Daniel Thioune hat in seinem ersten Spiel als Trainer von Werder Bremen keinen Befreiungsschlag geschafft. Die Norddeutschen verloren beim heimstarken SC Freiburg trotz langer Überzahl mit 0:1 und rutschten auf Relegationsplatz 16 ab. Der erhoffte Effekt nach der Trennung von Horst Steffen blieb damit aus, die Sorgen im Abstiegskampf wachsen weiter.
Den entscheidenden Treffer erzielte Jan-Niklas Beste bereits in der 13. Minute mit einem sehenswerten Schlenzer aus halbrechter Position. Für Thioune war es ein bitterer Start, denn Bremen zeigte sich defensiv stabil, blieb offensiv jedoch harmlos. Auch nach der Roten Karte gegen Freiburgs Johan Manzambi, der Olivier Deman mit offener Sohle am Schienbein getroffen hatte, fehlte es der Werder-Elf an Durchschlagskraft.
Seit nunmehr elf Spielen wartet Bremen auf einen Sieg – länger als jeder andere Bundesligist. Eine derart lange Negativserie hatte der Klub zuletzt in der Saison 2017/18 erlebt. Entsprechend deutlich fielen die Worte nach dem Abpfiff aus. Peter Niemeyer, Leiter Profifußball bei Werder, forderte Zusammenhalt und harte Arbeit. Kapitän Marco Friedl sprach Klartext: Wenn die Chancen weiter ungenutzt blieben, werde man „unser blaues Wunder erleben“.
Thioune hatte vor seinem Amtsantritt die Erwartungen bewusst gedämpft. Er sei „Trainer, kein Zauberer“, sagte er und betonte, dass in wenigen Tagen keine grundlegenden Veränderungen möglich seien. Gegenüber seinem Vorgänger nahm er lediglich eine Änderung in der Startelf vor, Keke Topp begann für Samuel Mbangula.
In der Anfangsphase präsentierten sich die Bremer engagiert und zweikampfstark. Ein Fallrückzieher von Justin Njinmah zwang Freiburgs Torhüter Noah Atubolu zu einer starken Parade. Doch mit dem ersten Angriff schlugen die Gastgeber eiskalt zu. Danach verflachte die Partie, Bremen hatte zwar mehr Ballbesitz, blieb aber ideenlos.
Nach der Pause drängte Werder in Überzahl, brachte die Freiburger Defensive um Routinier Matthias Ginter jedoch kaum ernsthaft in Gefahr. Ein vermeintlicher Treffer von Yuito Suzuki wurde wegen eines vorangegangenen Fouls nach Rücksprache mit dem Linienrichter aberkannt. Trotz Schlussoffensive gelang Bremen der Ausgleich nicht mehr. OZD
OZD-Kommentar – Neuer Trainer, alte BaustellenDaniel Thioune konnte in Freiburg kaum mehr tun, als an Stellschrauben zu drehen – doch das Grundproblem bleibt. Werder fehlt es nicht an Einsatz, sondern an Klarheit und Qualität im letzten Drittel. Selbst in Überzahl wirkte der Auftritt mutlos. Der Trainerwechsel sollte ein Weckruf sein, doch bislang klingt er eher wie ein Echo. Wenn Bremen den Abstieg verhindern will, braucht es mehr als Energie und gute Worte – es braucht Tore, Punkte und endlich ein Erfolgserlebnis.
Historischer HintergrundWerder Bremen zählt zu den traditionsreichsten Vereinen der Bundesliga, kämpft jedoch seit Jahren immer wieder gegen den Abstieg. Trainerwechsel in kritischen Phasen haben in der Vergangenheit nicht immer den erhofften Effekt gebracht. Die aktuelle Negativserie erinnert an die schwierigen Jahre vor dem Abstieg 2021.
ZukunftsprognoseDie kommenden Wochen werden für Werder richtungsweisend. Bleiben die Ergebnisse aus, droht der direkte Abstieg. Thioune benötigt schnell ein Erfolgserlebnis, um das Vertrauen der Mannschaft zu festigen und die Abwärtsspirale zu stoppen.

Frage:
Gegen welchen Gegner verlor Werder Bremen beim Debüt von Daniel Thioune?
A) Borussia Mönchengladbach
B) SC Freiburg
C) 1. FC Köln
D) FC Augsburg
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Mini-Infobox– Ergebnis: SC Freiburg – Werder Bremen 1:0
– Trainerdebüt: Daniel Thioune
– Torschütze: Jan-Niklas Beste
– Serie Werder: 11 Spiele ohne Sieg
– Tabellenplatz: Relegation (16.)
Gründe für die Niederlage
a) Früher Gegentreffer
b) Ideenlosigkeit im Angriff
c) Schwache Nutzung der Überzahl
Trainerwechsel-Effekt
a) Mehr Einsatz sichtbar
b) Keine offensive Wende
c) Zeit als kritischer Faktor
Bedeutung für den Abstiegskampf
a) Druck steigt weiter
b) Direkte Konkurrenz punktet
c) Jeder Zähler wird entscheidend
Wer ist Daniel Thioune?
Daniel Thioune ist ein deutscher Fußballtrainer, der zuvor unter anderem
beim Hamburger SV tätig war. Bei Werder Bremen übernahm er das Amt in
einer akuten sportlichen Krisensituation.
Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.
OZD-ExtrasSerie: Werder Bremen wartet länger auf einen Sieg als jeder andere Bundesligist.