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Elon Musk und SpaceX träumen von einer Mondstadt

Elon Musk stellt seine Mars-Pläne zurück. SpaceX will sich nun auf den Bau einer Stadt auf dem Mond konzentrieren – schneller, realistischer und politisch besser eingebettet.

Der Chef des Raumfahrtunternehmens SpaceX, Elon Musk, hat seine langfristigen Pläne zur Besiedlung des Mars überraschend zurückgestellt. Stattdessen wolle SpaceX seinen Fokus nun auf den Mond richten, schrieb Musk im Onlinedienst X. Ziel sei der Bau einer Stadt auf dem Erdtrabanten – ein Vorhaben, das nach seiner Einschätzung deutlich schneller realisierbar sei als eine Mars-Kolonie.

„Wir könnten das möglicherweise in weniger als zehn Jahren schaffen, wogegen es beim Mars mehr als 20 Jahre dauern würde“, erklärte Musk. Zudem seien Missionen zum Mars nur alle 26 Monate möglich, wenn die Planeten günstig zueinander stünden. „Zum Mond können wir alle zehn Tage abheben“, ergänzte der Milliardär.

Musks frühere Visionen zur Kolonisierung des Mars waren immer wieder auf Skepsis gestoßen. Experten hatten sie als überambitioniert bezeichnet. Bereits 2016 hatte Musk angekündigt, 2024 erstmals Raumfahrer zum Mars bringen zu wollen. Später sprach er von Zeiträumen zwischen zehn und 20 Jahren – Ziele, die bislang klar verfehlt wurden.

Auch die politische Großwetterlage in den USA hat sich verändert. US-Präsident Donald Trump wies die Raumfahrtbehörde NASA im Dezember per Dekret an, bis 2028 wieder Astronauten zum Mond zu bringen. Bis 2030 sollen zudem erste Elemente einer dauerhaften Mondstation entstehen, ergänzt um konkrete Planungen für Atomreaktoren im All. Damit verabschiedete sich Trump von früheren Aussagen, die den Mars in den Mittelpunkt gestellt hatten.

Nach aktueller Planung soll mit der Artemis-3-Mission Mitte kommenden Jahres die nächste bemannte US-Mondlandung erfolgen. Beobachter rechnen jedoch mit Verzögerungen, da das bei SpaceX entwickelte Landemodul noch nicht einsatzbereit ist. Die USA waren zuletzt zwischen 1969 und 1972 im Rahmen der Apollo-Missionen insgesamt sechs Mal auf dem Mond gelandet. Das Artemis-Programm sieht nun neben erneuten Landungen auch den Aufbau einer dauerhaften Mondinfrastruktur vor. OZD


OZD-Kommentar – Vom Traum zur Taktik

Elon Musk war stets Visionär – manchmal seiner Zeit voraus, manchmal ihr hinterher. Die Abkehr vom Mars ist weniger ein Scheitern als ein Eingeständnis physikalischer und politischer Realitäten. Der Mond ist näher, günstiger und strategisch sinnvoller. Wenn SpaceX tatsächlich eine dauerhafte Präsenz auf dem Mond aufbaut, wäre das ein historischer Schritt. Der Mars bleibt der große Traum – aber Träume brauchen Etappen.

Historischer Hintergrund

Seit dem Ende der Apollo-Missionen 1972 hat kein Mensch mehr den Mond betreten. Mit dem Artemis-Programm will die NASA erstmals eine dauerhafte Rückkehr einleiten. Private Unternehmen wie SpaceX spielen dabei eine zentrale Rolle als Technologie- und Transportpartner.

Zukunftsprognose

Kurzfristig dürfte sich SpaceX stärker auf Mondmissionen und Infrastruktur konzentrieren. Gelingt der Aufbau einer Mondbasis, könnte sie als Testfeld für spätere Marsmissionen dienen. Der rote Planet bleibt langfristig im Blick – aber erst nach dem nächsten großen Schritt.


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Warum setzt SpaceX laut Elon Musk nun auf den Mond?

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Mini-Infobox

– Unternehmen: SpaceX
– Neues Ziel: Mondstadt
– Zeithorizont: unter 10 Jahre
– Mars-Flüge: nur alle 26 Monate
– US-Mondziel: spätestens 2028

OZD-Analyse

Gründe für die Kehrtwende
a) Kürzere Distanzen
b) Häufigere Missionen
c) Politische Unterstützung

Rolle der USA
a) Artemis-Programm
b) Mondstation geplant
c) Strategische Präsenz

Bedeutung für die Raumfahrt
a) Rückkehr zum Mond
b) Private Akteure zentral
c) Mars langfristig vertagt


Erklärung

Was ist das Artemis-Programm?
Das Artemis-Programm ist das aktuelle Mondprogramm der NASA. Es sieht bemannte Landungen, den Aufbau einer Mondstation und eine dauerhafte Präsenz auf dem Mond vor.

Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.

OZD-Extras

Kurios: Zum Mond alle zehn Tage – zum Mars nur alle 26 Monate. Raumfahrt folgt der Himmelsmechanik, nicht dem Ehrgeiz.