Italien fiebert der Eröffnung seiner dritten Olympischen Winterspiele entgegen. An diesem Freitag um 20.00 Uhr beginnt das Weltevent mit den Hauptorten Mailand und Cortina d’Ampezzo auch offiziell, erste Wettkämpfe laufen bereits. Nach Cortina 1956 und Turin 2006 ist Italien damit erneut Gastgeber des größten Wintersportereignisses der Welt.
Für Deutschland wird Eishockeystar Leon Draisaitl die Fahne ins Stadion von San Siro tragen. Skispringerin Katharina Schmid führt das Team D bei der Zeremonie in Predazzo an. Draisaitl nahm für dieses persönliche „i-Tüpfelchen“ nach der 3:4-Niederlage seiner Edmonton Oilers einen Zwölf-Stunden-Flug auf sich, obwohl seine olympischen Wettbewerbe erst am 12. Februar beginnen.
Die Eröffnungsfeier findet unter außergewöhnlich hohen Sicherheitsvorkehrungen statt. Auf jeden der rund 2900 Athletinnen und Athleten kommen nahezu drei Sicherheitskräfte. Insgesamt sind 6000 Polizisten und 2000 Militärangehörige im Einsatz. Hintergrund sind unter anderem internationale Spannungen, Diskussionen um den Einsatz der US-Einwanderungsbehörde ICE zum Schutz von US-Vizepräsident JD Vance sowie bekannt gewordene russische Cyberattacken auf Standorte der Winterspiele.
Sorgen bereiten diese Umstände dem deutschen Olympia-Chef jedoch nicht. Thomas Weikert verwies auf seine Erfahrungen bei den Sommerspielen in Paris. Dort sei die Veranstaltung noch größer gewesen, dennoch habe er sich sicher gefühlt. Dies sei auch in Italien der Fall.
Ein streng gehütetes Geheimnis scheint derweil bereits gelüftet: Italienische Medien berichten übereinstimmend, dass die Ski-Legenden Alberto Tomba in Mailand und Deborah Compagnoni in Cortina die letzten Träger des Fackellaufs sein und die olympische Flamme entzünden werden. OZD

OZD-Kommentar – Glanz unter Spannung
Italien inszeniert diese Eröffnungsfeier als Fest der Geschichte und der Emotionen – doch die Zeit der unbeschwerten Olympiamärchen ist vorbei. Zwischen Hochsicherheit, Cyberbedrohungen und geopolitischen Spannungen wird deutlich, wie sehr sich die Welt verändert hat. Und doch liegt gerade darin die Kraft dieses Moments: Olympia trotzt den Krisen und behauptet seinen Anspruch als globales Symbol der Begegnung. Ob dieses Versprechen trägt, wird sich nicht nur im Stadion, sondern in den kommenden Wochen entscheiden.
Historischer Hintergrund
Italien gehört zu den traditionsreichsten Gastgebern Olympischer Winterspiele. 1956 schrieb Cortina d’Ampezzo Sportgeschichte, 2006 folgte Turin als modernes Winter-Olympia-Zentrum. Die Spiele in Mailand und Cortina verbinden nun urbane Metropole und alpine Tradition – ein Konzept, das den Wandel der Olympischen Bewegung widerspiegelt.
Zukunftsprognose
Die Winterspiele in Italien könnten richtungsweisend werden. Gelingt eine sichere, stimmungsvolle und organisatorisch reibungslose Durchführung, stärkt dies das Vertrauen in Olympische Spiele in politisch unruhigen Zeiten. Misslingen Sicherheit oder Logistik, dürfte die Kritik an Mega-Events weiter zunehmen.
Frage:
Wo findet die zentrale Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele statt?
A) Cortina d’Ampezzo
B) Turin
C) San Siro in Mailand
D) Predazzo
Mitmachen & gewinnen:
Jetzt teilnehmen und mit etwas Glück attraktive Gutscheine sichern:
https://www.online-zeitung-deutschland.de/a/46220/das-tolle-gewinnspiel-2026-gutscheine-zu-gewinnen
Mini-Infobox
– Gastgeberland: Italien
– Hauptorte: Mailand und Cortina d’Ampezzo
– Athleten: rund 2900
– Sicherheitskräfte: ca. 8000
– Eröffnungszeit: Freitag, 20.00 Uhr
OZD-Analyse
Bedeutung für Italien
a) Dritte Winterspiele im eigenen Land
b) Imagegewinn durch Großereignis
c) Verbindung von Tradition und Moderne
Sicherheitslage
a) Massive Polizeipräsenz
b) Cyberbedrohungen als neues Risiko
c) Politische Spannungen im Hintergrund
Sportliche Symbolik
a) Prominente Fahnenträger
b) Ikonen als Flammenzünder
c) Starker Fokus auf nationale Identität
ANZEIGE
Dieser Artikel wird gesponsert von:
Was sind die Olympischen Winterspiele?
Die Olympischen Winterspiele sind das größte internationale
Sportereignis für Wintersportarten. Sie finden alle vier Jahre statt und
vereinen Athletinnen und Athleten aus der ganzen Welt in Disziplinen
wie Ski, Eisschnelllauf, Biathlon oder Eishockey.
Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.
OZD-Extras
Tradition: Mit Alberto Tomba und Deborah Compagnoni entzünden zwei der größten italienischen Ski-Legenden gemeinsam symbolisch das olympische Feuer.

