger SV nach Wolfsburg wechselte. Der erfahrene Angreifer soll beim VfL eine zentrale Rolle im Kampf um den Bundesliga-Aufstieg übernehmen. Gegen Darmstadt kehrte Glatzel in die Startelf zurück und erzielte mit zwei Kopfballtreffern seine Saisontore drei und vier.

Wer war der Spieler des Abends?

Die Tore teilten sich Bernhardsson und Glatzel mit jeweils zwei Treffern, doch einen erheblichen Anteil am Wolfsburger Offensivfeuerwerk hatte Fabian Reese. Der Neuzugang bereitete drei der fünf Treffer vor und traf in der Nachspielzeit selbst noch die Latte. Der frühere Hertha-Profi war für rund acht Millionen Euro nach Wolfsburg gewechselt und zeigte gegen Darmstadt, weshalb der VfL große Erwartungen mit ihm verbindet.

OZD-Extra – Acht Monate Warten enden mit fünf Toren

Für die Wolfsburger Fans war das 5:1 mehr als ein gewöhnlicher Zweitliga-Sieg. Seit Januar hatte ihre Mannschaft in der Volkswagen Arena kein Ligaspiel mehr gewonnen. Gegen Darmstadt platzte der Knoten dafür umso eindrucksvoller. Vor 18.345 Zuschauern erzielten die Wölfe fünf Treffer – und hätten sogar noch höher gewinnen können. Besonders bemerkenswert: Mit Bernhardsson, Glatzel, Damar und dem dreifachen Vorbereiter Reese prägten gleich mehrere Offensivspieler den Abend. Für einen Aufstiegsfavoriten ist genau diese Breite im Angriff über eine lange Zweitliga-Saison von großer Bedeutung.

Gewinnspiel

Welche beiden Wolfsburger Spieler erzielten gegen Darmstadt jeweils zwei Tore?

A: Glatzel und Bernhardsson
B: Reese und Damar
C: Arnold und Glatzel
D: Damar und Bernhardsson

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.