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Struff verliert Tennis-Krimi in Brüssel: Titeltraum nach drei Sätzen geplatzt

Jan-Lennard Struff verliert das ATP-Finale in Brüssel gegen Tallon Griekspoor mit 6:4, 3:6, 4:6. Trotz der Niederlage kehrt er in die Top 50 zurück.

Fakten im Überblick

Jan-Lennard Struff verliert das Finale des ATP-Hallenturniers in Brüssel gegen den Niederländer Tallon Griekspoor mit 6:4, 3:6 und 4:6.

Der 36-Jährige aus Warstein stand zum fünften Mal in einem ATP-Endspiel und verpasste seinen zweiten Titel. Seinen bislang einzigen Turniersieg feierte er im April 2024 in München.

Nach seiner starken Turnierwoche wird Struff in der neuen Weltrangliste auf Platz 47 geführt. Im Sommer 2025 war er noch aus den Top 150 gefallen.

Jan-Lennard Struff hat beim ATP-Hallenturnier in Brüssel die Krönung einer starken Tenniswoche knapp verpasst. Der 36-jährige Deutsche unterlag am Sonntag im Finale dem Niederländer Tallon Griekspoor nach einem intensiven Dreisatzmatch mit 6:4, 3:6 und 4:6. Nach 2:01 Stunden musste sich der Warsteiner geschlagen geben. Dabei hatte Struff zunächst die besseren Karten und überzeugte besonders im ersten Satz mit seinem druckvollen Aufschlagspiel.

Der deutsche Tennisprofi war mit großem Selbstvertrauen in das Endspiel gegangen. Im Halbfinale hatte er den topgesetzten Franzosen Arthur Fils, die Nummer zehn der Weltrangliste, in einer dramatischen Begegnung besiegt. Auch gegen Griekspoor zeigte Struff zunächst, warum er zu den gefährlichen Aufschlagspielern auf der ATP-Tour zählt. Im Palais 5 der Brussels Expo setzte er seinen Gegner früh unter Druck und erspielte sich mehrere Möglichkeiten zum Break.

Im ersten Satz nutzte Struff seine vierte Breakchance und nahm dem Niederländer zum 3:2 den Aufschlag ab. Anschließend verteidigte er seinen Vorsprung mit konsequentem Service und gewann den Durchgang nach 47 Minuten mit 6:4. Griekspoor, der vor dem Turnier auf Rang 60 der Weltrangliste geführt wurde, hatte zunächst Schwierigkeiten, die Dominanz des Deutschen bei dessen Aufschlagspielen zu durchbrechen.

Im zweiten Satz entwickelte sich eine zunehmend ausgeglichene Begegnung. Griekspoor stabilisierte sein Spiel und fand bessere Antworten auf Struffs druckvolle Schläge. Der Deutsche hielt zunächst dagegen, verlor jedoch beim Stand von 3:4 sein Aufschlagspiel ohne eigenen Punktgewinn. Der Niederländer führte dadurch 5:3 und entschied den Satz anschließend mit 6:3 für sich. Damit hatte sich die Ausgangslage vollständig verändert.

Im entscheidenden dritten Satz kämpfte sich Struff zunächst wieder in die Partie. Beide Spieler hielten ihre Aufschlagspiele, ehe dem Deutschen erneut in einer entscheidenden Phase ein folgenschweres Break unterlief. Beim Stand von 4:4 verlor er sein Service wiederum ohne Punktgewinn. Griekspoor nutzte die Gelegenheit, brachte das Match anschließend nach Hause und feierte seinen vierten Titel auf der ATP-Tour. Für Struff war es bereits die vierte Niederlage im fünften ATP-Finale.

Trotz der Enttäuschung über den verpassten Titel kann Struff auf eine erfolgreiche Turnierwoche zurückblicken. Nach seinem bislang einzigen ATP-Turniersieg im April 2024 in München hatte der Deutsche sportlich schwierige Phasen erlebt. Im Sommer 2025 war die ehemalige Nummer 21 der Weltrangliste sogar aus den besten 150 Spielern gefallen. In der zweiten Jahreshälfte 2026 zeigte er jedoch eine deutliche Leistungssteigerung. Zu den Höhepunkten gehörte sein Einzug ins Viertelfinale von Wimbledon.

Die Finalteilnahme in Brüssel setzt diesen Aufwärtstrend fort. In der neuen Weltrangliste wird Struff auf Position 47 geführt und kehrt damit in die Top 50 zurück. Gegen Griekspoor bleibt seine persönliche Bilanz allerdings negativ. Auch das vierte Duell mit dem sechs Jahre jüngeren Niederländer ging verloren, wobei sämtliche Begegnungen knapp verliefen. Für Struff bleibt der zweite ATP-Titel damit vorerst ein unerfülltes Ziel. Seine jüngsten Leistungen zeigen jedoch, dass er auch mit 36 Jahren auf hohem internationalem Niveau konkurrenzfähig ist.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Eine Niederlage, die Struffs Comeback nicht schmälert

Ein verlorenes Finale ist immer bitter. Besonders dann, wenn ein Spieler den ersten Satz gewinnt und über weite Strecken zeigt, dass er seinem Gegner ebenbürtig ist.

Für Jan-Lennard Struff sollte die Niederlage gegen Tallon Griekspoor dennoch nicht den Blick auf das Wesentliche verstellen. Der Deutsche hat in Brüssel eine bemerkenswerte Woche gespielt und seine sportliche Rückkehr eindrucksvoll bestätigt.

Noch im Sommer 2025 stand Struff außerhalb der besten 150 Spieler der Welt. Nun erreicht er wieder ein ATP-Finale und verbessert sich auf Rang 47. Diese Entwicklung spricht für seine Erfahrung, seine Beharrlichkeit und seine weiterhin vorhandene spielerische Qualität.

Entscheidend waren im Finale zwei schwache Aufschlagspiele in besonders ungünstigen Momenten. Gerade bei einem Spieler, dessen größte Stärke der eigene Service ist, können solche Situationen über Sieg und Niederlage entscheiden.

Struff hat seinen zweiten Titel verpasst. Aber er hat gezeigt, dass er wieder zu den Spielern gehört, mit denen auf der ATP-Tour gerechnet werden muss.

Vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis dieser Turnierwoche.

Historischer Hintergrund

Jan-Lennard Struff gehört seit vielen Jahren zum deutschen Herrentennis. Der aus Warstein stammende Profi ist besonders für seinen kraftvollen Aufschlag und sein offensives Grundlinienspiel bekannt.

Seine bislang beste Platzierung in der ATP-Weltrangliste erreichte er mit Rang 21. Im April 2024 gewann er beim Turnier in München seinen ersten ATP-Einzeltitel.

Insgesamt stand Struff bislang fünfmal in einem ATP-Finale. Vier dieser Endspiele verlor er.

Nach einem sportlich schwierigen Jahr 2025, in dem er zeitweise aus den Top 150 fiel, gelang ihm 2026 eine deutliche Leistungssteigerung. Besonders sein Viertelfinaleinzug in Wimbledon und die Finalteilnahme in Brüssel unterstreichen diese Entwicklung.

Zukunftsprognose

Mit der Rückkehr auf Platz 47 der Weltrangliste verbessert Jan-Lennard Struff seine Ausgangsposition für kommende Turniere.

Sollte er seine derzeitige Form halten, könnte er auch bei weiteren ATP-Veranstaltungen wieder um vordere Platzierungen spielen.

Eine besondere Rolle wird weiterhin sein Aufschlag spielen. In Brüssel zeigte sich erneut, wie wirkungsvoll Struffs druckvolles Service sein kann. Gleichzeitig verdeutlichte das Finale, wie wichtig die Stabilität in entscheidenden Momenten ist.

Ob Struff seinen zweiten ATP-Titel noch gewinnen wird, bleibt offen. Seine jüngsten Ergebnisse liefern jedoch gute Argumente dafür, dass er auch im fortgeschrittenen Tennisalter weiterhin konkurrenzfähig ist.

Wer ist Jan-Lennard Struff?

Jan-Lennard Struff ist ein deutscher Tennisprofi aus Warstein. Der 36-Jährige ist für seinen kraftvollen Aufschlag bekannt und erreichte in seiner Karriere bislang Platz 21 der ATP-Weltrangliste.

Gegen wen verlor Struff das Finale in Brüssel?

Struff unterlag dem Niederländer Tallon Griekspoor mit 6:4, 3:6 und 4:6. Das Endspiel dauerte zwei Stunden und eine Minute.

Wie viele ATP-Titel hat Struff gewonnen?

Jan-Lennard Struff hat bislang einen ATP-Einzeltitel gewonnen. Diesen Erfolg feierte er im April 2024 beim Turnier in München.

Auf welchem Weltranglistenplatz steht Struff nach Brüssel?

Nach seiner Finalteilnahme wird Struff in der neuen ATP-Weltrangliste auf Platz 47 geführt.

Wie oft hat Griekspoor gegen Struff gewonnen?

Tallon Griekspoor hat alle vier bisherigen Begegnungen gegen Jan-Lennard Struff gewonnen. Nach Angaben der Agenturmeldung verliefen sämtliche Duelle knapp.

OZD-Extra – Warum ein einziges Break ein Tennisfinale entscheiden kann

Im Tennis besitzt der Aufschlag eine besondere Bedeutung. Spieler mit einem starken Service können ihre eigenen Aufschlagspiele häufig kontrollieren und dadurch erheblichen Druck auf den Gegner ausüben.

Ein Break entsteht, wenn der Rückschläger das Aufschlagspiel seines Gegners gewinnt. Besonders in engen Sätzen kann bereits ein einziges Break ausreichen, um den Durchgang zu entscheiden.

Im Finale von Brüssel zeigte sich dieser Effekt deutlich. Struff gewann den ersten Satz, nachdem er Griekspoor früh den Aufschlag abgenommen hatte.

Im zweiten und dritten Satz kehrte sich die Situation um. Beide Male verlor der Deutsche sein Aufschlagspiel in einer entscheidenden Phase ohne eigenen Punktgewinn.

Für einen aufschlagstarken Spieler wie Struff sind solche Momente besonders folgenreich. Sie verdeutlichen, wie eng die Leistungsunterschiede auf der ATP-Tour sein können und wie stark einzelne Situationen den Ausgang eines gesamten Matches beeinflussen.

Gewinnspiel

Gegen welchen Spieler verlor Jan-Lennard Struff das ATP-Finale in Brüssel?

A: Arthur Fils

B: Alexander Zverev

C: Tallon Griekspoor

D: Jannik Sinner

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.