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Putin plant Ukraine-Gipfel ohne Selenskyj mit Trump und Xi

Putin will einen Ukraine-Gipfel mit Trump und Xi in China, jedoch ohne Selenskyj. Deutschland und Kiew fordern ukrainische Mitsprache am Verhandlungstisch.

Fakten im Überblick

Putin schlägt für die Ukraine ein Gipfeltreffen mit Trump und Xi vor.

Kreml-Sprecher bestätigt: Das Treffen wurde bereits "erörtert".

Berlin und Kiew pochen auf Beteiligung der Ukraine bei Friedensgesprächen.

Wladimir Putin hat ein Gipfeltreffen zur Ukraine mit US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping vorgeschlagen, jedoch ohne den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Das "Wall Street Journal" berichtete zuerst darüber, Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bestätigte am Montag, dass ein solches Treffen "erörtert" wurde. Peskow erklärte wörtlich: "Da alle drei Staatsoberhäupter möglicherweise an einem Gipfeltreffen in China teilnehmen könnten, wurde das Thema eines solchen hypothetischen Treffens tatsächlich bereits angesprochen". Allerdings habe es laut Peskow weder "konkrete Vorschläge" noch Vereinbarungen zum Zustandekommen oder zur Tagesordnung gegeben. Außerdem sei laut Kreml ein Abkommen über die Ukraine "unmöglich" ohne "Vertreter Kiews, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen".

Die Bundesregierung pocht auf eine ukrainische Beteiligung. Regierungssprecher Stefan Kornelius sagte in Berlin, es fehle nicht an diplomatischen Vorschlägen aus der Ukraine, und fügte hinzu: "Und es wäre sinnvoll, auf diese Vorschläge einzugehen, denn dieser Krieg wird nur mit dem angegriffenen Land auch beendet werden können." Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts erklärte: "Am Ende wird die Ukraine entscheiden, was für sie ein verantwortbarer Frieden ist."

Ob der Dreiergipfel tatsächlich zustande kommt, ließ US-Außenminister Marco Rubio offen. Er sagte: "Ich weiß nicht, ob das bereits endgültig vereinbart wurde". Donald Trump hat kürzlich beschlossene Sanktionen gegen Russland für 60 Tage ausgesetzt und mit Moskau eine Vereinbarung über russische Diesellieferungen getroffen. Zur Begründung sagte er, er wolle "nichts tun, was Russland törichterweise vom Verhandlungstisch wegbringen würde". Zudem griff Trump Selenskyj im Onlinedienst Truth Social scharf an und schrieb, der ukrainische Präsident wolle den Krieg "nicht beenden und wollte es wahrscheinlich nie". Trump betonte er mache "große Fortschritte" bei Friedensverhandlungen. Selenskyj widersprach Trump und betonte, die Ukraine habe "buchstäblich jeden Versuch" ihrer Partner für ein würdiges Kriegsende begrüßt. Kiew sei bereit, "konstruktiv" und "ehrlich" an einem Kriegsende mitzuarbeiten und warnte, offizielle US-Unterstützung für Russland wäre ein "historischer Fehler".

Der Krieg in der Ukraine tobt indessen weiter. Nach Angaben Selenskyjs griff Russland Kiew und Umgebung in der Nacht zum Montag mit 16 ballistischen Raketen an, weitere Landesteile wurden mit über 200 Drohnen attackiert. In Kiew wurden laut Behörden ein Mensch getötet und acht verletzt, in Krywyj Rih starben zwei Menschen. Energieanlagen, eine Klinik, eine Schule, eine U-Bahn-Station und Wohnhäuser wurden beschädigt. Selenskyj kritisierte, es habe "keine frühzeitige Warnung" der Partner vor den Raketenangriffen gegeben. Zuvor hatte er berichtet, die USA hätten drei Tage lang keine Geheimdienstinformationen weitergegeben. Rubio widersprach jedoch und erklärte, es habe keine "Pause" gegeben. Auch die Ukraine griff russische Energieanlagen an, bei einem Drohnenangriff auf St. Petersburg wurden laut russischen Angaben ein Mensch getötet und fünf verletzt. Ölanlagen gerieten in Brand. Trump hatte die ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien zuletzt mehrfach gerügt, insbesondere wegen ihrer Auswirkungen auf die weltweiten Dieselpreise.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Gipfeldiplomatie ohne die Ukraine – riskante Machtspiele

Putins Vorstoß für einen Dreiergipfel, der Selenskyj ausschließt, zeigt eine riskante Abkehr von echter Konfliktlösung im Ukraine-Krieg. Während der Kreml auf hypothetische Formate setzt, macht Berlin klar, dass ein Frieden nur mit der Einbindung der Ukraine möglich ist. Trumps Entgegenkommen gegenüber Moskau – von Sanktionserleichterungen bis zu zurückhaltender Kritik – spiegelt Interessenpolitik und sorgt für Misstrauen. Selenskyj zeigt sich offen für konstruktive Lösungen, warnt aber, eine US-Unterstützung Russlands wäre ein "historischer Fehler". Wird die Ukraine weiterhin an den Rand gedrängt, droht das Vertrauen in multilaterale Diplomatie weiter zu schwinden. Die Prognose: Solange Kiew außen vor bleibt, bleibt eine nachhaltige Friedenslösung in weiter Ferne.

Historischer Hintergrund

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine 2022 ist die internationale Suche nach Lösungen von konkurrierenden Interessen der Großmächte geprägt. Die Debatte um Gipfeltreffen ohne Kiew wurde immer wieder geführt. Besonders in Europa pochen Regierungen seitdem auf eine Beteiligung der Ukraine an Verhandlungen.

Zukunftsprognose

Sollte ein Gipfeltreffen ohne die Ukraine stattfinden, dürfte der politische Westen seine Kritik an Moskau und Peking verschärfen. Wirtschaftlich könnten weitere Unsicherheiten die Energiemärkte treffen, falls neue Angriffe die Preise treiben. In der Ukraine wäre die Frustration groß, sollte erneut ohne ihre Stimme über die eigene Zukunft beraten werden. Diese Entwicklung hängt entscheidend vom weiteren Kurs der Großmächte ab.

Erklärungen

Was ist der Apec-Gipfel?

Der Apec-Gipfel ist das jährliche Treffen der Staatschefs der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft. Im Fokus stehen wirtschaftliche Zusammenarbeit und internationale Vernetzung im Asien-Pazifik-Raum.

OZD-Extras

Der Vorstoß für ein Spitzentreffen ohne die Ukraine wird weltweit kontrovers diskutiert. Experten beobachten die Folgen auf Energiepreise. Ob Marktreaktionen langfristig ausfallen, bleibt abzuwarten.

Gewinnspiel

Wer hat laut Bericht ein Spitzentreffen ohne Selenskyj vorgeschlagen?

A) Wladimir Putin

B) Wolodymyr Selenskyj

C) Marco Rubio

D) Stefan Kornelius

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.