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Hütter kritisiert Eintracht Abwehr nach Klatsche in Leipzig

Frankfurts Trainer Hütter zeigt sich nach dem 0:6 in Leipzig tief enttäuscht. Die Defensive ist für ihn nicht bundesligatauglich. Hoffnung bleibt dennoch.

Fakten im Überblick

Eintracht Frankfurt verliert auswärts 0:6 gegen RB Leipzig.

Trainer Hütter kritisiert offen die Defensive und fordert Besserung.

Frankfurt kassiert nach fünf Bundesliga-Spieltagen bereits 16 Gegentore.

Eintracht Frankfurt hat in der Bundesliga eine schwere Niederlage kassiert: Mit 0:6 musste sich die Mannschaft von Trainer Adi Hütter bei RB Leipzig geschlagen geben. Bereits nach fünf Minuten hatten Ezechiel Banzuzi und Christopher Nkunku früh für klare Leipziger Verhältnisse gesorgt. Nkunku traf insgesamt dreimal. Auch Antonio Nusa und Tidiam Gomis trugen sich in die Torschützenliste ein. Nach nur fünf Spieltagen stehen bei Frankfurt bereits 16 Gegentore zu Buche – ein Wert, der das Selbstvertrauen in die Defensive erschüttert.

Adi Hütter, der zur neuen Saison als Hoffnungsträger und Nachfolger von Albert Riera nach Hessen zurückgekehrt war, zeigte sich nach dem Debakel tief enttäuscht von der Stabilität seines Teams. "Die Gegentore waren viel zu einfach. Wenn du hier in Leipzig so verteidigst und in solche Konter läufst, ist das was das Verteidigen betrifft einfach nicht bundesligatauglich", stellte Hütter klar. Besonders die Leistung von Abwehrchef Robin Koch geriet in den Fokus. Koch, als Kapitän und Führungsspieler geholt, musste bereits zur Halbzeit weichen. Hütter begründete diese Entscheidung offen: Er habe Koch "erlöst" und erklärte: "Von einem Führungsspieler und Kapitän erwarte ich einfach etwas anderes. Wenn du 16 Tore bekommst und Leader in der Abwehr bist, dann setze ich irgendwann auch mal ein Zeichen. Das hat mir überhaupt nicht gefallen. Ich erwarte mehr von Robin." Ein Einzelsündenbock wolle er dennoch nicht ausmachen und betonte: "Wir gewinnen und verlieren als Mannschaft. Ich bin der Verantwortliche".

Der Coach bemängelte insgesamt, dass seine Elf "Leidenschaft, Mentalität und die Bereitschaft" habe vermissen lassen. Trotz aller Enttäuschung glaubt Hütter weiter an das Potenzial seines Teams: "Trotz allem glaube ich an die Mannschaft. Wir haben Potenzial, das haben wir heute phasenweise gesehen. Die Mannschaft kann durchaus guten Fußball spielen." Den schwachen Start, so Hütter, habe er sich "natürlich" anders vorgestellt. Nachdem der Kader im Sommer stark umgebaut wurde, bat Hütter nun auch um "Geduld", betonte aber, dass sich die Eintracht vor allem in der Defensive deutlich steigern müsse. Nach dem 0:6 bleibe die Frage: "Wo sind die Argumente bei einem 0:6? Da hat man nicht viele." Die Hoffnung auf Besserung gibt dieser Rückschlag trotzdem nicht auf.

OZD/AFP

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OZD-Kommentar – Eintracht braucht echte Führung

Frankfurt ist nach dem 0:6 in Leipzig an einem sportlichen Tiefpunkt angekommen. Trainer Adi Hütter spart nicht an klaren Worten und tut damit das einzig Richtige, denn bei 16 Gegentoren nach fünf Spieltagen helfen keine Durchhalteparolen. Vor allem von einem Kapitän wie Robin Koch müssen jetzt Zeichen kommen – nicht nur auf dem Papier, sondern auf dem Rasen. Doch das Kernproblem liegt tiefer: Die Eintracht wartet noch immer auf ein neues Gerüst, auf Führung und defensive Stabilität. Hütters Appell an Teamgeist und Potential mutet realistisch an, doch Worte allein bringen keinen Neustart. Nur eine stringente Defensive kann Frankfurt aus der Krise führen. Sollte das Team weiter so auftreten, droht eine Saison im Niemandsland der Tabelle – sofern nicht der Abstiegskampf ruft.

Historischer Hintergrund

Eintracht Frankfurt spielt seit Jahrzehnten in der Fußball-Bundesliga und blickt auf bewegte Jahre mit Erfolgen und Umbrüchen zurück. Im Sommer kehrte Adi Hütter als Trainer zu den Hessen zurück, nachdem er zuvor schon einmal bei Frankfurt gearbeitet hatte. Die Rückkehr erfolgte nach dem Weggang von Albert Riera und führte zu einem Umbruch mit zahlreichen Spielertransfers, der sich nun auch auf dem Platz bemerkbar macht.

Zukunftsprognose

Sollte sich die Defensive der Eintracht nicht stabilisieren, könnte der Verein rasch in größere Abstiegsgefahr geraten. Die jüngste Kritik von Trainer Hütter wird voraussichtlich für Unruhe sorgen, könnte aber auch als Weckruf wirken. Es ist möglich, dass in den kommenden Wochen weitere personelle Veränderungen im Kader oder in der Struktur der Abwehr erfolgen. International dürften die Auswirkungen gering bleiben, da beide Clubs keinen unmittelbaren Einfluss auf den europäischen Wettbewerb haben.

Erklärungen

Was bedeutet bundesligatauglich?

Bundesligatauglich beschreibt im deutschen Fußball die Fähigkeit eines Spielers oder einer Mannschaft, das Niveau der höchsten Liga zu erfüllen. Es geht um Qualität, Konstanz und Wettbewerbsfähigkeit auf Topniveau.

OZD-Extras

Eintracht Frankfurt kassierte in den letzten zehn Saisons nie so viele Gegentore nach fünf Spieltagen wie aktuell mit Adi Hütter. An der Börse hat das Ergebnis keinen direkten Einfluss, mittelbar könnten sportliche Misserfolge jedoch das Umfeld verunsichern.

Gewinnspiel

Wie viele Gegentore hat Eintracht Frankfurt nach fünf Bundesliga-Spieltagen kassiert?

A) 16

B) 10

C) 8

D) 20

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.