Fakten im Überblick
Nina Mittelham und Benedikt Duda haben das EM-Finale im Mixed erreicht.
Das Duo bezwang Szocs/Ionescu aus Rumänien mit 3:0 im Halbfinale.
Mittelham steht mit Kaufmann außerdem im Frauen-Doppel-Halbfinale.
Das deutsche Tischtennis-Duo Nina Mittelham und Benedikt Duda hat bei der Europameisterschaft in Ljubljana mit einer beeindruckenden Leistung das Finale im Mixed-Wettbewerb erreicht. Sie setzten sich im Halbfinale souverän gegen Bernadette Szocs und Eduard Ionescu aus Rumänien mit 3:0 durch und spielen nun am Freitag um ihren ersten gemeinsamen EM-Titel. Für Mittelham ist es bereits das zweite Mal, bald einen EM-Titel im Mixed gewinnen zu können: 2021 holte sie bereits mit Dang Qiu Gold. Im Endspiel wartet das französische Duo Charlotte Lutz und Alexis Lebrun, gegen das sich die beiden Deutschen ihren größten Erfolg sichern wollen. Nach dem Finaleinzug sagte Duda strahlend: "Wir haben heute sehr, sehr gut gespielt. Es war eine super Leistung von uns, jetzt geht's ins Finale".
Auch im Frauen-Doppel bleibt Nina Mittelham im Medaillenrennen. An der Seite von Annett Kaufmann siegte sie im Viertelfinale gegen das serbische Duo Sabina Surjan und Izabela Lupulesku mit 3:1. Kaufmann sprach nach dem Match von Startschwierigkeiten: "Im ersten Satz haben wir noch etwas geschlafen. Ist ja auch eine frühe Uhrzeit". Nachdem sie den ersten Durchgang klar verloren hatten, hätten sie "schnell zu uns gefunden". Durch den Einzug ins Halbfinale ist den beiden bereits eine weitere EM-Medaille sicher. Dort treffen Mittelham und Kaufmann nun auf die polnischen Außenseiterinnen Zuzanna Wielgos und Anna Brzyska.
Weniger Glück hatten die anderen Doppel des Deutschen Tischtennis-Bundes. Im Herren-Doppel spielten Dang Qiu und Benedikt Duda eine dramatische Partie gegen das schwedische Bundesliga-Duo Anton Källberg und Kristian Karlsson. Nachdem sie eine 2:0-Führung erkämpft hatten, vergaben sie im vierten Satz einen Matchball und mussten sich am Ende knapp mit 2:3 geschlagen geben. Qiu fasste die Enttäuschung nach dem engen Aus so zusammen: "Extrem bitter" und "sehr, sehr ärgerlich". Es sei ein "Riesenkampf, ein gutes Spiel mit viel Intensität. Jeder Satz saueng und umkämpft. Die entscheidenden Momente liefen am Ende gegen uns. Am Ende war es ein Riesenkampf, der leider nicht belohnt wurde." Im Damen-Doppel mussten Sabine Winter und Ying Han gegen das topgesetzte rumänische Paar Szocs und Samara trotz beherztem Einsatz eine 1:3-Niederlage einstecken.
OZD/AFP
OZD-Kommentar – Goldhoffnungen für deutsches Tischtennis wachsen
Die Erfolge von Nina Mittelham und Benedikt Duda bei der Tischtennis-Europameisterschaft setzen nicht nur sportliche Ausrufezeichen, sondern geben auch Anlass zur Hoffnung für die Zukunft des deutschen Tischtennis. Der überzeugende Finaleinzug im Mixed unterstreicht, dass die neue Generation bereit ist, europäisch ganz vorne mitzuspielen. Die Vielseitigkeit Mittelhams, die im Mixed und Frauen-Doppel im Halbfinale steht, beweist ihre große Klasse. Dass andere deutsche Duos wie Qiu/Duda bei den Herren in dramatischen Sätzen ausscheiden, zeigt zugleich, wie eng die europäische Spitze zusammengerückt ist. Dass Kleinigkeiten Spiele entscheiden können, wurde am Beispiel von Dang Qiu schmerzhaft deutlich. Die anstehenden Finals werden zeigen, ob deutsche Akteure aus den Rückschlägen lernen und endlich wieder einen Gold-Coup landen können. Die Chancen dafür stehen nach diesen Auftritten besser denn je.
Historischer Hintergrund
Die Tischtennis-Europameisterschaften haben in Europa eine lange Tradition und werden regelmäßig ausgetragen. Deutschland zählte dabei in den letzten Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Nationen. Bereits mehrfach konnten deutsche Mixed- und Damen-Doppel bedeutende Titel gewinnen. Die aktuelle Veranstaltung in Ljubljana führt diese Wettbewerbe mit intensiven Duellen fort, wobei insbesondere der Deutsche Tischtennis-Bund seit Jahren konstant vordere Plätze belegt.
Zukunftsprognose
Sollten Mittelham und Duda im Mixed das Finale gewinnen, könnte dies dem deutschen Tischtennis neuen Schub verleihen und Nachwuchsspieler motivieren. Ein doppelter Titelgewinn von Mittelham würde zudem die Vorbildwirkung für weibliche Spielerinnen verstärken. Im internationalen Vergleich würde ein weiterer deutscher EM-Erfolg die Stellung Deutschlands als führende Tischtennis-Nation in Europa unterstreichen. Denkbar ist zudem ein erhöhter Medienecho, das den Sport in Deutschland beflügeln könnte.
Erklärungen
Was ist die Tischtennis-Europameisterschaft?
Die Tischtennis-Europameisterschaft ist ein jährlich stattfindendes Kontinentalturnier, bei dem Spitzenspieler aus ganz Europa gegeneinander antreten. Die Austragung umfasst Einzel-, Doppel- und Mixed-Wettbewerbe für Frauen und Männer.
Wer sind Nina Mittelham und Benedikt Duda?
Nina Mittelham gehört zu den leistungsstärksten deutschen Tischtennisspielerinnen und war bereits 2021 Europameisterin. Benedikt Duda zählt zu den erfahrenen deutschen Nationalspielern und ist fester Bestandteil der DTTB-Auswahl.
OZD-Extras
Die aktuelle EM in Ljubljana ist insbesondere für Nina Mittelham ein besonderer Wettkampf: Sie hat die Chance, sowohl im Mixed als auch im Damen-Doppel eine Medaille zu gewinnen – ein doppelter Coup ist selten bei kontinentalen Tischtennisturnieren.
Gewinnspiel
Wer ist die Mixed-Partnerin von Benedikt Duda im EM-Finale?
A) Sabine Winter
B) Nina Mittelham
C) Bernadette Szocs
D) Annett Kaufmann
Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.