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Vergeben, verzockt, vertagt: VfB muss nun zittern

Der VfB Stuttgart verliert sein Prestige-Duell bei der AS Rom mit 0:2 und verpasst den Sprung unter die Top acht der Europa League. Die Play-offs drohen – und das aus eigener Nachlässigkeit.

Der VfB Stuttgart hat in der Europa League einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Beim 0:2 (0:1) im Stadio Olimpico gegen die AS Rom verpasste das Team von Trainer Sebastian Hoeneß den angestrebten Sprung unter die besten acht der Ligaphase und muss nun sehr wahrscheinlich den Umweg über die ungeliebten Play-offs einplanen.

Niccolò Pisilli traf in der 40. Minute zur Führung für die Römer und machte in der Nachspielzeit (90.+3) endgültig alles klar. Für den VfB war es nach drei Europapokal-Siegen in Serie wieder ein Abend, an dem Effizienz und Abgeklärtheit fehlten – trotz mehrerer hochkarätiger Chancen in der zweiten Halbzeit.

Hoeneß zeigte sich nach der Partie selbstkritisch. Man habe sich die Niederlage selbst zuzuschreiben, sagte der Coach, denn die Möglichkeiten zum Ausgleich seien vorhanden gewesen. Genau darin liegt das Kernproblem dieses Auftritts: Stuttgart war über weite Strecken konkurrenzfähig, ließ aber die nötige Kaltschnäuzigkeit vermissen.

Im Mittelfeld fehlte Angelo Stiller aufgrund von Leistenbeschwerden. Chema Andrés rückte für ihn in die Startelf. Die Schwaben begannen mutig, verloren jedoch nach rund 20 Minuten die Kontrolle. Die Roma, bei der Trainer Gian Piero Gasperini mit Blick auf das Ligaspiel gegen die AC Mailand rotierte, übernahm zunehmend das Kommando und belohnte sich kurz vor der Pause.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild. Stuttgart drängte, kombinierte sich mehrfach gefährlich in den Strafraum, scheiterte jedoch immer wieder. Deniz Undav vergab gleich zwei Großchancen, auch Ermedin Demirovic ließ eine hundertprozentige Möglichkeit liegen. Auf der Gegenseite zeigte sich die Roma eiskalt – Pisilli bestrafte das.

Mit nun zwölf Punkten ist der VfB vor dem letzten Spieltag auf fremde Hilfe angewiesen. Zwar ist ein direkter Achtelfinaleinzug rechnerisch noch möglich, realistisch betrachtet aber droht der Gang in die Play-offs. Am kommenden Donnerstag muss gegen die Young Boys Bern zwingend ein Sieg her – und selbst der könnte am Ende nicht reichen.

OZD


OZD-Kommentar: Wer Europa will, darf solche Spiele nicht herschenken

Der VfB Stuttgart hat in Rom nicht verloren, weil der Gegner zu stark war – sondern weil man selbst zu schwach im entscheidenden Moment war. Genau das unterscheidet gute Europapokal-Teams von sehr guten.

Chancen allein gewinnen keine Spiele. Effizienz tut es. Und daran hapert es beim VfB in der Europa League immer wieder, sobald das Niveau steigt. Rom spielte routiniert, Stuttgart spielte ambitioniert – und genau dieser Unterschied entschied das Spiel.

Die Play-offs wären kein Skandal, aber sie sind ein Warnsignal. Wer in Europa weiterkommen will, muss lernen, große Abende auch zu nutzen. Sonst bleibt der Traum vom Achtelfinale genau das: ein Traum.


OZD-Gewinnspiel

Frage:
Wie viele Punkte hat der VfB Stuttgart nach der Niederlage in Rom?

A) 10
B) 11
C) 12
D) 13

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Mini-Infobox

Wettbewerb: Europa League

Ligaphase, 7. Spieltag

Ergebnis: AS Rom – VfB Stuttgart 2:0

Tore: Pisilli (40., 90.+3)

Punkte VfB: 12



OZD-Analyse

1. Historischer Hintergrund
a) VfB in Europa
– Lange Durststrecke ohne internationale Erfolge
– Europa-League-Rückkehr mit neuem Anspruch
b) Italienische Gegner
– Traditionell schwere Auswärtsspiele
– Wenig Raum für Fehler

2. Spielanalyse
a) Erste Halbzeit
– Ordentlicher Beginn
– Kontrollverlust nach 20 Minuten
b) Zweite Halbzeit
– Chancenplus für Stuttgart
– Katastrophale Chancenverwertung

3. Prognose
a) Letzter Spieltag
– Sieg gegen Bern Pflicht
– Abhängigkeit von Ergebnissen anderer Teams
b) Gesamtausblick
– Play-offs sehr wahrscheinlich
– Achtelfinale nur bei perfektem Ausgang erreichbar


Erklärungen

Was bedeuten die Play-offs in der Europa League?
Teams auf den Plätzen neun bis 24 der Ligaphase müssen in Hin- und Rückspiel um den Einzug ins Achtelfinale kämpfen. Erst die Top acht sind direkt qualifiziert.

Warum war der Ausfall von Angelo Stiller so wichtig?
Stiller ist der Taktgeber im Stuttgarter Spielaufbau. Sein Fehlen schwächte die Kontrolle im Mittelfeld spürbar.

OZD-Extras

Fun-Fact:
Der VfB ließ in Rom mehr Großchancen liegen als in seinen drei vorherigen Europa-League-Siegen zusammen.

Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.