Fakten im Überblick
Jonas Neffin erzielt bei seinem ersten Länderspiel einen Shutout gegen Österreich.
Neffin ist damit der erste deutsche Torwart seit Philipp Grubauer 2014 mit diesem Erfolg.
Der Bundestrainer spricht Neffin großes Lob für seinen Einsatz und Charakter aus.
Mit breitem Grinsen und in Badeschlappen lief Jonas Neffin nach Abpfiff entspannt durch den Düsseldorfer Dome. Das erste Länderspiel im deutschen Eishockey-Nationalteam hätte für den Berliner Torwart kaum besser laufen können: Beim 3:0 gegen Österreich hielt Neffin seinen Kasten sauber – als erster deutscher Goalie seit Philipp Grubauer im Jahr 2014 feiert das Senkrechtstarter-Talent damit ein traumhaftes Debüt. "Unglaublich", so sein spontaner Kommentar nach der Partie beim Deutschland Cup, bei dem er alle 21 Schüsse der Österreicher abwehrte.
Noch vor gut einem Jahr spielte Neffin in der DEL2 für Freiburg oder Rosenheim, oft unter Beschuss. Sein rasanter Aufstieg führte ihn schließlich zu den Eisbären Regensburg, wo ihm drei Jahre in der zweiten Liga wichtige Erfahrungen verschafften. Er beschrieb selbst, diese Zeit habe ihn "reifer gemacht als Torhüter und auch als Mensch". Entscheidend für den Sprung nach oben empfand er: "Ich glaube, das war ausschlaggebend, damit ich hochgehen konnte."
Sein Wechsel zum Hauptstadt-Meister, den Eisbären Berlin, galt als folgerichtiger Schritt. In seinen ersten neun Spielen konnte der gebürtige Iserlohner gleich fünf Shutouts verbuchen und wurde damit innerhalb kurzer Zeit zur Nummer eins im Team. André Rankel, der neue Bundestrainer, reagierte prompt und berief Neffin in den Nationalkader. "Ich freue mich absolut für ihn, weil er ein total bodenständiger, ruhiger, angenehmer Kerl ist", so Rankel. Er betonte außerdem: "Alles, was er jetzt macht, hat er sich selbst erarbeitet. Er hat uns eine gute Ruhe gegeben, wann immer wir ein Save von ihm brauchten."
Auch Jonas‘ Teamkollegen zeigten sich beeindruckt: Tobias Rieder, früher selbst NHL-Profi, lobte seinen Rückhalt für die gesamte Mannschaft. "Er hat uns sehr viel Rückhalt gegeben, das hat er in der Liga auch schon gezeigt. Glückwunsch an ihn und hoffentlich geht es auch so weiter." Trotz des überwältigenden Starts wird Neffin den kommenden Spielen vorerst zuschauen müssen, denn gegen Lettland und die Slowakei sollen Jonas Stettmer und Tobias Ancicka zwischen den Pfosten stehen.
OZD/AFP
OZD-Kommentar – Neffin setzt ein starkes Zeichen im deutschen Tor
Der erste Auftritt von Jonas Neffin im Tor der Nationalmannschaft beeindruckt Fans und Experten gleichermaßen. Mit dem Shutout knüpft er an große Namen wie Philipp Grubauer an und zeigt, dass der deutsche Eishockeynachwuchs über echtes Potenzial verfügt. Was Neffin von vielen jungen Spielern unterscheidet, ist seine bemerkenswerte Gelassenheit gepaart mit einer ruhigen Arbeitsweise. Die Aussagen des Bundestrainers sind nicht nur ehrliche Wertschätzung, sondern spiegeln das große Vertrauen wider, das sich Neffin durch harte Arbeit und Bodenständigkeit verdient hat. Es bleibt anzuerkennen: Solche Karrieren motivieren den gesamten Nachwuchs. Sollte Neffin sein Leistungsniveau halten, könnte er sich langfristig im Nationalteam etablieren – die Chancen stehen gut, zumal er trotz des Erfolgs mit Ruhe und Teamgeist überzeugt.
Historischer Hintergrund
Das Thema rückt besonders in den Fokus, da Jonas Neffin als erster deutscher Eishockey-Torwart seit 2014 einen Shutout bei seinem Debüt für die Nationalmannschaft erreichen konnte. Damals gelang dieses Kunststück Philipp Grubauer. Der Wechsel junger Talente aus der DEL2 in die DEL und anschließend in das Nationalteam ist eine wiederkehrende Entwicklung und dokumentiert die Bedeutung der Nachwuchsförderung in den deutschen Ligen. Besonders Berlin profiliert sich regelmäßig als Standort für neue Torwarttalente, was einmal mehr unterstrichen wurde.
Zukunftsprognose
Wird Neffin weiterhin auf diesem hohen Niveau performen, könnte er sich dauerhaft zu einer festen Größe im deutschen Nationalteam entwickeln. Im besten Fall stärkt sich so auch die Position Deutschlands bei internationalen Turnieren. Sollte die Nachwuchsförderung fruchten, besteht die berechtigte Hoffnung, dass weitere Talente ihm in die Nationalmannschaft folgen. Im wirtschaftlichen Bereich könnten erfolgreiche junge Spieler wie Neffin das deutsche Eishockey attraktiver für Sponsoren und Medien machen. Auf internationaler Ebene könnte Deutschland, sollte diese Entwicklung anhalten, künftig bei großen Turnieren öfter aufhorchen lassen.
Erklärungen
Wer ist Jonas Neffin?
Jonas Neffin ist ein deutscher Eishockeytorwart aus Iserlohn, der über die Stationen Regensburg, Freiburg und Rosenheim 2023 zu den Eisbären Berlin wechselte. Dort wurde er schnell zum Stammtorwart und debütierte 2023 im Nationalteam.
OZD-Extras
Im deutschen Eishockey ist die Torwartposition traditionell stark umkämpft. Neffins steiler Aufstieg setzt ein Ausrufezeichen gegenüber der internationalen Konkurrenz. Während große Nationen wie Kanada, Schweden oder Finnland Top-Torhüter hervorbringen, gelingt dies Deutschland seltener. Besonders die DEL-Teams profitieren von Newcomern wie Neffin, was langfristig auch Einfluss auf die Zuschauerzahlen und TV-Rechte haben könnte. Kuriose Randnotiz: Neffin lief nach dem ersten großen Erfolg locker in Badeschlappen durch die Halle, was ungewöhnlich entspannt auf die teils nervöse Nachwuchsgeneration in Eishockeyhallen wirkt. Ein nachhaltiger schulterschluss zwischen Bundesliga und Nationalmannschaft scheint angesichts dieser Entwicklung wahrscheinlicher.
Gewinnspiel
Wie viele Shutouts gelangen Jonas Neffin in seinen ersten neun DEL-Spielen?
A) Fünf
B) Sieben
C) Drei
D) Zwei
Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.