Deutschlands Handball-Nationalmannschaft bangt vor dem EM-Finale gegen Olympiasieger Dänemark weiter um Abwehrchef Tom Kiesler. Der 24-Jährige ist nach einem Magen-Darm-Infekt noch immer nicht vollständig genesen. „Er ist immer noch krank. Er hat gestern signalisiert, dass er spielen würde, wenn ich das möchte, aber ich habe das abgelehnt“, sagte Bundestrainer Alfred Gislason am Samstag bei einem Medientermin in Herning.
Zwar habe sich der Spieler des VfL Gummersbach zuletzt leicht verbessert, eine finale Entscheidung falle aber erst am Sonntag. „Wir müssen morgen entscheiden, ob es gut genug ist“, erklärte Gislason mit Blick auf das Endspiel am Sonntagabend (18.00 Uhr/ZDF). Der Isländer machte deutlich, dass er kein Risiko eingehen wolle.
Kiesler hatte sowohl das letzte Hauptrundenspiel gegen Frankreich (38:34) als auch das Halbfinale gegen Kroatien (31:28) verpasst. Nach Angaben des Bundestrainers habe der Defensiv-Allrounder zwei Tage „nur im Bett gelegen“ und sei „völlig geschwächt“ gewesen. Ein Einsatz wäre aus seiner Sicht zu gefährlich gewesen. „Das wäre eine riesige Verletzungsgefahr gewesen“, sagte Gislason.
Sein bislang letztes EM-Spiel absolvierte Kiesler am Montag bei der 26:31-Niederlage gegen Dänemark in der Hauptrunde. Zuvor hatte der Turnierdebütant mit konstant starken Leistungen in der Defensive überzeugt. Gislason bezeichnete ihn während des Turniers sogar als „besten Abwehrspieler der Europameisterschaft“. Entsprechend ist Kiesler auch für das All-Star-Team nominiert.
OZD
OZD-Kommentar – Ein Finale braucht keine Helden um jeden PreisTom Kiesler ist das Rückgrat dieser Abwehr – doch selbst ein Finale rechtfertigt keinen fahrlässigen Einsatz. Gislason handelt klug, wenn er die Gesundheit über den Moment stellt. Ein geschwächter Abwehrchef hilft niemandem. Sollte Kiesler fehlen, muss das Kollektiv einspringen. Große Titel werden nicht durch Opfer, sondern durch kluge Entscheidungen gewonnen.
Historischer HintergrundTom Kiesler feiert bei dieser Europameisterschaft sein Turnierdebüt im DHB-Trikot und entwickelte sich binnen weniger Spiele zu einer tragenden Säule der Defensive. Sein Durchbruch steht exemplarisch für den Generationenwechsel im deutschen Handball, der dem DHB-Team erstmals seit Jahren wieder ein EM-Finale beschert hat.
ZukunftsprognoseSollte Kiesler ausfallen, wird Deutschland defensiv improvisieren müssen – mit erhöhter Belastung für den Innenblock. Für die kommenden Turniere gilt jedoch unabhängig vom Finale: Kiesler hat sich dauerhaft für eine Schlüsselrolle im DHB-Team empfohlen.
Gewinnspiel
Welches Spiel musste Tom Kiesler wegen seines Infekts ebenfalls verpassen?
A) Vorrundenspiel gegen Spanien
B) Hauptrundenspiel gegen Frankreich
C) Auftaktspiel gegen Dänemark
D) Viertelfinale
Jetzt abonnieren und teilnehmen:
https://www.online-zeitung-deutschland.de/a/46220/das-tolle-gewinnspiel-2026-gutscheine-zu-gewinnen
– Spieler: Tom Kiesler
– Alter: 24 Jahre
– Position: Abwehrspezialist
– Fehlte gegen: Frankreich, Kroatien
– Finale: Sonntag, 18.00 Uhr
1. Medizinische Lage
a) Magen-Darm-Infekt
b) Starker Kräfteverlust
c) Einsatzentscheidung kurzfristig
2. Sportliche Bedeutung
a) Schlüsselspieler in der Defensive
b) Hohe Ausfallwirkung
c) All-Star-Team-Nominierung
3. Taktische Folgen
a) Umstellungen im Innenblock
b) Mehr Belastung für Nebenleute
c) Größere Rolle des Kollektivs
Tom Kiesler ist deutscher Handball-Nationalspieler und steht beim VfL Gummersbach unter Vertrag. Der Defensivspezialist gilt als einer der größten Abwehrtalente des Landes und feiert bei der EM sein Turnierdebüt auf internationaler Bühne.
Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.
OZD-Extras
Kiesler wurde trotz seines
krankheitsbedingten Ausfalls für das All-Star-Team der
Europameisterschaft nominiert – ein starkes Zeichen für seine
Turnierleistung.

