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Deutschland beginnt WM-Casting: Freigang trotz Dopingtest-Wirbel dabei – Arsenal-Talent vor Debüt

Mit Giulia Gwinn und Laura Freigang starten die DFB-Frauen in die WM-Saison. Ann-Katrin Berger pausiert, Lisa Baum erhält ihre erste Chance.

Fakten im Überblick

Kapitänin Giulia Gwinn kehrt nach ihrer Schulterverletzung für die Länderspiele gegen Australien und Japan in den DFB-Kader zurück.

Laura Freigang ist trotz eines laufenden DFB-Verfahrens zu möglichen Verstößen gegen Anti-Doping-Bestimmungen spielberechtigt und ebenfalls wieder dabei.

Stammtorhüterin Ann-Katrin Berger pausiert in Absprache mit dem DFB, während Arsenal-Talent Lisa Baum erstmals für die A-Nationalmannschaft nominiert wurde.

Die deutschen Fußballerinnen starten mit prominenten Rückkehrerinnen, einer bewussten Pause für ihre Stammtorhüterin und einem neuen Gesicht in die Saison auf dem Weg zur Weltmeisterschaft 2027. Bundestrainer Christian Wück hat seinen 24-köpfigen Kader für die Länderspiele gegen Australien und Japan bekannt gegeben – und setzt dabei auf eine Mischung aus Erfahrung und Zukunft.

Besonders wichtig ist die Rückkehr von Kapitänin Giulia Gwinn.

Die 27-Jährige vom FC Bayern München steht nach überstandener Schulterverletzung wieder zur Verfügung. Damit erhält Wück eine seiner wichtigsten Führungsspielerinnen zurück.

Auch Laura Freigang kehrt ins Aufgebot zurück.

Die Offensivspielerin von Eintracht Frankfurt war zum Abschluss der WM-Qualifikation lediglich auf Abruf nominiert worden. Ihre Berufung erhält zusätzliche Aufmerksamkeit, weil der Deutsche Fußball-Bund seit Anfang Juni mögliche Verstöße Freigangs gegen Anti-Doping-Bestimmungen prüft.

Der 28-Jährigen wird vorgeworfen, innerhalb eines Jahres dreimal versäumt zu haben, ihren aktuellen Aufenthaltsort für mögliche Dopingkontrollen korrekt anzugeben.

Eine sportrechtliche Entscheidung ist damit nicht vorweggenommen. Freigang darf derzeit eingesetzt werden.

"Sie ist spielberechtigt. Sie hat mit sportlichen Leistungen überzeugt, deswegen ist sie dabei", sagte DFB-Sportdirektorin Nia Künzer.

Sportlich besitzt die Frankfurterin starke Argumente. In zehn Saisonspielen für Eintracht Frankfurt erzielte sie sieben Treffer.

Nicht dabei ist dagegen Deutschlands erfahrene Stammtorhüterin Ann-Katrin Berger.

Die 35-Jährige von Gotham FC wird die beiden Länderspiele in Absprache mit den Verantwortlichen auslassen. Damit bietet sich für die anderen deutschen Torhüterinnen früh in der WM-Saison eine Gelegenheit, sich zu präsentieren.

Nominiert sind Laura Dick von der TSG Hoffenheim, Stina Johannes vom VfL Wolfsburg und Ena Mahmutovic vom FC Bayern München.

Eine besonders spannende Personalie findet sich in der Offensive.

Lisa Baum vom FC Arsenal wurde erstmals für die deutsche A-Nationalmannschaft berufen. Die erst 19-Jährige erhält damit ihre erste Gelegenheit, sich im Kreis des Nationalteams zu präsentieren.

Auch Bibiane Schulze Solano, Franziska Kett, Cora Zicai und Ersatztorhüterin Laura Dick kehren in den Kader zurück.

Nicht alle Personalprobleme sind damit gelöst.

In der Defensive muss Wück verletzungsbedingt auf Kathrin Hendrich und Rebecca Knaak verzichten. Angreiferin Nicole Anyomi befindet sich weiterhin im Aufbautraining und steht deshalb ebenfalls nicht zur Verfügung.

Bemerkenswert ist die internationale Zusammensetzung des deutschen Kaders.

Elf der 24 nominierten Spielerinnen stehen inzwischen bei Vereinen außerhalb Deutschlands unter Vertrag.

Die Liste reicht von England und Frankreich über Spanien bis in die USA. Spielerinnen wie Sjoeke Nüsken vom FC Chelsea, Jule Brand von Olympique Lyon, Lea Schüller von Manchester United, Elisa Senß von Real Madrid oder Carlotta Wamser von Manchester City sammeln Woche für Woche Erfahrungen in unterschiedlichen europäischen Spitzenligen.

Hinzu kommen Marie Müller von Portland Thorns FC und Melissa Kössler von Denver Summit FC aus den Vereinigten Staaten.

Diese zunehmende Internationalisierung könnte auf dem Weg zur Weltmeisterschaft in Brasilien eine wichtige Rolle spielen.

Das große Ziel ist klar definiert: Die WM 2027 findet vom 24. Juni bis 25. Juli in Brasilien statt.

Wück beginnt nun mit dem nächsten Abschnitt seiner Kaderplanung. Dabei sollen die Spiele gegen Australien und Japan bewusst hohe Anforderungen stellen.

"Mit Australien und Japan treffen wir auf zwei qualitativ sehr gute Gegner", sagte der Bundestrainer.

Wück sieht die Begegnungen nicht als gewöhnliche Testspiele, sondern als Bestandteil der langfristigen Vorbereitung auf das Turnier in Südamerika.

"Genau solche Spiele brauchen wir, um die Mannschaft weiterzuentwickeln und die nächsten Schritte einzuleiten."

Deutschland trifft am 9. Oktober in Karlsruhe auf Australien. Vier Tage später folgt am 13. Oktober in Bremen das Duell mit Japan.

Beide Gegner stehen für unterschiedliche Herausforderungen. Australien gehört seit Jahren zu den etablierten Mannschaften im internationalen Frauenfußball. Japan zählt technisch und taktisch zu den anspruchsvollsten Teams Asiens und verfügt über große WM-Erfahrung.

Für Wück beginnt damit auch ein langfristiges Casting.

Etablierte Spielerinnen müssen ihre Position bestätigen, Rückkehrerinnen sollen sich wieder integrieren und junge Talente wie Baum bekommen die Gelegenheit, sich frühzeitig für eine Rolle im WM-Team zu empfehlen.

Der Konkurrenzkampf dürfte in den kommenden Monaten zusätzlich zunehmen.

Zum Jahresabschluss plant der DFB weitere Tests außerhalb Europas. Wück kündigte an, dort gegen WM-Teilnehmer antreten zu wollen. Welche Mannschaften die Gegner sein werden, steht noch nicht fest.

Damit führt der Weg Richtung Brasilien für die DFB-Frauen zunächst über Karlsruhe und Bremen – mit einer zurückgekehrten Kapitänin, einer pausierenden Stammtorhüterin und mehreren Spielerinnen, die ihre Chance im beginnenden WM-Casting nutzen wollen.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Jetzt beginnt der echte Konkurrenzkampf um Brasilien

Die Weltmeisterschaft 2027 scheint noch weit entfernt. Für Christian Wück beginnt die entscheidende Arbeit am zukünftigen WM-Kader jedoch schon jetzt.

Die Rückkehr von Giulia Gwinn ist sportlich und für die Hierarchie der Mannschaft wichtig. Als Kapitänin kann sie einer Mannschaft Orientierung geben, die sich in den kommenden Monaten weiter verändern dürfte.

Die Pause von Ann-Katrin Berger wiederum eröffnet anderen Torhüterinnen eine Gelegenheit. Gerade in Testspielen gegen starke Gegner kann Wück herausfinden, welche Alternativen unter internationalem Druck bestehen.

Bei Laura Freigang müssen sportliche und sportrechtliche Fragen sauber getrennt werden. Solange sie spielberechtigt ist und keine abschließende Entscheidung im laufenden Verfahren gefallen ist, kann der Bundestrainer ihre Leistungen für die Nominierung berücksichtigen.

Besonders interessant ist die Berufung von Lisa Baum. Eine WM-Mannschaft entsteht nicht erst wenige Monate vor einem Turnier. Junge Spielerinnen müssen früh genug die Gelegenheit erhalten, sich an Tempo, Druck und Abläufe einer A-Nationalmannschaft zu gewöhnen.

Die realistische Prognose: Der Kader bis Brasilien wird sich noch deutlich verändern. Die Spiele gegen Australien und Japan sind deshalb weniger eine endgültige Auswahl als der Beginn eines langen Konkurrenzkampfs um die WM-Plätze.

Historischer Hintergrund

Deutschland gehört zu den erfolgreichsten Nationen im internationalen Frauenfußball.

Die DFB-Frauen wurden 2003 und 2007 Weltmeister und gewannen acht Europameisterschaften. Hinzu kommt der Olympiasieg von Rio de Janeiro 2016.

Nach wechselhaften Jahren versucht der DFB, die Nationalmannschaft wieder dauerhaft in der absoluten Weltspitze zu etablieren.

Christian Wück übernahm die DFB-Frauen nach den Olympischen Spielen 2024. Der frühere Bundesligaprofi hatte zuvor insbesondere mit Deutschlands U17-Junioren große Erfolge gefeiert.

Das nächste große Ziel führt nach Südamerika. Brasilien richtet 2027 erstmals eine Frauen-Weltmeisterschaft aus.

Zukunftsprognose

Sportlich wird Wück in den kommenden Monaten vor allem die Breite seines Kaders testen müssen. Verletzungen während einer WM-Vorbereitung können die Planungen jederzeit verändern.

Die wachsende Zahl deutscher Nationalspielerinnen bei internationalen Spitzenvereinen könnte dabei zum Vorteil werden. Elf der aktuell 24 Nominierten spielen außerhalb Deutschlands und sammeln Erfahrungen in verschiedenen Fußballkulturen und Topligen.

Für den deutschen Frauenfußball besitzt die WM 2027 auch wirtschaftliche Bedeutung. Gute Leistungen der Nationalmannschaft können Zuschauerinteresse, Sponsoring, TV-Reichweiten und die Wahrnehmung der Frauen-Bundesliga beeinflussen.

International nimmt der Wettbewerb gleichzeitig zu. England, Spanien, die USA, Japan, Australien und weitere Nationen investieren intensiv in den Frauenfußball. Deutschland trifft deshalb auf ein zunehmend breites Feld leistungsstarker Konkurrenten.

Wer ist Giulia Gwinn?

Giulia Gwinn ist Kapitänin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft und spielt für den FC Bayern München. Die vielseitige Außenverteidigerin gehört seit Jahren zu den prägenden Spielerinnen des DFB-Teams.

Nach einer Schulterverletzung kehrt sie nun in die Nationalmannschaft zurück.

Wer ist Laura Freigang?

Laura Freigang ist Offensivspielerin von Eintracht Frankfurt und deutsche Nationalspielerin. In der laufenden Saison überzeugte sie mit sieben Toren in zehn Pflichtspielen.

Der DFB prüft mögliche Verstöße gegen Anti-Doping-Bestimmungen im Zusammenhang mit Angaben zu ihrem Aufenthaltsort. Freigang ist derzeit spielberechtigt.

Wer ist Ann-Katrin Berger?

Ann-Katrin Berger ist eine deutsche Torhüterin und spielt für Gotham FC in den USA. Die erfahrene Nationalspielerin gehört zu den wichtigsten deutschen Torhüterinnen der vergangenen Jahre.

Die Spiele gegen Australien und Japan lässt sie in Absprache mit dem DFB aus.

Wer ist Lisa Baum?

Lisa Baum ist eine 19 Jahre alte deutsche Offensivspielerin des FC Arsenal. Sie wurde erstmals für die A-Nationalmannschaft nominiert und erhält gegen Australien und Japan die Chance, sich im WM-Casting von Christian Wück zu präsentieren.

Wann findet die Frauen-WM 2027 statt?

Die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen wird vom 24. Juni bis zum 25. Juli 2027 in Brasilien ausgetragen.

Es ist die erste Frauen-Weltmeisterschaft in Südamerika. Für Deutschland beginnt mit der aktuellen Länderspielphase die langfristige Vorbereitung auf das Turnier.

Der DFB-Kader gegen Australien und Japan

Tor: Laura Dick (TSG Hoffenheim), Stina Johannes (VfL Wolfsburg), Ena Mahmutovic (Bayern München)

Abwehr: Giulia Gwinn, Franziska Kett (beide Bayern München), Sophia Kleinherne, Camilla Küver, Janina Minge (alle VfL Wolfsburg), Marie Müller (Portland Thorns FC), Bibiane Schulze Solano (Athletic Bilbao), Carlotta Wamser (Manchester City)

Mittelfeld/Angriff: Lisa Baum (FC Arsenal), Jule Brand (Olympique Lyon), Klara Bühl (Bayern München), Selina Cerci (FC Arsenal), Linda Dallmann (Bayern München), Vivien Endemann (FC Liverpool), Laura Freigang (Eintracht Frankfurt), Melissa Kössler (Denver Summit FC), Larissa Mühlhaus (Eintracht Frankfurt), Sjoeke Nüsken (FC Chelsea), Lea Schüller (Manchester United), Elisa Senß (Real Madrid), Cora Zicai (VfL Wolfsburg)

OZD-Extra – Fast die Hälfte des DFB-Kaders spielt im Ausland

Die Zusammensetzung des aktuellen Aufgebots zeigt, wie international der deutsche Frauenfußball inzwischen geworden ist.

Elf von 24 Spielerinnen stehen bei ausländischen Vereinen unter Vertrag. Besonders die englische Women's Super League zieht deutsche Nationalspielerinnen an.

Gleichzeitig spielen deutsche Auswahlspielerinnen bei europäischen Schwergewichten wie Real Madrid, Olympique Lyon und Athletic Bilbao sowie bei Klubs in den USA.

Für Wück kann diese Entwicklung wertvoll sein. Seine Spielerinnen lernen unterschiedliche taktische Systeme, Trainingsmethoden und Fußballkulturen kennen.

Wirtschaftlich zeigt die Entwicklung zugleich den wachsenden internationalen Wettbewerb um die besten Spielerinnen. Investitionen großer europäischer Klubs, steigende Medienpräsenz und neue professionelle Strukturen erhöhen die Attraktivität des Frauenfußballs.

Direkte Auswirkungen auf Aktien, Rohstoffe oder Währungen sind nicht zu erwarten. Für Sponsoren, Medienunternehmen und Fußballvereine gewinnt der internationale Frauenfußball jedoch weiter an wirtschaftlicher Bedeutung.

Gewinnspiel

In welchem Land findet die Frauen-Weltmeisterschaft 2027 statt?

A: Deutschland

B: Australien

C: Brasilien

D: Spanien

Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.