Fakten im Überblick
Charles Leclerc erzielt im Ferrari Bestzeit im zweiten Training in Sepang.
Mercedes zeigt sich nach Upgrades weiter unauffällig und sucht nach Tempo.
Wegen einer Absage 2026 fungiert Bahrain nun in Malaysia als Gastgeber der Formel 1.
Der Auftakt zum Formel-1-Rennwochenende in Sepang sorgt für viel Gesprächsstoff im Fahrerlager. Charles Leclerc im Ferrari setzte im zweiten freien Training mit einer Zeit von 1:37,528 Minuten die Tagesbestzeit, während Max Verstappen im Red Bull im ersten Training noch minimal schneller war und mit 1:37,520 Minuten glänzte. Red Bull zeigte dabei in beiden Sessions einen überzeugenden Eindruck, vor allem Verstappens Auto bewährte sich auch in den Rennsimulationen. Die Favoritenrolle jedoch bleibt vor dem Rennen offen, da sich keines der Top-Teams deutlich absetzen konnte.
Im Fokus der Aufmerksamkeit stand erneut Mercedes, das Team rund um Kimi Antonelli reiste mit umfangreichen Upgrades nach Malaysia und kämpft weiterhin mit der Abstimmung. Der WM-Spitzenreiter Antonelli konnte in den Trainings mit den Plätzen fünf und acht nicht in den Kampf um die Spitzenpositionen eingreifen, während sein Teamkollege George Russell beide Sessions vor ihm abschloss. Russell schöpfte nach dem Erfolg von Baku neue Hoffnung im Titelkampf. Dennoch suchen die Silberpfeile auch auf dem Sepang International Circuit weiter nach dem richtigen Weg.
Das diesjährige Rennen liefert aus mehreren Gründen eine besondere Geschichte: Ursprünglich sollte der Große Preis von Bahrain im Frühjahr stattfinden, doch wegen eines anhaltenden Konflikts in der Region wurde das Event damals abgesagt. Bis heute konnte das Rennen nicht nachgeholt werden, weshalb Bahrain am Sonntag als Gastgeber in Sepang auftritt. Für viele der 22 Fahrer ist es die erste Begegnung mit dem traditionsreichen Kurs nahe Kuala Lumpur, während Routiniers wie Max Verstappen bereits mit dem Asphalt vertraut sind. Verstappen zeigte sich zum Auftakt komfortabel, ist seit Monaten regelmäßig auf dem Podest vertreten und möchte die Saison keinesfalls ohne Sieg beenden. Wie er betonte: "Mindestens einen" wolle er noch holen – ein Jahr ohne Red-Bull-Erfolg hat Verstappen noch nie erlebt. Die Fans freuen sich jetzt auf ein spannendes Rennen in Malaysia, in dem alles möglich scheint.
OZD/AFP
OZD-Kommentar – Ferrari glänzt – Mercedes kämpft noch
Nach den Trainings in Sepang bleibt der Konkurrenzkampf in der Formel 1 so offen wie selten. Ferrari und Red Bull bewegen sich auf Augenhöhe, während Mercedes weiter nach dem entscheidenden Schritt sucht. Die neuen Upgrades am Silberpfeil zeigen noch keinen durchschlagenden Erfolg, und insbesondere Kimi Antonelli steht vor der Herausforderung, seine starke WM-Position zu bestätigen. George Russell sendet derweil ein Signal mit seiner Beständigkeit. Auch die ungewöhnliche Konstellation eines Bahrain-Grand-Prix in Malaysia sorgt für zusätzliche Spannung im Titelkampf. Sollte Mercedes bis zum Rennen keine Stabilität finden, droht der Vorteil im WM-Rennen rasch zu schwinden – es bleibt für die Silberpfeile ein Wochenende der Bewährungsprobe.
Historischer Hintergrund
Sepang ist eine traditionsreiche Strecke nahe Kuala Lumpur und war über viele Jahre ein bedeutender Teil im Formel-1-Kalender. Aufgrund der Absage des ursprünglich geplanten Bahrain-Rennens im Frühjahr 2026 infolge eines regionalen Konflikts findet das Formel-1-Wochenende nun in Malaysia statt, wobei Bahrain als Gastgeber fungiert. Für zahlreiche Piloten ist es die erste Erfahrung auf diesem legendären Kurs.
Zukunftsprognose
Das Ergebnis in Sepang könnte die WM-Dynamik beeinflussen, insbesondere da Mercedes nach Antworten sucht und Ferrari sowie Red Bull ein deutlich stärkeres Bild abgeben. Politische Unsicherheiten könnten auch in Zukunft zu weiteren Rennverlegungen führen. Die Resonanz auf das Malaysia-Comeback entscheidet womöglich, ob Sepang langfristig wieder regelmäßig in den Formel-1-Kalender aufgenommen wird.
Erklärungen
Was ist das Formel-1-Training
Freie Trainings dienen dazu, Einstellungen der Autos und Reifen für Strecke und Wetter zu testen. Teams und Fahrer sammeln Daten, um das optimale Setup für Qualifying und Rennen zu finden.
Wer ist Kimi Antonelli
Kimi Antonelli fährt für Mercedes und führt aktuell die Formel-1-Weltmeisterschaft an.
OZD-Extras
Die ungewöhnliche Übergabe des Bahrain-Rennens an den Kurs in Sepang unterstreicht, wie flexibel die Formel 1 angesichts globaler Ereignisse agieren kann. Logistische Herausforderungen entstehen, wenn Teams kurzfristig auf neue Strecken umplanen müssen. Einen direkten Einfluss auf Börsen oder Rohstoffmärkte hat das Formel 1-Training dabei nicht.
Gewinnspiel
Auf welcher Strecke findet der Bahrain-GP 2026 statt
A) Sepang
B) Monaco
C) Spa-Francorchamps
D) Silverstone
Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.