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Prevc fliegt zur Krone – Deutsches Team erlebt WM-Debakel

Domen Prevc krönt sich in Oberstdorf erstmals zum Skiflug-Weltmeister. Für das deutsche Team endet die WM enttäuschend: Philipp Raimund wird 13., kein DSV-Springer schafft es in die Top 10.

Der Slowene Domen Prevc ist neuer Skiflug-Weltmeister. Der 26-Jährige setzte sich bei der WM in Oberstdorf souverän durch und feierte damit nur 18 Tage nach seinem Triumph bei der Vierschanzentournee den nächsten Meilenstein seiner Karriere. Silber ging an den Norweger Marius Lindvik, Bronze an Japans Ren Nikaido.

Prevc ließ der Konkurrenz keine Chance. Mit Flügen auf 232,0 und 222,5 Meter verteidigte er seine Führung aus dem ersten Durchgang eindrucksvoll und distanzierte das Feld deutlich. Er ist damit der erste slowenische Skiflug-Weltmeister seit seinem Bruder Peter, der 2016 ebenfalls nach einem Tournee-Sieg WM-Gold geholt hatte. Auch im Gesamtweltcup liegt Domen Prevc aktuell mit großem Vorsprung an der Spitze.

Aus deutscher Sicht verlief der Wettbewerb ernüchternd. Philipp Raimund belegte als bester DSV-Adler lediglich Rang 13. Erstmals seit 2010 schaffte es kein deutscher Springer unter die besten zehn einer Skiflug-WM. Damals war Michael Uhrmann als bester Deutscher nur 19. geworden.

Hinter Raimund landete der frühere Weltmeister Karl Geiger auf Rang 17, nachdem er nach dem ersten Wettkampftag noch Elfter gewesen war. Felix Hoffmann wurde 22., Routinier Pius Paschke kam nicht über Platz 25 hinaus. Vor 18.000 Zuschauern erlebte das deutsche Team damit die schwächste Skiflug-WM seit 16 Jahren.

OZD


OZD-Kommentar – Höhenflug hier, Bruchlandung dort

Während Prevc mit beeindruckender Leichtigkeit Geschichte schreibt, steckt das deutsche Skispringen in einer ernsten Standortbestimmung. Technische Defizite, fehlende Konstanz und mentale Unsicherheit sind nicht mehr zu übersehen. Der Abstand zur Weltspitze ist größer geworden – und Schönreden hilft jetzt niemandem.

Historischer Hintergrund

Slowenien hat sich in den vergangenen Jahren zur dominierenden Skiflug-Nation entwickelt. Bereits Peter Prevc prägte das vergangene Jahrzehnt, nun setzt Domen die Familientradition fort. Deutschland hingegen war lange Medaillengarant bei Großschanzen-Wettbewerben, verliert diese Rolle jedoch zunehmend.

Zukunftsprognose

Für Prevc deutet vieles auf eine historische Saison mit WM-Gold und Gesamtweltcup hin. Das deutsche Team steht vor einem Umbruch: Ohne technische Weiterentwicklung und klare Rollenverteilung droht der Anschluss an die Weltelite dauerhaft verloren zu gehen.



Gewinnspiel

Wer wurde Skiflug-Weltmeister in Oberstdorf?
A) Karl Geiger
B) Marius Lindvik
C) Domen Prevc
D) Ren Nikaido

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Wissensblock 

OZD-Analyse

Wettkampfverlauf
– a) Klare Führung nach Tag eins
– b) Weite Flüge über 230 Meter
– c) Keine Schwächen im Finale

Deutsche Bilanz
– a) Kein Springer in Top 10
– b) Große Abstände zur Spitze
– c) Schwächste WM seit 2009

Internationale Entwicklung
– a) Slowenien dominiert Skifliegen
– b) Breite Weltklasse bei Norwegen und Japan
– c) Deutschland verliert Anschluss

Lernbox

Skifliegen entscheidet sich nicht nur in der Luft, sondern Monate zuvor im Techniktraining – hier hat die Konkurrenz derzeit klar die Nase vorn.

Mini-Infobox

– Wettbewerb: Skiflug-Weltmeisterschaft
– Ort: Oberstdorf
– Weltmeister: Domen Prevc
– Bester Deutscher: Philipp Raimund (13.)

OZD-Extra

Zum Abschluss der WM steht am Sonntag der Teamwettkampf an – Deutschland gewann bei den letzten drei Weltmeisterschaften stets eine Medaille.

Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.