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Bronze-Explosion im Schnee: Laura Gimmler und Coletta Rydzek sprinten aufs Podest

Was für ein Finish! Laura Gimmler und Coletta Rydzek stürmen im olympischen Teamsprint zu Bronze. Mit einer furiosen Schlussrunde holt Rydzek die erste deutsche Langlauf-Medaille in Norditalien.

Es war ein Moment, der alles veränderte. Als Rydzek in die letzte Runde einbog, lag Deutschland noch knapp außerhalb der Medaillenränge. Sekunden später raste sie mit aller Entschlossenheit nach vorne – und kämpfte im Zielsprint die Norwegerin Julie Bjervig Drivenes nieder. Bronze!

Gimmler und Rydzek schrieben in Val di Fiemme das nächste kleine deutsche Teamsprint-Märchen. Vier Jahre nach dem Sensations-Gold von Katharina Hennig und Victoria Carl in Peking sicherten sie dem Deutschen Skiverband die erste Langlauf-Medaille dieser Winterspiele in Norditalien.

Gold ging an die schwedischen Topfavoritinnen Jonna Sundling und Maja Dahlqvist, die im Wechsel über sechs Runden à 1,5 Kilometer im freien Stil souverän dominierten. Silber sicherten sich die Schweizerinnen Nadja Kälin und Nadine Fähndrich.

Für das deutsche Duo war es ein Kraftakt. Bereits in der Qualifikation am Morgen hatten Gimmler und Rydzek viel investieren müssen. Doch im Finale liefen sie mutig, hielten Anschluss und glaubten bis zum Schluss an ihre Chance. Anders als in der Staffel, als sie noch eingebrochen war, präsentierte sich Gimmler diesmal stabil und übergab als Vierte.

Dann kam Rydzeks Moment. Ihre Beine wirkten frisch, ihr Rhythmus stimmte – sie setzte zur Attacke an und ließ sich im Zielsprint nicht mehr aufhalten. Der Jubel im Zielraum war grenzenlos.

Mitfiebern durfte auch Katharina Hennig, die als Klassik-Spezialistin im freien Stil nicht startete. Victoria Carl, 2022 Olympiasiegerin, fehlte in Val di Fiemme nach einem positiven Dopingtest im Vorjahr.

Für Rydzek war es die perfekte Revanche nach Rang acht im Einzelsprint. Gimmler hatte dort Platz sieben belegt. Nun stehen beide gemeinsam auf dem olympischen Podest.

OZD



OZD-Kommentar – Mut schlägt Zweifel

Diese Bronze fühlt sich größer an als manch silberne Medaille. Der deutsche Langlauf kämpft seit Jahren gegen die Übermacht aus Skandinavien – und immer wieder fehlt das letzte Quäntchen. Doch diesmal stimmte alles: Mut, Timing, Wille. Rydzeks Schlussrunde war ein Lehrstück in Entschlossenheit. Dieses Rennen zeigt, dass Medaillen nicht nur durch Favoritenstatus entstehen, sondern durch Überzeugung. Wenn der DSV diese Energie konserviert, kann daraus mehr wachsen als nur ein Podestplatz.

Historischer Hintergrund

2022 hatten Katharina Hennig und Victoria Carl überraschend Olympiagold im Teamsprint gewonnen – der erste deutsche Triumph in dieser Disziplin. Der Wettbewerb wird im Wechsel gelaufen, jeder Athlet absolviert mehrere Runden, was taktisches Gespür und Tempohärte erfordert.

Zukunftsprognose

Die Bronze könnte Signalwirkung haben. Mit Rydzek, Gimmler und dem Nachwuchs im Rücken darf sich der deutsche Langlauf wieder Hoffnung auf regelmäßige Podestplätze machen – auch bei Weltmeisterschaften und im Weltcup.


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Mini-Infobox – Teamsprint Val di Fiemme

Disziplin: Teamsprint, Freistil

6 Runden à 1,5 km im Wechsel

Gold: Jonna Sundling / Maja Dahlqvist (Schweden)

Silber: Nadja Kälin / Nadine Fähndrich (Schweiz)

Bronze: Laura Gimmler / Coletta Rydzek (Deutschland)

OZD-Analyse

Taktische Reife
– a) Mutiger Rennbeginn trotz harter Qualifikation
– b) Stabile Leistung von Gimmler im Finale
– c) Perfektes Timing der Attacke durch Rydzek

Konkurrenzsituation
– a) Schwedens Dominanz bestätigt
– b) Schweiz als neue Konstante im Spitzenfeld
– c) Norwegen überraschend geschlagen

Bedeutung für den DSV
– a) Erste Langlauf-Medaille in Norditalien
– b) Psychologischer Befreiungsschlag
– c) Signal an kommende Generationen



Wer ist Coletta Rydzek?

Coletta Rydzek ist deutsche Skilangläuferin mit Spezialisierung auf Sprint-Disziplinen. Sie gehört seit mehreren Jahren zur Weltspitze im Sprintbereich und ist die Schwester des Nordischen Kombinierers Johannes Rydzek.

OZD-Extras

Rydzeks Bruder Johannes kämpft am Donnerstag ebenfalls im Teamsprint – allerdings in der Nordischen Kombination – um Edelmetall. Familiendrama mit Happy-End-Potenzial.

Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.