An einem Berliner U-Bahnhof ist am frühen Samstagmorgen ein 17-Jähriger nach einem Stromschlag ums Leben gekommen. Wie eine Polizeisprecherin mitteilte, war der Jugendliche in einer größeren Gruppe unterwegs, als ihm ein Gegenstand ins Gleisbett fiel. Beim Versuch, diesen selbst wieder herauszuholen, kam es zu dem tödlichen Unglück.
Der Unfall ereignete sich kurz nach 03.00 Uhr am U-Bahnhof U-Bahnhof Deutsche Oper. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei berührte der Jugendliche ein Starkstromkabel und erlitt einen schweren Stromschlag. Trotz sofortiger Hilfe erlag er noch vor Ort seinen Verletzungen.
Medienberichten zufolge handelte es sich bei dem Gegenstand um eine E-Zigarette. Offiziell bestätigte die Polizei dies zunächst nicht. Die Ermittlungen zum genauen Ablauf dauern an.
OZD

Ein Griff, ein Augenblick, ein Leben verloren. Was wie eine harmlose Handlung erscheint, wird im Umfeld von Bahnanlagen zur tödlichen Gefahr. Der Tod dieses Jugendlichen ist kein tragischer Zufall, sondern eine bittere Erinnerung daran, wie unterschätzt die Gefahr von Stromschienen immer noch ist. Prävention beginnt nicht mit Verboten, sondern mit Aufklärung – und die kommt oft zu spät.
Historischer HintergrundTödliche Unfälle im Gleisbereich der Berliner U-Bahn sind selten, kommen aber immer wieder vor. Besonders junge Menschen unterschätzen häufig die Gefahr der seitlichen Stromschiene, die bei der Berliner U-Bahn mit bis zu 750 Volt betrieben wird. Bereits mehrfach kam es in den vergangenen Jahren zu schweren Verletzungen und Todesfällen durch Stromschläge im Gleisbett.
ZukunftsprognoseDer tödliche Unfall dürfte die Debatte über Sicherheitsmaßnahmen an U-Bahnhöfen erneut verschärfen. Experten fordern seit Jahren bessere Aufklärung, Warnhinweise und technische Barrieren. Auch Kampagnen an Schulen könnten künftig stärker in den Fokus rücken, um Jugendliche für die lebensgefährlichen Risiken zu sensibilisieren.
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Unfallhergang
– a) Gegenstand fällt ins Gleisbett
– b) Eigenständiger Rettungsversuch
– c) Kontakt mit Starkstrom
Gefahrenquelle U-Bahn
– a) Seitliche Stromschiene
– b) Hohe Spannung
– c) Lebensgefahr auch ohne Zugverkehr
Gesellschaftliche Aspekte
– a) Unterschätzte Risiken bei Jugendlichen
– b) Fehlende Aufklärung
– c) Präventionsbedarf im ÖPNV
Im Gleisbett von U- und S-Bahnen besteht immer Lebensgefahr – auch wenn kein Zug fährt. Gegenstände dürfen niemals selbst aus dem Gleis geholt werden.
Mini-Infobox– Ort: Berlin
– U-Bahnhof: Deutsche Oper
– Opfer: 17-jähriger Jugendlicher
– Ursache: Stromschlag durch Starkstrom
Die Berliner U-Bahn nutzt seit Jahrzehnten eine seitliche Stromschiene – im Gegensatz zu Oberleitungen ist sie für Laien oft schwer als tödliche Gefahr erkennbar.
Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.