Nach der erneuten deutlichen Niederlage gegen den FC Bayern München zeigte sich David Raum sichtlich angefressen. Der Kapitän von RB Leipzig sprach nach dem 1:5 von fehlender Reife und kritisierte den erneuten mentalen Einbruch seiner Mannschaft. Nach Gegentoren verliere Leipzig zu oft den Kopf – ein Muster, das sich wiederholt habe.
Dabei sah es zunächst nach einer gelungenen Revanche aus. Leipzig hatte aus der 0:6-Pleite zum Saisonauftakt gelernt, dominierte lange Phasen und ging durch Romulo verdient in Führung. Bis weit in die zweite Hälfte hinein kontrollierten die Sachsen das Spiel – doch dann kippte die Partie brutal.
Mit Treffern von Serge Gnabry, Harry Kane, Jonathan Tah, Aleksandar Pavlovic und Michael Olise zeigte Bayern seine ganze Effizienz. Innerhalb von knapp 40 Minuten verwandelten die Münchner Leipziger Stabilität in Ratlosigkeit.
Auch Trainer Ole Werner sprach von einem außergewöhnlichen Spielverlauf. Über weite Strecken habe Leipzig sehr gut verteidigt und mutig gespielt, am Ende aber die individuelle Qualität der Bayern nicht kontrollieren können. Während München weiter einsam an der Tabellenspitze marschiert, erlitt Leipzig im Rennen um die Champions-League-Plätze einen empfindlichen Rückschlag.
Die nächste Gelegenheit zur Wiedergutmachung lässt jedoch nicht lange auf sich warten. Am 11. Februar gastiert Leipzig im Viertelfinale des DFB-Pokal erneut in München. Werner machte klar, dass man auch dort nicht kampflos antreten werde. OZD
OZD-Kommentar – Wenn Klasse auf Reife trifft
RB Leipzig hat gezeigt, dass es Bayern weh tun kann – aber auch, warum
es noch kein Titelanwärter ist. Führungen reichen nicht, gute Phasen
auch nicht. Entscheidend ist, wie eine Mannschaft auf Rückschläge
reagiert. Genau dort offenbart Leipzig seit Jahren Schwächen. Bayern
hingegen bleibt gnadenlos. Fünf Tore aus wenig Chancen sind kein Zufall,
sondern Ausdruck von Siegermentalität. Leipzig ist nah dran – aber
mental noch zu weit weg.
Mini-Infobox
– Leipzig verliert 1:5 trotz Pausenführung
– Zweite klare Niederlage gegen Bayern in dieser Saison
– Bayern baut Tabellenführung aus
– Leipzig kassiert Rückschlag im CL-Rennen
– Pokal-Revanche am 11. Februar
Tabelle
RB Leipzig bleibt im oberen Tabellendrittel, verpasst jedoch wichtige
Punkte im Kampf um die Champions-League-Plätze. Der Rückstand auf die
direkte Konkurrenz könnte sich weiter vergrößern. Bayern München zieht
an der Spitze unbeirrt davon und unterstreicht seine Sonderstellung in
der Bundesliga.
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OZD-Analyse
Mentaler Bruchpunkt
– a) Führung nicht genutzt
– b) Gegentore lösen Kontrollverlust aus
– c) Wiederkehrendes Muster gegen Topteams
Bayerns Effizienz
– a) Wenige Chancen, maximale Ausbeute
– b) Individuelle Klasse in entscheidenden Momenten
– c) Abgeklärtheit nach Rückstand
Leipziger Perspektive
– a) Gute Spielanlage vorhanden
– b) Konstanz über 90 Minuten fehlt
– c) Reifeprüfung weiter offen
Lernbox – Historischer Hintergrund & Zukunftsprognose
RB Leipzig scheiterte in den vergangenen Jahren immer wieder an Bayern
München, sobald es um mentale Stabilität und Titelnähe ging. Gute Phasen
und mutige Auftritte reichten selten, um Spiele auf höchstem Niveau zu
kontrollieren. Der Abstand in der Siegermentalität ist historisch
konstant.
Für die Zukunft gilt: Leipzig kann Bayern punktuell schlagen, wenn es gelingt, emotionale Einbrüche zu vermeiden. Im Pokal bietet sich kurzfristig eine neue Chance, doch langfristig entscheidet sich der Weg des Klubs an der Fähigkeit, Führungen zu verteidigen und Drucksituationen zu beherrschen. Ohne diesen Schritt bleibt Leipzig Herausforderer – nicht Jäger.
OZD-Extras
RB Leipzig kassierte in den letzten beiden Bundesliga-Spielen gegen
Bayern insgesamt elf Gegentore – ein deutlicher Hinweis auf den
Klassenunterschied in entscheidenden Phasen.
Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.
