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Großübung trainiert Krisenmanagement bei Dürre und Hitzewelle

Lükex 26 testet bundesweit Krisenmanagement bei Dürre und Hitzewelle. Behörden und Infrastrukturunternehmen trainieren den Schutz der Bevölkerung.

Fakten im Überblick

An Lükex 26 nehmen zehn Bundesländer und fast 20 Bundesbehörden teil.

Das Szenario simuliert eine Hitzewelle mit bis zu 45 Grad nach fünf Dürrejahren.

Eine zentrale Rolle spielt die länderübergreifende Krisenkommunikation.

In Deutschland hat am Mittwoch die bundesweite Großübung Lükex 26 unter der Leitung des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) begonnen. Insgesamt beteiligen sich zehn Bundesländer, fast 20 Bundesbehörden sowie zahlreiche Unternehmen der kritischen Infrastruktur, Hilfsorganisationen und Kooperationsplattformen an der Übung, die das Krisenmanagement bei "Dürre und Hitzewelle" trainiert. Das Übungsszenario geht von fünf zurückliegenden Dürrejahren und einer folgenden extremen Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 45 Grad aus. Ziel ist es, unter realitätsnahen Bedingungen gemeinsam zu entscheiden, welche strategischen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung ergriffen werden. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Krisenkommunikation zwischen allen Akteuren.

Die länder- und ressortübergreifende Zusammenarbeit ist Kern der Übung, denn wie das BBK betont, können Rettungsdienste, Krankenhäuser und Pflegeheime bei anhaltenden Extrembedingungen rasch an die Belastungsgrenze geraten. Auch Transport und Landwirtschaft werden im Szenario durch niedrige Flusspegel und massive Ernteausfälle zusätzlich gefordert, Kommunen müssen die Bevölkerung zum Wassersparen aufrufen und die Waldbrandgefahr steigt. BBK-Präsidentin Grit Tüngler beschreibt das Ziel so: "Wer gemeinsam übt, kann im Ernstfall schneller handeln - und die Menschen in unserem Land besser schützen". An Lükex 26 wirken unter anderem über 60 Landesministerien sowie Behörden aus den Bereichen Umwelt, Landwirtschaft, Verkehr, Inneres und Gesundheit aktiv mit.

Lükex steht für "Länder- und Ressortübergreifende Krisenmanagementübung (Exercise)". Die Planungen zur aktuellen Übung hatten bereits 2024 begonnen, noch vor den in diesem Jahr erreichten Rekordtemperaturen von über 40 Grad, die den Handlungsbedarf deutlich gemacht haben. Lükex 26 ist die zehnte Übung dieser Reihe; in den Vorjahren wurden zum Beispiel ein Gas-Engpass, eine Krankheitswelle oder ein Cyberangriff als Szenario geprobt. Das BBK richtet den Blick nach eigenen Angaben künftig auch stärker auf wachsende Extremwetterereignisse und hybride Bedrohungen, die eine Gefahr für kritische Infrastrukturen sein können.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Deutschland probt den Ernstfall – mehr als nur Symbolpolitik

Die bundesweite Übung Lükex 26 zeigt: Deutschland nimmt die Bedrohungen durch Extremwetter und ihre Auswirkungen auf die kritische Infrastruktur ernst. Realitätsnahe Szenarien fördern das Zusammenspiel unterschiedlichster Behörden und Organisationen, gerade wenn wie hier die Koordinierung zwischen Ländern und Bund im Fokus steht. Wer solche Krisenlagen gemeinsam durchspielt, ist tatsächlich besser gerüstet.

Die vergangenen Jahre haben deutlich gemacht, dass Planung allein nicht alle Folgen von Dürre und Hitze verhindern kann. Trotzdem liegt in dieser Übung die Chance, Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und vorhandene Strukturen zu verbessern. Es ist zu erwarten, dass die Abläufe im Bevölkerungsschutz angesichts wachsender Herausforderungen in Zukunft noch wichtiger werden und Systemresilienz eine immer größere Rolle spielen wird.

Historischer Hintergrund

Die Lükex-Übungen wurden ins Leben gerufen, um das Zusammenwirken von Bund, Ländern, Behörden und weiteren Akteuren im Krisenfall zu verbessern. Die aktuelle Planung für Lükex 26 startete bereits 2024, lange bevor die Rekordtemperaturen im Sommer viele Systeme an ihre Belastungsgrenzen brachten. Frühere Übungen simulierten unter anderem einen möglichen Gas-Engpass, Krankheitswellen und Cyberangriffe. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe entwickelte diese Formate, um bundesweit ein einheitliches und trainiertes Krisenmanagement sicherzustellen.

Zukunftsprognose

Extremwetterlagen wie Dürre und Hitzewellen könnten in Deutschland zukünftig häufiger auftreten. Aus den Erkenntnissen von Lükex 26 können Defizite bei der Krisenkoordination erkannt und langfristige Verbesserungen angestoßen werden. Politisch dürfte der Bevölkerungsschutz zusammen mit dem Thema Klimaanpassung an Bedeutung gewinnen. Wirtschaftliche Folgen könnten sich vor allem auf die Landwirtschaft und Transportbranche konzentrieren. International könnten ähnliche Krisenübungen zum Vorbild für andere Länder werden. Weiterentwickelte Notfallstrukturen sind angesichts des Klimawandels und hybrider Risiken künftig entscheidend.

Erklärungen

Was ist Lükex 26

Lükex 26 ist eine bundesweite Katastrophenschutz-Übung, bei der das gemeinsame Krisenmanagement von Bund, Ländern und Organisationen bei Dürre und Hitzewelle trainiert wird.

Was bedeutet kritische Infrastruktur

Kritische Infrastrukturen sind Einrichtungen und Systeme wie Energie- und Wasserversorgung, Gesundheit oder Verkehr, die für das Funktionieren der Gesellschaft unverzichtbar sind.

OZD-Extras

Die Einbeziehung von Unternehmen der kritischen Infrastruktur, darunter aus den Bereichen Energie und Wasserversorgung, unterstreicht die Bedeutung vernetzter Zusammenarbeit im Bevölkerungsschutz. Seit Beginn der Lükex-Reihe wurden jeweils aktuelle nationale Risiken in den Mittelpunkt gestellt. Die Übung selbst hat laut AFP keine unmittelbaren Auswirkungen auf Börsen oder Rohstoffmärkte.

Gewinnspiel

Wie lautet der Name der bundesweiten Krisenmanagementübung zu Dürre und Hitzewelle?

A) Lükex 26

B) Eurex 21

C) Civex 30

D) Protex 19

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.