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Deutsche Tischtennis-Doppel kämpfen um EM-Medaillen in Ljubljana

Mit packenden Siegen stehen die deutschen Tischtennis-Doppel bei der EM in Ljubljana im Viertelfinale und hoffen auf Medaillen.

Fakten im Überblick

Dang Qiu und Benedikt Duda gewinnen nach Rückstand gegen Russland das Viertelfinal-Ticket.

Sabine Winter und Ying Han sowie Nina Mittelham und Annett Kaufmann erreichen bei den Frauen das Viertelfinale.

Mit einem weiteren Sieg hätten die deutschen Doppel eine EM-Bronzemedaille sicher.

Die Tischtennis-Europameisterschaft in Ljubljana entwickelt sich für die deutschen Doppel zur Erfolgsgeschichte. Am Mittwoch schafften sowohl das Männer-Doppel Dang Qiu und Benedikt Duda als auch die Frauen-Paarungen Sabine Winter/Ying Han sowie Nina Mittelham/Annett Kaufmann den Einzug ins Viertelfinale. Mit nur noch einem Sieg fehlt den Teams des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) nicht mehr viel bis zur Medaille.

Für besondere Spannung sorgte der Auftritt von Qiu und Duda. Die als Nummer zwei gesetzte Paarung sah gegen die russischen Herausforderer Jewgeni Tichonow und Wladimir Sidorenko bereits wie der sichere Verlierer aus: Mit 0:2 Sätzen drohte das überraschende Aus. Doch die Deutschen kämpften sich eindrucksvoll zurück ins Match, fanden zur richtigen Taktik und blieben im entscheidenden fünften Satz sogar ohne Punktverlust. Damit erreichten sie das Viertelfinale, in dem sie gegen das schwedische Bundesliga-Doppel Anton Källberg und Kristian Karlsson antreten müssen.

Auch bei den Frauen verlief der Mittwoch erfolgreich: Sabine Winter und Ying Han setzten sich trotz einiger Schwierigkeiten mit 3:1 gegen Ni Xialian und Sarah de Nutte aus Luxemburg durch. Winter sagte nach dem Spiel: "Wir wussten, dass es ein schwieriges und unangenehmes Spiel für uns wird. Wir mussten uns immer wieder ein wenig herantasten und die Taktik ändern". Nun wartet mit den topgesetzten Rumäninnen Bernadette Szocs und Elizabeta Samara ein echter Prüfstein auf das deutsche Doppel. Winter erwartet "ein schwieriges Spiel für beide Seiten". Nina Mittelham und Annett Kaufmann machten mit einem überzeugenden 3:1 gegen die Schwedinnen Christina Källberg und Filippa Bergand das starke deutsche Ergebnis komplett.

Nicht alle deutschen Doppel konnten jubeln. Die U21-Europameister Andre Bertelsmeier und Wim Verdonschot mussten sich nach zweimaliger Satzführung dem moldauischen Duo Vladislav Ursu und Andrei Putuntica geschlagen geben. Das Nachwuchsteam war nach der verletzungsbedingten Absage von Dimitrij Ovtcharov ins Hauptfeld gerückt.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Deutschland beweist Teamstärke an den grünen Tischen

Die Tischtennis-EM in Ljubljana zeigt erneut, wie eng Spannung und Nervenstärke beieinanderliegen. Vor allem Qiu und Duda haben im Männerdoppel mit einer beeindruckenden Aufholjagd bewiesen, dass deutsche Sportler in kritischen Momenten ihre Stärken ausspielen. Ein hoher Rückstand war kein Grund zur Aufgabe, sondern Ansporn zu einer fulminanten Wende.

Im Damenbereich zollen die Gegnerinnen den Deutschen längst Respekt. Winters Einschätzung beschreibt die Herausforderungen auf Weltklasseniveau treffend – taktische Flexibilität und kühler Kopf sind gefragt, wenn die Gegnerinnen sich nicht einfach bezwingen lassen. Diese Haltung ist typisch für die erfolgreiche Entwicklung des DTTB in den letzten Jahren.

Mit Blick auf die kommenden Spiele steht Deutschland nah an neuen Medaillenerfolgen. Die Erwartung ist berechtigt, dass mindestens ein Doppel erneut auf dem Podest steht.

Historischer Hintergrund

Die Tischtennis-Europameisterschaft ist seit Jahrzehnten ein bedeutendes Sportereignis für europäische Spielerinnen und Spieler. Deutschland zählt dabei in der Vergangenheit regelmäßig zu den erfolgreichsten Nationen. Im Einzel wie im Doppel brachten Akteure des DTTB zahlreiche Medaillen nach Hause. Besondere Aufmerksamkeit erhalten traditionsgemäß die Doppel-Konkurrenzen, in denen Teamgeist den Ausschlag geben kann. Verletzungsbedingte Nachrücker wie bei dieser EM belegen, wie eng die nationale Spitze zusammengerückt ist.

Zukunftsprognose

Sollten die deutschen Doppel das Halbfinale erreichen, gilt ihnen Bronze bereits sicher. Dies würde nicht nur dem deutschen Tischtennis internationale Anerkennung verschaffen, sondern könnte auch Impulse für die Nachwuchsförderung setzen. Bleiben die Sportlerinnen und Sportler verletzungsfrei, sind sie auch bei kommenden Großereignissen als Medaillenkandidaten zu erwarten. International könnte ein Erfolg Deutschlands in Ljubljana den Wettbewerb im europäischen Tischtennis weiter beleben und für spannende Duelle sorgen.

Erklärungen

Was ist die Tischtennis-Europameisterschaft?

Die Tischtennis-Europameisterschaft ist ein Wettbewerb, bei dem die besten Spielerinnen und Spieler Europas um Titel kämpfen. Es gibt Einzel- und Doppelwettbewerbe für Männer und Frauen.

Wer ist der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB)?

Der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) ist der größte deutsche Fachverband für Tischtennis. Er vertritt die Interessen von Sportlern und organisiert nationale und internationale Wettbewerbe.

OZD-Extras

Interessant ist, dass in beiden Geschlechtern die deutschen Doppel mit Athletinnen und Athleten besetzt sind, die schon in Einzeldisziplinen große internationale Erfolge feierten. Eine Medaille könnte den Stellenwert von Teamformaten im deutschen Tischtennis weiter stärken. Börsliche Auswirkungen hat diese Sportmeldung nicht.

Gewinnspiel

Wie viele Sätze holten Qiu/Duda im Entscheidungssatz gegen Russland?

A) Fünf

B) Vier

C) Drei

D) Null

Zum Gewinnspiel

Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.