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USA erwägen Einsatz der MOAB im Konflikt mit dem Iran

Die USA könnten laut CNN mit der „Mutter aller Bomben“ gegen iranische Atomanlagen vorgehen. Die MOAB gilt als stärkste nicht-atomare Waffe.

Fakten im Überblick

Die USA bereiten laut CNN einen möglichen Einsatz der MOAB-Bombe gegen Iran vor.

Die MOAB („Mutter aller Bomben“) wurde zuletzt 2017 in Afghanistan eingesetzt.

Es gibt Zweifel in Regierung und Militär am Erfolg der Bombe gegen unterirdische Anlagen.

Inmitten der angespannten Beziehungen zwischen den USA und dem Iran berichtet der Nachrichtensender CNN, dass das US-Militär den Einsatz seiner schwersten nicht-nuklearen Waffe, der als „Mutter aller Bomben“ bekannten MOAB, gegen Ziele im Iran vorbereitet. Im Raum steht die Option, mit dieser Bombe gezielt iranische Energie-Infrastruktur und vermutete Atomanlagen anzugreifen, sollte Präsident Donald Trump militärische Schritte im festgefahrenen Konflikt anordnen. Die offizielle Bezeichnung der MOAB lautet „GBU-43/B Massive Ordnance Air Blast (MOAB)“. Das laut CNN aus den Reihen der US-Regierung und des Militärs erwogene Szenario rückt vor allem die geheimen Atomanlagen des Irans in den Fokus – insbesondere im Kolang-Berg, wo in großer Tiefe ein unterirdischer Komplex vermutet wird. Bereits 2017 wurde die MOAB gegen Stellungen des sogenannten Islamischen Staats in Afghanistan eingesetzt und zeigte damals die gewaltige Zerstörungskraft von elf Tonnen TNT. Seither kam sie nicht mehr zum Einsatz.

Trump hatte zuletzt angekündigt, den Iran vor den anstehenden US-Kongresswahlen nicht mehr angreifen zu wollen und von „produktiven Verhandlungen“ mit Teheran gesprochen. Dennoch berichtet CNN, das Weiße Haus habe das Pentagon angewiesen, konkrete Angriffspläne auszuarbeiten — inklusive expliziter Überlegung eines Einsatzes der MOAB, um im Ernstfall „viel Energie-Infrastruktur“ zu zerstören. Insider sollen gegenüber dem Sender zudem betont haben, der Einsatz der Bombe sei „ausdrücklich vorgesehen“, falls militärisches Vorgehen beschlossen wird. In Regierungskreisen herrscht jedoch Skepsis: Die MOAB zerstört großflächig, ist aber nicht für Angriffe auf tief verborgene Ziele optimiert. Die für solche Zwecke bereits eingesetzten bunkerbrechenden Bomben des Typs GBU-57 können sich Dutzende Meter ins Erdreich bohren, die MOAB dagegen nur oberirdische oder oberflächennahe Strukturen massiv beschädigen. Hinzu kommen Bedenken über mögliche zivile Opfer bei einem derartigen Einsatz. Während der Iran-Konflikt in der US-Bevölkerung wegen steigender Lebenshaltungskosten und hoher Spritpreise zunehmend Ablehnung erfährt, stehen diplomatische Bemühungen weiterhin auf einem kritischen Prüfstand. Nach CNN-Informationen ist noch keine Entscheidung gefallen, doch die Pläne unterstreichen, wie angespannt die Lage bleibt.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Eskalation als Drohkulisse – ein riskantes US-Spiel

Die Überlegung, eine Waffe wie die MOAB gegen den Iran einzusetzen, zeigt eine neue Stufe militärischer Eskalation im schwelenden Konflikt. Dass das Weiße Haus diese Option bewusst öffentlich machen lässt, ist mehr als ein technisches Detail: Es ist eine klare Botschaft an Teheran und die internationale Gemeinschaft. Der Effekt auf die politische Lage in den USA selbst ist dabei kaum kalkulierbar. Während militärische Stärke punkten soll, bleibt der Einsatz solcher Waffen ein gesellschaftliches wie außenpolitisches Risiko. Sollte der Konflikt zu einem tatsächlichen Einsatz der „Mutter aller Bomben“ führen, wären die politischen und humanitären Folgen nicht absehbar. Die Regierung droht mit einer Macht, die letztlich auch ihre eigene Glaubwürdigkeit auf dem Prüfstand stellt – und die Chance auf Diplomatie weiter verringert. Auch angesichts der Zweifel am militärischen Nutzen der MOAB gegen unterirdische Ziele bleibt ein solches Vorgehen fragwürdig. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Einschüchterung genügt oder ob die USA tatsächlich militärisch handeln. Wahrscheinlich ist, dass das Thema die innenpolitische Debatte in den USA weiter verschärfen wird und Teheran sich international noch stärker um Rückhalt bemüht.

Historischer Hintergrund

Die MOAB wurde 2017 in Afghanistan erstmals eingesetzt, um Verstecke der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat zu zerstören. Der USA-Iran-Konflikt eskalierte in den letzten Jahren vor allem durch Streit um das Atomprogramm Teherans und einen Abbruch des internationalen Atomabkommens durch die USA. In den letzten Monaten stockten diplomatische Lösungen, was die militärische Bedrohung erneut ansteigen ließ. Die Ankündigung möglicher Angriffspläne passt somit in die Geschichte mehrfacher Konfrontationen zwischen Washington und Teheran.

Zukunftsprognose

Droht der Einsatz der MOAB, könnte das die Spannungen in der Golfregion und weltweit massiv verstärken. Politisch mag das Trump kurzfristig helfen, doch die Gefahr eines Flächenbrandes ist präsent. Wirtschaftlich könnten steigende Unsicherheiten den Ölpreis noch weiter antreiben. Gesellschaftlich ist mit größerem Widerstand in der amerikanischen Öffentlichkeit zu rechnen – besonders, falls zivile Opfer drohen. International kann ein solcher Angriff neue Allianzen provozieren und bestehende Konfliktlinien vertiefen. Als Szenario bleibt realistisch: Die Drohung erhöht den Druck für diplomatische Lösungen, könnte aber auch ungewollte Reaktionen auslösen.

Erklärungen

Was ist die MOAB?

Die MOAB ist die stärkste konventionelle Bombe der USA. Sie wurde für großflächige Zerstörung entwickelt und 2017 in Afghanistan erstmals eingesetzt.

OZD-Extras

Laut CNN gibt es innerhalb der US-Regierung Zweifel am militärischen Nutzen der MOAB gegen unterirdische Anlagen wie den Komplex im Kolang-Berg, da speziell bunkerbrechende Bomben für solche Ziele entwickelt wurden. Die Androhung der Bombe könnte aber den Ölmarkt beunruhigen; Kursausschläge sind angesichts der Unsicherheit möglich, konkrete Prognosen für Rohstoffpreise bleiben jedoch schwierig.

Gewinnspiel

Wie lautet die offizielle Bezeichnung der MOAB-Bombe?

A) GBU-43/B Massive Ordnance Air Blast (MOAB)

B) GBU-57 Massive Penetrator

C) F-22 Advanced Air Force Bomb

D) BLU-82 Daisy Cutter

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.