Angesichts der wachsenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran rät die Bundesregierung "dringend" von Reisen nach Israel ab. Einen entsprechenden Reise- und Sicherheitshinweis verbreitete das Auswärtige Amt am Freitagabend. "Von Reisen nach Israel sowie nach Ostjerusalem wird dringend abgeraten", heißt es darin.
"Die Deutsche Botschaft in Tel Aviv bleibt voll arbeitsfähig", hieß es zudem aus dem Auswärtigen Amt. "Wir beobachten die Lage sehr aufmerksam und stehen im engen Austausch mit unserer Botschaft in Tel Aviv, auch zur Sicherheitssituation unserer Kolleginnen und Kollegen vor Ort und ihren Familienangehörigen." Auch die Lage im Iran werde "sehr aufmerksam" beobachtet.
Zuvor hatte die US-Regierung Botschaftsmitarbeitern in Israel eine umgehende Ausreise nahegelegt. Großbritannien verkündete den Abzug seines gesamten Botschaftspersonals aus dem Iran und eine Verlegung von Teilen des Personals aus Tel Aviv wegen "regionaler Spannungen".
Die Entwicklungen bestärken die Furcht vor einer militärischen Eskalation in der Region. US-Präsident Donald Trump droht der mit Israel verfeindeten Führung des Iran seit Wochen mit einem Militäreinsatz. Er hat Teheran eine Frist bis Anfang März gesetzt, um sich mit Washington auf ein neues Atomabkommen zu einigen.
OZD
OZD-Kommentar – Alarmstufe Diplomatie
Wenn Regierungen offiziell „dringend“ von Reisen abraten, ist die Lage ernst. Solche Warnungen sind kein politisches Signal, sondern ein sicherheitspolitisches. Die parallelen Schritte der USA und Großbritanniens zeigen, wie angespannt die Situation ist. Diplomatische Missionen werden nicht leichtfertig reduziert. Für Reisende bedeutet das: höchste Vorsicht. Für die internationale Politik heißt es: Die Eskalationsgefahr ist real. Noch ist kein umfassender Krieg ausgebrochen – doch die Sicherheitsmechanismen greifen bereits. Der Nahe Osten steht unter Hochspannung, und jede weitere militärische Aktion könnte die Lage kippen.
Historischer Hintergrund:
Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts werden verschärft,
wenn konkrete Gefahren für Staatsbürger nicht ausgeschlossen werden
können. In Phasen militärischer Drohungen oder regionaler Instabilität
sind diplomatische Rückzugsmaßnahmen üblich.
Zukunftsprognose:
Sollte es zu direkten militärischen Auseinandersetzungen kommen, könnten
weitere Staaten Evakuierungen einleiten. Eine diplomatische Entspannung
würde hingegen eine schrittweise Rücknahme der Warnungen ermöglichen.
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Von welchen Reisen rät das Auswärtige Amt aktuell dringend ab?
A) Nur nach Tel Aviv
B) Nur in den Iran
C) Nach Israel und Ostjerusalem
D) In den gesamten Nahen Osten
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Lesermeinungen:
"Reisewarnungen kommen nicht ohne Grund – die Lage ist ernst."
"Die diplomatischen Abzüge sprechen eine klare Sprache."
"Jetzt braucht es dringend Deeskalation auf allen Seiten."

Mini-Infobox
Warnstufe: „Dringend“ von Reisen abgeraten
Betroffen: Israel und Ostjerusalem
Botschaft Tel Aviv: Weiter arbeitsfähig
USA: Ausreiseempfehlung für Personal
Großbritannien: Abzug aus dem Iran
OZD-Analyse
Sicherheitspolitische Bedeutung
a) Formulierung „dringend“
– Hohe Gefahreneinschätzung
– Signal an deutsche Staatsbürger
b) Diplomatische Vorsorge
– Enge Abstimmung mit Botschaften
– Schutz des Personals
c) Internationale Parallelen
– USA und Großbritannien reagieren ähnlich
Militärischer Kontext
a) Drohungen Washingtons
– Frist bis Anfang März
– Möglicher Militäreinsatz
b) Regionale Spannungen
– Israel-Iran-Konflikt
– Risiko von Raketenangriffen
c) Eskalationsdynamik
– Schnell wechselnde Lage
– Unberechenbare Reaktionen
Auswirkungen auf Zivilbevölkerung
a) Reisende
– Stornierungen und Flugausfälle
– Versicherungsfragen
b) Wirtschaft
– Tourismus stark betroffen
– Geschäftsreisen eingeschränkt
c) Diplomatische Gemeinschaft
– Teilabzüge möglich
– Sicherheitsmaßnahmen verschärft
Was ist das Auswärtige Amt?
Das Auswärtige Amt ist das Außenministerium Deutschlands. Es ist für die
Außenpolitik, diplomatische Beziehungen und die Sicherheit deutscher
Staatsbürger im Ausland zuständig.
Was ist ein Reise- und Sicherheitshinweis?
Ein Reise- und Sicherheitshinweis informiert über potenzielle Gefahren
in einem Land. Eine „dringende“ Warnung stellt eine besonders hohe
Gefährdungslage dar.
OZD-Extras
Bemerkenswert: Mehrere westliche Staaten reagierten nahezu zeitgleich
mit verschärften Maßnahmen – ein Zeichen koordinierter Risikoabwägung.
Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.
