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Mit 41 noch immer für Portugal: Cristiano Ronaldo lässt Zeitpunkt seines Abschieds offen

Cristiano Ronaldo denkt mit 41 nicht über sein letztes Länderspiel nach. Gegen Wales steht Portugals Rekordtorschütze erneut in der Startelf.

Fakten im Überblick

Cristiano Ronaldo hat den Zeitpunkt seines Abschieds aus der portugiesischen Nationalmannschaft erneut offengelassen.

Der 41-Jährige kommt bislang auf 233 A-Länderspiele und 146 Tore für Portugal.

Nationaltrainer Jorge Jesus hat bestätigt, dass Ronaldo am Donnerstag gegen Wales in der Startelf stehen wird.

Cristiano Ronaldo macht weiter – und überlässt die Frage nach seinem Abschied vorerst anderen. Der 41 Jahre alte Kapitän der portugiesischen Nationalmannschaft hat vor dem Nations-League-Spiel gegen Wales am Donnerstag (20.45 Uhr/DAZN) erneut deutlich gemacht, dass er sich nicht mit einem konkreten Termin für sein letztes Länderspiel beschäftigt. „Ich bin nicht mehr in dem Alter, um an die Zukunft zu denken. Für mich ist die Gegenwart das Wichtigste“, sagte Ronaldo am Mittwoch. Seine Zahlen für Portugal sind längst historisch: In 233 Spielen für die A-Nationalmannschaft erzielte der Angreifer 146 Tore. Trotz seines Alters und der enttäuschenden Weltmeisterschaft gehört er weiterhin zum Aufgebot der Seleção und soll auch im ersten Nations-League-Spiel nach dem Turnier eine zentrale Rolle übernehmen.

Dabei macht Ronaldo deutlich, dass er seinen Platz in der Mannschaft nicht als selbstverständlich betrachtet. Er sei bereit, die Nationalmannschaft zu verlassen, sobald dies vom Trainerstab gewünscht werde, erklärte der Kapitän. Gleichzeitig deutete er an, einen endgültigen Abschied rechtzeitig öffentlich machen zu wollen. Bereits im Sommer hatte der fünfmalige Gewinner des Ballon d'Or erklärt, die laufende Saison werde „wahrscheinlich“ seine letzte als Profi sein. Ein konkretes Karriereende steht dennoch nicht fest. Damit setzt sich eine Entwicklung fort, die Ronaldo seit Jahren begleitet: Immer wieder wird über seinen Abschied gesprochen, während er selbst seinen Blick konsequent auf das nächste Spiel richtet.

Für Portugal beginnt gleichzeitig eine neue Phase. Nach der enttäuschenden WM hat Jorge Jesus die Nationalmannschaft übernommen – und der neue Trainer kennt seinen prominentesten Spieler bestens. Ronaldo und Jesus arbeiteten bereits bei Al-Nassr zusammen und gewannen in der vergangenen Saison gemeinsam die saudische Meisterschaft. Der Kapitän bezeichnete seinen neuen Nationaltrainer nun als „die perfekte Wahl“. Jesus wiederum beseitigte vor der Partie gegen Wales jeden Zweifel an der sportlichen Rolle seines ehemaligen und nun wieder aktuellen Schützlings: Ronaldo werde in der Startelf stehen.

Das Duell mit Wales ist deshalb mehr als nur der Auftakt in eine neue Nations-League-Saison. Portugal muss nach der WM sportlich einen Neustart schaffen, während Ronaldo möglicherweise in die letzten Monate seiner außergewöhnlichen Karriere geht. Wie lange diese tatsächlich noch dauert, weiß derzeit offenbar nur der Portugiese selbst – und womöglich hat auch er noch keinen endgültigen Termin festgelegt. Klar ist vorerst nur: Solange der Trainer ihn nominiert und Ronaldo sich körperlich in der Lage sieht, will er spielen. Für einen der erfolgreichsten Torjäger der Fußballgeschichte zählt nicht das Datum seines Abschieds, sondern zunächst der nächste Abend im portugiesischen Trikot.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Der Abschied muss noch warten

Bei Cristiano Ronaldo begleitet inzwischen fast jedes Länderspiel dieselbe Frage: War es vielleicht eines seiner letzten? Mit 41 Jahren ist diese Debatte nachvollziehbar. Ronaldo selbst beantwortet sie jedoch auf seine Weise – indem er weiterspielt.

Bemerkenswert ist dabei weniger, dass er den Abschied offenlässt, sondern dass er seine Rolle ausdrücklich an die Entscheidung des Trainerteams knüpft. Jorge Jesus setzt zum Start seiner Amtszeit weiter auf den Kapitän und stellt ihn gegen Wales von Beginn an auf. Damit bleibt Ronaldo vorerst ein sportlicher Bestandteil der portugiesischen Mannschaft und nicht nur deren prominentestes Symbol.

Wie lange das funktioniert, wird sich an Leistung, Fitness und den Entscheidungen des Trainers zeigen. Ronaldo hat bereits erkennen lassen, dass auch seine Vereinskarriere ihrem Ende entgegengeht. Ein konkretes Datum gibt es aber nicht.

Realistisch ist deshalb, dass die Diskussion über seinen Abschied Portugal durch die gesamte Saison begleiten wird. Der endgültige Moment dürfte kaum überraschend kommen: Ronaldo hat selbst angedeutet, dass er ihn rechtzeitig ankündigen will.

Historischer Hintergrund

Cristiano Ronaldo debütierte im August 2003 im Alter von 18 Jahren für Portugals A-Nationalmannschaft. Seitdem entwickelte er sich über mehr als zwei Jahrzehnte zum prägenden Spieler der Seleção.

Seinen größten Erfolg mit Portugal feierte Ronaldo bei der Europameisterschaft 2016 in Frankreich. Portugal gewann das Finale gegen Gastgeber Frankreich mit 1:0 nach Verlängerung. Ronaldo musste die Partie zwar verletzt früh verlassen, feierte anschließend aber den ersten großen internationalen Titel seines Landes.

2019 gewann Portugal zudem die erstmals ausgetragene UEFA Nations League. Ronaldo prägte darüber hinaus zahlreiche Europa- und Weltmeisterschaften und stellte eine Reihe internationaler Tor- und Einsatzrekorde auf.

Auch auf Vereinsebene gehört seine Karriere zu den erfolgreichsten der Fußballgeschichte. Ronaldo spielte unter anderem für Sporting Lissabon, Manchester United, Real Madrid und Juventus Turin, bevor er nach Saudi-Arabien zu Al-Nassr wechselte.

Zukunftsprognose

Sportlich dürfte Ronaldo zumindest kurzfristig eine wichtige Rolle unter Jorge Jesus behalten. Die angekündigte Startelf-Nominierung gegen Wales zeigt, dass der neue Nationaltrainer zum Beginn seiner Amtszeit auf die Erfahrung und Torgefahr seines Kapitäns setzt.

Mittelfristig wird entscheidend sein, wie Ronaldo die Belastungen einer weiteren Saison verkraftet und welche sportliche Entwicklung Portugal unter Jesus nimmt. Der Angreifer selbst hat bereits erklärt, dass die laufende Saison „wahrscheinlich“ seine letzte als Profi sein werde.

Gesellschaftlich und international wird sein späterer Rücktritt große Aufmerksamkeit erhalten. Ronaldo gehört seit mehr als zwei Jahrzehnten zu den weltweit bekanntesten Sportlern und hat insbesondere den portugiesischen Fußball international geprägt.

Auch wirtschaftlich besitzt sein Karriereende Bedeutung für Sponsoren, Medien, Al-Nassr und den internationalen Fußballmarkt. Konkrete Auswirkungen auf börsennotierte Sportartikelhersteller, Währungen oder andere Finanzmärkte lassen sich daraus jedoch nicht belastbar ableiten.

Wer ist Cristiano Ronaldo?

Cristiano Ronaldo dos Santos Aveiro wurde am 5. Februar 1985 auf Madeira geboren. Der Portugiese gewann fünfmal den Ballon d'Or und spielte für einige der größten Vereine Europas. Mit Portugal wurde er 2016 Europameister und gewann 2019 die Nations League.

Wer ist Jorge Jesus?

Jorge Jesus ist ein portugiesischer Fußballtrainer mit jahrzehntelanger Erfahrung im internationalen Vereinsfußball. Er trainierte unter anderem Benfica Lissabon, Sporting Lissabon, Flamengo und Al-Hilal. Zuletzt arbeitete er bei Al-Nassr bereits mit Cristiano Ronaldo zusammen.

Was ist die UEFA Nations League?

Die Nations League ist ein Nationalmannschaftswettbewerb der UEFA. Die europäischen Teams treten dabei in verschiedenen Leistungsklassen gegeneinander an. Portugal gewann 2019 die erste Austragung des Wettbewerbs.

Was bedeutet Seleção?

„Seleção“ bedeutet auf Portugiesisch Auswahl. Der Begriff wird häufig als Kurzbezeichnung für die portugiesische Fußball-Nationalmannschaft verwendet.

OZD-Extra – Eine Nationalmannschaftskarriere über Generationen

Als Cristiano Ronaldo 2003 sein erstes Länderspiel absolvierte, war Portugal noch nie Fußball-Europameister geworden. Mehr als zwei Jahrzehnte später hat der Angreifer nicht nur einen EM-Titel und eine Nations League gewonnen, sondern auch eine außergewöhnliche Zahl an Spielen und Toren gesammelt.

233 Länderspiele und 146 Treffer bedeuten im Durchschnitt rund 0,63 Tore pro Partie. Noch bemerkenswerter ist die zeitliche Dimension: Zwischen seinem Debüt und dem aktuellen Nations-League-Spiel liegen mehr als 23 Jahre.

Damit hat Ronaldo mit mehreren Generationen portugiesischer Nationalspieler zusammengespielt. Nun beginnt unter Jorge Jesus ein weiteres Kapitel – möglicherweise das letzte seiner Karriere. Wann es endet, will Ronaldo noch nicht festlegen.

Gewinnspiel

Wie viele Tore hat Cristiano Ronaldo bislang für Portugals A-Nationalmannschaft erzielt?

A: 126

B: 136

C: 146

D: 156

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.