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Heftige Überschwemmungen fordern Tote in Ostspanien

Starke Regenfälle fluten Spaniens Osten. Zwei Tote, Flüge fallen aus, Schulen bleiben geschlossen. Rettungskräfte kämpfen weiter gegen das Wasser.

Fakten im Überblick

Mindestens zwei Menschen starben durch Überschwemmungen in Valencia und Katalonien.

Straßen wurden zu Sturzbächen, Autos und Menschen von Fluten erfasst.

Für Mallorca, Ibiza und Formentera gilt Rot, Schulen fielen wegen Unwetter aus.

Im Osten Spaniens haben heftige und anhaltende Regenfälle zu schweren Überschwemmungen geführt. Nach Angaben der Behörden kamen mindestens zwei Menschen ums Leben: Ein Mann starb in Sagunto nördlich von Valencia, in Katalonien kam eine Frau ums Leben, nachdem sie in einen Bach gestürzt war. Besonders hart getroffen ist die Region Valencia. Die Behörden forderten die Bevölkerung am Montag dringend auf, das Haus nicht zu verlassen. Katastrophenschutzchef Juan Carlos Valterrama warnte: "Es ist unmöglich, sich fortzubewegen, Sie müssen zuhause bleiben. Es gibt heftige, anhaltende Regenfälle, die starke Überschwemmungen verursachen". Teilweise fielen seit der Nacht bis zu 500 Millimeter Niederschlag.

Videos der Wetterbehörde zeigten, wie Straßen sich in Sekunden in Sturzbäche verwandeln. In mehreren Orten der Provinzen Valencia und Alicante wurden Autos von den Fluten fortgespült, viele Menschen konnten sich nur auf die Dächer ihrer überfluteten Häuser retten. Einsatzkräfte und Soldaten bargen Betroffene am frühen Montagmorgen. "Folgen Sie also bitte den Empfehlungen, weil es viele Menschen gibt, die festsitzen", so Valterrama weiter.

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez schrieb im Onlinedienst X über die Situation in der Region Valencia: "Sehr schwierig". Er appellierte: "In schwer zugänglichen Gebieten dauern die Rettungsmaßnahmen an. Die Bevölkerung ist aufgerufen, jeden Weg zu vermeiden". Auf Mallorca galt die höchste Warnstufe Rot wegen heftigen Regens, der Schulunterricht auf Mallorca, Ibiza und Formentera fiel aus. Flugausfälle und Umleitungen meldete der Flughafenbetreiber Aena, die Armee schickte zusätzlich Soldaten auf die Inseln. In Andalusien wurden am Wochenende zehn Menschen aus einem überfluteten Tunnel bei Málaga rettet. Auf Ibiza trieben Müllcontainer in den Wassermassen, die wichtigste Straßenverbindung zum Flughafen wurde gesperrt.

Experten führen die Häufung extremer Unwetter in Spanien auf den Klimawandel zurück. Die Wetterbehörde Aemet erklärte, der September sei der heißeste auf dem spanischen Festland seit Beginn der Messungen gewesen, auch der aktuelle Sommer sei ein Rekordjahr. Noch immer hoffen viele Menschen in den betroffenen Regionen darauf, dass sich die Lage rasch beruhigt und Hilfe schnell eintrifft.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Spanien erlebt die Wucht der Natur

Die Überschwemmungen von Valencia, Katalonien und den Balearen führen die Verletzlichkeit der Region im Angesicht extremer Wetterlagen vor Augen. Binnen Stunden können inmitten moderner Infrastruktur ganze Städte lahmgelegt werden. Die Meldung "Sehr schwierig" des spanischen Ministerpräsidenten bringt die eingeschränkte Kontrolle in den am stärksten betroffenen Gebieten treffend auf den Punkt. Während die Einsatzkräfte unter extremen Bedingungen Mut und Ausdauer zeigen, wird die langfristige Notwendigkeit eines verbesserten Katastrophenschutzes deutlich. Es ist wahrscheinlich, dass sich Politik und Gesellschaft künftig intensiver auf Vorsorge, Klimaanpassung und schnellen Katastropheneinsatz einstellen müssen, um solchen Extremen besser begegnen zu können.

Historischer Hintergrund

Spanien ist vermehrt von Extremwetter wie Starkregen, Dürren und Überschwemmungen betroffen. Besonders die Regionen Valencia, Katalonien, Alicante und die Balearen erlebten in den letzten Jahren immer häufiger erhebliche Schäden durch Unwetter. Die spanische Wetterbehörde Aemet meldete in kurzer Folge neue Temperatur- und Regenrekorde.

Zukunftsprognose

In den betroffenen Regionen werden stärkere Investitionen in Katastrophenschutz, Rettungsausrüstung und Frühwarnsysteme wahrscheinlich. Orte wie Mallorca und Ibiza könnten mit einem Rückgang von Touristen kurzfristig rechnen, wenn Unsicherheit bleibt. Der gesellschaftliche und politische Druck für Klimaanpassung wächst. Meteorologen erwarten weitere extreme Wetterlagen in Spanien, sofern grundlegende Maßnahmen ausbleiben.

Erklärungen

Was sind Überschwemmungen?

Überschwemmungen entstehen, wenn innerhalb kurzer Zeit sehr viel Regen fällt und das Wasser nicht mehr abfließen kann. Das hat oft Zerstörung und Gefährdungen für Menschen zur Folge.

Wer ist Pedro Sánchez?

Pedro Sánchez ist der Ministerpräsident Spaniens und Mitglied der sozialistischen Partei PSOE. Er äußert sich regelmäßig zu aktuellen Krisen und Naturkatastrophen.

OZD-Extras

Nach Angaben des Flughafenbetreibers Aena wurden dutzende Flugverbindungen auf den Balearen gestrichen. Auf Ibiza trieben Müllcontainer im Wasser. Der Tourismussektor spürt die Unwetter unmittelbar, dauerhafte Konsequenzen für Börse oder Aktienmärkte sind bisher aber nicht belegbar.

Gewinnspiel

In welcher Region Spaniens wurden bei den Überschwemmungen besonders viele Schäden gemeldet?

A) Valencia

B) Madrid

C) Galicien

D) Kastilien

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.