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Warum das passende Auto Fahrer wirklich glücklich macht

Der SKL-Glücksatlas zeigt: Entscheidend beim Autofahren ist nicht der Preis, sondern ob das Fahrzeug zu einem passt. Zufriedenheit hat andere Gründe.

Fakten im Überblick

Eine Sonderstudie des SKL-Glücksatlas zeigt: Fahrzufriedenheit hängt vor allem davon ab, ob das Auto zur Person passt.

Der Kaufpreis hat laut Umfrage wenig Einfluss auf das Fahrer-Glück; auch günstigere Autos machen zufrieden.

Elektroautofahrer sind etwas zufriedener als Verbrennerfahrer, motivierte Leistungstypen haben den höchsten Fahrspaß.

Das richtige Auto kann die Zufriedenheit hinter dem Steuer erheblich steigern – das ist das zentrale Ergebnis einer bundesweiten Umfrage, die in einer Sonderstudie des SKL-Glücksatlas veröffentlicht wurde. Entscheidend ist laut Befragung, wie sehr das Fahrzeug dem eigenen Typ entspricht und nicht, wie teuer es war. Die Studie, die sich auf die Aussagen von über 3700 Befragten zwischen 18 und 71 Jahren stützt, kommt zu dem überraschenden Schluss: Menschen, die glauben, ihr Wagen passt zu ihnen, bewerten ihre Zufriedenheit beim Fahren deutlich höher als jene, bei denen das nicht der Fall ist. Konkret lag der Unterschied bei 1,82 Punkten auf einer Zehnerskala – ein bemerkenswerter Wert.

Ganz erstaunlich schneidet dabei der Einfluss des Kaufpreises ab. Wer weniger als 10.000 Euro ausgegeben hatte, lag mit seiner Fahrzufriedenheit sogar leicht vor denen, die mehr als 50.000 Euro für ihr Fahrzeug gezahlt haben. Den Spitzenwert erreichten allerdings jene, die ein Auto der Mittel- bis Oberklasse zwischen 25.000 und 50.000 Euro besitzen. Sie kamen auf 8,06 Punkte, während der Durchschnitt für alle Befragten bei 7,78 Punkten lag. Auch der Antrieb ist laut Studie von Bedeutung: Fahrer von Elektroautos berichten von einer etwas höheren Zufriedenheit als jene mit klassischen Verbrennern – und dieser Vorsprung bleibt sogar bestehen, wenn Unterschiede wie Alter oder Einkommen herausgerechnet werden.

Die persönlichen Motive für das Autofahren beeinflussen das Lebensglück am Steuer stark. Besonders sogenannte Leistungstypen, die Herausforderungen und die Möglichkeit, ihr Fahrkönnen unter Beweis zu stellen suchen, fühlen sich am wohlsten – mit einem Spitzenwert von 8,12 Zufriedenheitspunkten. Am wenigsten genießen die sogenannten Erregungstypen den Alltag im Auto; sie suchen offenbar mehr Abenteuer als der übliche Straßenverkehr bieten kann und bewerten ihr Fahrerlebnis entsprechend mit niedrigen Werten. Sicherheitstypen, deren Freude auf Routine und Kontrolle im Auto beruht, finden sich mit 7,85 Punkten im Mittelfeld.

Ebenso wird das Glück am Steuer von der jährlichen Fahrleistung beeinflusst. Am zufriedensten sind diejenigen, die zwischen 15.000 und 30.000 Kilometer pro Jahr unterwegs sind. Unterhalb von 5.000 Kilometern bleibt der Fahrspaß dagegen auf der Strecke, während Vielfahrer jenseits von 30.000 Kilometern das Autofahren als weniger erfüllend erleben, was vor allem auf Stress und Zeitdruck zurückgeführt wird. Die Ergebnisse wurden online erhoben, wobei das Marktforschungsinstitut Ipsos im Auftrag der Süddeutschen Klassenlotterie (SKL) die Befragung durchführte. Seit 2022 erscheint der Glücksatlas regelmäßig und liefert immer wieder neue Erkenntnisse über die Zusammenhänge zwischen Lebensstil, Konsum und subjektivem Glück.

OZD/AFP

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OZD-Kommentar – Passend statt protzig

Die Erkenntnisse des SKL-Glücksatlas sind ein Schlag für den Mythos, nur teure Autos ständen für maximales Fahrglück. Die Zahlen belegen klar, dass persönlicher Bezug und individuelle Passung mehr darüber aussagen, wie viel Freude und Zufriedenheit ein Auto bereitet. Besonders bemerkenswert ist, dass der Kaufpreis im Alltag kaum eine Rolle spielt – das fordert gängige Vorstellungen über finanziellen Status und Glück heraus. Es geht offenbar ums Identitätsgefühl, ums sich Verstanden- und Sicherfühlen, statt um Prestige von außen. Vielleicht nimmt diese Erkenntnis den Druck, sich über Statussymbole definieren zu müssen, und lenkt den Blick wieder auf das Wesentliche: Das eigene Gefühl am Steuer. Es ist durchaus denkbar, dass sich mit mehr Bewusstsein für die eigenen Bedürfnisse beim Autokauf auch Stress und Unzufriedenheit langfristig reduzieren lassen.

Historischer Hintergrund

Der SKL-Glücksatlas untersucht seit 2022 die Lebenszufriedenheit in Deutschland und wird von der Süddeutschen Klassenlotterie herausgegeben. Die Befragung zu Thema Autofahren wurde im Juni des vergangenen Jahres durchgeführt und basiert auf Antworten von 3701 Menschen zwischen 18 und 71 Jahren. Die Studie zeigt, dass sich die Forschungsinteressen zunehmend auf die Wechselwirkung von Konsumverhalten, individueller Passung und subjektivem Wohlbefinden konzentrieren. Damit knüpft sie an den gesellschaftlichen Trend an, persönliche Zufriedenheit nicht mehr allein über materielle Werte hinaus zu betrachten, sondern stärker psychologische und soziale Aspekte einzubeziehen.

Zukunftsprognose

Es ist zu erwarten, dass Autohändler und Hersteller verstärkt auf Individualisierung und Beratung setzen, um die optimale Passung von Kunden und Fahrzeug zu ermöglichen. Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen könnte auf Grundlage der höheren Zufriedenheit weiter steigen, wenn diese Entwicklung von politischen und wirtschaftlichen Faktoren unterstützt wird. Gesellschaftlich könnte die neue Wertschätzung von persönlicher Passung anstelle von Status über den Preis zu bewussteren Kaufentscheidungen führen. International bleibt die Frage offen, ob sich ein ähnlicher Wandel auch in anderen Ländern zeigt – wobei kulturelle Unterschiede bei Mobilität und Statusdenken zu berücksichtigen sind.

Erklärungen

Was ist der SKL-Glücksatlas

Der SKL-Glücksatlas ist eine in Deutschland regelmäßig erscheinende Studie. Sie untersucht, wie zufrieden Menschen hierzulande mit verschiedenen Lebensbereichen sind. Die Studie wird von der Süddeutschen Klassenlotterie veröffentlicht und basiert auf repräsentativen Befragungen.

Was versteht man unter Fahrzufriedenheit

Fahrzufriedenheit beschreibt, wie glücklich oder zufrieden eine Person beim Autofahren ist. Sie wird oft mithilfe von Umfragen und Skalen erfasst und kann durch viele Faktoren wie Autotyp, persönliche Motive und Fahrerlebnisse beeinflusst werden.

OZD-Extras

Ein überraschender Fakt: Die höchste Fahrzufriedenheit wurde bei einer mittleren Fahrleistung zwischen 15.000 und 30.000 Kilometern im Jahr gemessen, nicht bei Viel- oder Wenigfahrern.

Der Einfluss der SKL-Glücksatlas-Studie auf den Automarkt könnte auch börsennotierte Autohersteller dazu veranlassen, ihr Marketing stärker auf die individuelle Passung als allein auf Luxus und Preis zu fokussieren. Ob dies tatsächlich Aktienkurse beeinflusst, bleibt aber abzuwarten. Sollte die Nachfrage nach Elektroautos durch die Zufriedenheitswerte steigen, könnten Aktien solcher Hersteller perspektivisch profitieren.

Gewinnspiel

Wie bewertet der SKL-Glücksatlas die Fahrzufriedenheit?

A) Mit einer Skala von null bis zehn Punkten

B) Mit einer einfachen Ja-Nein-Frage

C) Mit einem Sternesystem von eins bis fünf

D) Über ausgezählte Kilometer pro Jahr

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.