Fakten im Überblick
Die Füchse Berlin gewinnen das letzte Gruppenspiel der Champions League mit 40:33 gegen RK Partizan Belgrad.
Mit 8:4 Punkten belegen sie den zweiten Platz hinter KC Veszprém.
Trotz des Sieges starten die Füchse mit 0:4 Punkten in die Hauptrunde.
Die Füchse Berlin haben ihre Gruppenphase in der Handball-Champions-League mit einem wichtigen Heimsieg abgeschlossen. Im eigenen Wohnzimmer, der Max-Schmeling-Halle, bezwang das Team von Trainer Nicolej Krickau nach anfänglichen Schwierigkeiten und einem Pausenrückstand doch noch den serbischen Außenseiter RK Partizan Belgrad mit 40:33. Das Ergebnis aber täuscht über die eigentliche Herausforderung hinweg, denn die Füchse stehen in der kommenden Hauptrunde unter Druck und starten mit einer denkbar schweren Ausgangsposition. Grund dafür ist der neue Modus, der die Punkte aus den direkten Duellen mit den ebenfalls qualifizierten Teams übernimmt. Ausgerechnet gegen den Gruppensieger KC Veszprém blieben die Berliner in beiden Spielen ohne Punkt und müssen deshalb mit 0:4 Punkten in die nächste Runde starten.
Zunächst hatten die Gäste aus Belgrad, die ohne Sieg durch die Vorrunde gegangen waren und bereits ausgeschieden sind, den Favoriten aus Berlin überrascht. Sie spielten befreit auf und nutzten die Fehler der Hausherren, so dass Partizan mit einer knappen Führung in die Pause ging. Direkt nach dem Seitenwechsel erhöhten die Füchse allerdings das Tempo, angeführt von Welthandballer Mathias Gidsel, der mit zwölf Toren glänzte. Linksaußen Tim Freihöfer präsentierte sich in beeindruckender Form und verwandelte alle elf Würfe sicher. Trotz dieses versöhnlichen Abschlusses bleibt die Ausgangslage mit der Hypothek aus der Vorrunde eine echte Belastungsprobe für das ambitionierte Team, das auch in der Bundesliga momentan mit Platz sechs hinter seinen Ansprüchen zurückbleibt.
OZD/AFP
OZD-Kommentar – Die Hypothek der Füchse wird zur Charakterprobe
Der abschließende Sieg gegen RK Partizan Belgrad mag einerseits für Erleichterung sorgen, offenbart aber gleichzeitig die Unsicherheit, die sich in der Saison der Füchse Berlin eingeschlichen hat. Fehler in der ersten Halbzeit, eine zu späte Tempoverschärfung und die verlorenen direkten Duelle gegen Veszprém stellen das Team vor eine gewaltige Herausforderung. Diese Hypothek von 0:4 Punkten in der Hauptrunde verlangt in der entscheidenden Saisonphase absolute Konstanz und mentale Stärke. Die Füchse müssen sich jetzt auf ihre Qualitäten besinnen, ansonsten droht erneut das frühe Aus auf europäischer Bühne. Eine kraftvolle Aufholjagd ist möglich, aber sie wird zum Härtetest für die Berliner. Die Prognose ist offen, doch klar ist: Schon der nächste Schritt entscheidet über den Charakter und das Selbstverständnis dieses Teams.
Historischer Hintergrund
Die Handball-Champions-League gilt seit Jahren als das härteste Vereinsturnier der Welt. Die Füchse Berlin gehören seit längerem zur europäischen Spitze und standen in den letzten beiden Spielzeiten jeweils im Finale der Königsklasse. RK Partizan Belgrad, der traditionsreiche Klub aus Serbien, konnte auf dieser Bühne in der laufenden Saison nicht mithalten. Mit dem ungarischen Topteam KC Veszprém stand in der Gruppe ein seit Jahren etabliertes Schwergewicht des internationalen Handballs.
Zukunftsprognose
Aus heutiger Sicht sehen sich die Füchse Berlin mit der schweren Aufgabe konfrontiert, einen 0:4-Punkterückstand in der Champions-League-Hauptrunde aufzuholen. Die nächsten Spiele werden entscheidend für den weiteren Verlauf der europäischen Saison sein. Gelingt ein erfolgreicher Start, könnte dieses Handicap kompensiert werden. Scheitert das Team aber früh, wäre nicht nur der Traum vom Final-Four-Endspiel gefährdet, sondern womöglich auch das nationale Selbstbewusstsein der Mannschaft. In der Bundesliga bleibt der Druck ebenso hoch, da der Abstand zur Spitze wächst und die Ansprüche in Berlin traditionell groß sind.
Erklärungen
Was ist die Hauptrunde in der Handball-Champions-League
Die Hauptrunde folgt nach der Vorrunde der Handball-Champions-League. Im neuen Modus werden die Punkte aus den direkten Duellen mit ebenfalls qualifizierten Teams übernommen. Die Ergebnisse gegen bereits ausgeschiedene Teams zählen in der Hauptrunde also nicht mehr.
Wer sind die Füchse Berlin
Die Füchse Berlin sind ein deutscher Top-Club im Handball. In den letzten Jahren haben sie sich sowohl in der Bundesliga als auch international einen Namen gemacht und standen mehrfach in den Finalrunden der Champions League.
OZD-Extras
Ein besonders bemerkenswerter Wert war die Wurfquote von Tim Freihöfer, der elf Tore ohne Fehlwurf erzielte – eine Seltenheit im Handball.
Die Niederlagen gegen Veszprém sind nicht nur sportlich, sondern auch mental von Bedeutung, da sie das Selbstvertrauen der Füchse auf die Probe stellen.
Einfluss auf die Aktie oder Börsenkurse ist im Zusammenhang mit einem Handballspiel nicht zu erwarten.
Gewinnspiel
Wie viele Treffer erzielte Mathias Gidsel beim Sieg der Füchse Berlin gegen RK Partizan Belgrad?
A) Zwölf
B) Acht
C) Neun
D) Elf
Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.