Fakten im Überblick
Nico Sturm wird im NHL-Spiel von Minnesota Wild am Kopf getroffen.
Nach dem Unfall wird Sturm ins Krankenhaus gebracht und fällt aus.
Bereits in der Vorbereitung gab es bei Minnesota eine Kopfverletzung.
Eishockey-Nationalspieler Nico Sturm hat im Spiel der Minnesota Wild gegen die Vegas Golden Knights eine schwere Kopfverletzung erlitten und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Der 31-jährige Augsburger wurde am Ende des ersten Drittels bei einem Torschussversuch von seinem Mitspieler Jared Spurgeon an der rechten Kopfseite von einem Puck getroffen. Nach dem harmlos wirkenden Moment blieb Sturm regungslos liegen, bis er von Mitspieler Michael McCarron und einem Betreuer vom Eis gestützt wurde. Über seinen genauen Gesundheitszustand wurden zunächst keine Informationen bekanntgegeben. Coach John Hynes bestätigte lediglich die vorsorglichen medizinischen Maßnahmen und kündigte an, dass Sturm voraussichtlich mindestens das nächste Spiel verpassen wird.
Mitspieler Michael McCarron, der Sturm nach der Verletzung vom Eis führte, berichtete, das Geschehen habe ihn stark bewegt. "Es tat mir furchtbar leid. Wir als vierte Reihe wollen ja immer vors Tor, und ständig fliegen die Pucks an uns vorbei. Das ist ein ziemlich gefährlicher Bereich. Deshalb gehen nicht viele Spieler gerne vors Tor. Es ist beängstigend dort, und ich hoffe einfach, dass alles gut für ihn läuft. Als ich ihn nach dem ersten Drittel sah, schien es ihm gut zu gehen", sagte McCarron. Er erinnerte sich zudem an einen Vorfall aus der Vorbereitung, als Verteidiger Brock Faber nach einem ähnlichen Zusammenstoß einen Schädelbruch erlitt. "Er hielt sich das Ohr, ungefähr an derselben Stelle", beschrieb McCarron die unmittelbare Reaktion seines Teamkollegen Sturm.
Der Vorfall macht deutlich, wie schnell und gefährlich Situationen beim Eishockey trotz Helmpflicht und moderner Ausrüstung werden können. Die Minnesota Wild mussten in dieser Saison bereits einen weiteren Ausfall wegen einer Kopfverletzung verkraften, als Faber nach einem Vorbereitungsspiel mit einer schweren Diagnose pausieren musste. Sturm, der als Nationalspieler auch für die deutsche Auswahl auflief, wird dem Team nun vorerst fehlen und ist wohl erst nach vollständiger Genesung wieder eine Option.
OZD/AFP
OZD-Kommentar – Kopftreffer im Eishockey bleiben ein großes Risiko
Der Unfall um Nico Sturm verdeutlicht erneut, wie gefährlich Eishockey trotz moderner Helme und Schutzausrüstung bleibt. Pucktreffer am Kopf sind keine Seltenheit, doch sie sorgen unter Spielern und Zuschauern jedes Mal für einen Schockmoment. Wer vors Tor geht, wie Michael McCarron schildert, geht stets ein zusätzliches Wagnis ein. Es ist bezeichnend, dass Mitspieler Angst und Respekt vor diesem Bereich haben. Die Sorgen sind verständlich, denn selbst harmlos wirkende Situationen enden mit schweren Verletzungen. Die NHL und andere Ligen werden weitere Schutzmaßnahmen prüfen müssen, um Kopfverletzungen besser vorzubeugen. Für Sturm und sein Team bleibt zu hoffen, dass er bald vollständig genesen auf das Eis zurückkehren kann. Wahrscheinlich wird der Ruf nach noch mehr Sicherheit auf dem Eis künftig weiter wachsen.
Historischer Hintergrund
Eishockey zählt zu den körperlichsten Sportarten der Welt. Trotz moderner Helme und Schutzkleidung sind Kopfverletzungen, wie sie Nico Sturm nun erlitt, weiter ein großes Thema. Besonders in Torraumnähe steigt das Risiko massiv, weil abgefälschte oder direkt abgegebene Schüsse unvorhersehbar auf den Körper treffen können. Bereits in der Vorbereitung mussten die Minnesota Wild auf Brock Faber verzichten, der eine schwere Schädelverletzung erlitt. Solche Vorfälle prägen die Debatte um Sicherheit im Profisport weltweit.
Zukunftsprognose
Für Nico Sturm dürfte zunächst die gesundheitliche Erholung im Fokus stehen. Für die Minnesota Wild könnte sein Ausfall schwer wiegen, da Erfahrung und Leidenschaft fehlen werden. Die NHL als Liga steht unter Druck, weitere Lösungen für mehr Spielerschutz zu bieten. Es ist möglich, dass die Zahl der Warnhinweise und zusätzlichen Schutzausrüstungen steigt. Auch das Spielverhalten im Torraum könnte sich ändern, wenn sich gefährliche Unfälle in kurzer Zeit wiederholen. International könnten andere Ligen von den Geschehnissen in Minnesota lernen und eigene Sicherheitsstandards prüfen.
Erklärungen
Wer ist Nico Sturm?
Nico Sturm ist ein deutscher Eishockeyprofi. Der gebürtige Augsburger spielt derzeit als Stürmer für die Minnesota Wild in der nordamerikanischen NHL und gehört regelmäßig dem Kader der deutschen Nationalmannschaft an.
Was ist die NHL?
Die National Hockey League ist die höchste Eishockeyliga in Nordamerika. Sie umfasst Teams aus den USA und Kanada und gilt als populärste und prestigeträchtigste Liga weltweit.
OZD-Extras
Pucktreffer am Kopf zählen zu den häufigsten Unfallursachen im Eishockey, obwohl Helme getragen werden. Neue Entwicklungen bei den Helmen könnten in den kommenden Jahren die Sicherheit erhöhen. An den Börsen sind Auswirkungen durch solche Sportverletzungen meist nicht spürbar, da Mannschafts- und Ligenwerte in der Regel nicht direkt von einzelnen Spielerunfällen betroffen sind.
Gewinnspiel
Welcher Verein spielt Nico Sturm aktuell in der NHL?
A) Minnesota Wild
B) Vancouver Canucks
C) New Jersey Devils
D) Boston Bruins
Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.