Nach massiven Luftangriffen der USA und Israels auf den Iran hat Irans einflussreicher Sicherheitsratschef Ali Laridschani jegliche Verhandlungen mit der US-Regierung abgelehnt. "Wir werden nicht mit den USA verhandeln", erklärte Laridschani am Montag im Onlinedienst X. Er wies Medienberichte zurück, wonach iranische Vertreter versucht hätten, Gespräche mit Washington aufzunehmen.
Laridschani warf US-Präsident Donald Trump außerdem vor, die Region "mit seinen 'illusorischen Träumen' ins Chaos gestürzt" zu haben. Nun sorge Trump sich um Verluste unter den US-Streitkräften.
Am Samstagmorgen hatten die USA und Israel massive Luftangriffe auf den Iran begonnen. Dabei wurde unter anderem Irans oberster Führer Ayatollah Ali Chamenei getötet. Als Reaktion greift der Iran seit Samstag Israel sowie US-Militäreinrichtungen in der Golfregion an. Dabei wurden nach Angaben der Bundeswehr unter anderem auch Bundeswehr-Stützpunkte im Irak und in Jordanien beschossen.
OZD
OZD-Kommentar – Diplomatie auf Eis
Mit der kategorischen Absage an Gespräche setzt Teheran auf Konfrontation statt Kompromiss. Nach dem Tod Chameneis und den massiven Angriffen erscheint Dialog aus iranischer Sicht politisch kaum vermittelbar. Doch jede verweigerte Gesprächsbereitschaft verlängert die militärische Spirale. Wenn beide Seiten auf Stärke setzen, bleibt kaum Raum für Vermittler. Der Konflikt droht sich zu verfestigen – mit unkalkulierbaren Folgen für die gesamte Region.
Historischer Hintergrund:
Die Beziehungen zwischen den USA und dem Iran sind seit Jahrzehnten von
Misstrauen geprägt. Frühere Atomabkommen wurden einseitig aufgekündigt,
Sanktionen verschärft und militärische Drohungen wiederholt
ausgesprochen.
Zukunftsprognose:
Ohne diplomatische Kanäle steigt die Wahrscheinlichkeit weiterer
militärischer Eskalationen. Vermittlerstaaten wie Oman oder Katar
könnten versuchen, indirekte Gesprächsformate wiederzubeleben.
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Wer lehnte Verhandlungen mit den USA ausdrücklich ab?
A) Massud Peseschkian
B) Ali Laridschani
C) Mohammed Pakpur
D) Abbas Araghtschi
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Lesermeinungen:
"Ohne Gespräche gibt es nur weitere Gewalt."
"Nach den Angriffen ist Dialog kaum vorstellbar."
"Die Region braucht dringend Vermittler."
Mini-Infobox
Aussage: „Wir werden nicht mit den USA verhandeln“
Anlass: Massive US-israelische Luftangriffe
Folge: Fortgesetzte iranische Gegenangriffe
Betroffen: Israel, US-Stützpunkte, auch Bundeswehr-Standorte
OZD-Analyse
Politische Signalwirkung
a) Klare Absage
– Keine direkten Gespräche
– Dementi geheimer Kontakte
b) Innenpolitischer Druck
– Nach Tod Chameneis
– Demonstration von Stärke
c) Außenpolitisches Signal
– Ablehnung westlicher Vermittlung
Militärische Lage
a) US-israelische Angriffe
– Strategische Ziele im Iran
b) Iranische Reaktion
– Raketen und Drohnen
– Angriffe auf Golfregion
c) Eskalationsspirale
– Gegenschläge wahrscheinlich
– Regionale Ausweitung möglich
Diplomatische Optionen
a) Indirekte Gespräche
– Vermittlerstaaten
b) UN-Initiativen
– Sicherheitsrat unter Druck
c) Risiko des Stillstands
– Verhärtete Fronten
– Militär ersetzt Diplomatie

Wer ist Ali Laridschani?
Ali Laridschani ist ein einflussreicher iranischer Politiker und
Sicherheitsratschef. Er gilt als strategischer Hardliner innerhalb des
iranischen Machtapparates.
Was ist der Nationale Sicherheitsrat des Iran?
Der Nationale Sicherheitsrat koordiniert sicherheitspolitische
Entscheidungen der Islamischen Republik und spielt eine zentrale Rolle
bei außen- und militärpolitischen Strategien.
OZD-Extras
Bemerkenswert: Trotz kategorischer Absage an direkte Gespräche bleiben
indirekte diplomatische Kanäle im Hintergrund oft bestehen – offiziell
jedoch wird derzeit jede Annäherung bestritten.
Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.

