Der Iran hat bei seinen Gegenangriffen auf Israel und US-Militäreinrichtungen Medienberichten zufolge auch Stützpunkte der Bundeswehr im Irak und in Jordanien beschossen. Seit Samstagmorgen seien mehrere iranische Drohnen und Raketen auf eine multinationale Militärbasis in der Nähe von Erbil im Nordirak sowie auf ein Feldlager der Bundeswehr im Osten Jordaniens abgefeuert worden, berichtete der "Spiegel" am Sonntag. Alle Geschosse und Drohnen seien durch Flugabwehrsysteme abgefangen worden.
Ein Sprecher des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr bestätigte dem Sender Welt TV die Angriffe auf Stützpunkte der Bundeswehr im Nahen Osten. In dem Feldlager al-Asrak in Jordanien sind demnach rund 100 Soldaten der Luftwaffe stationiert. In Erbil im Irak sei derzeit eine niedrige zweistellige Zahl an Bundeswehrsoldaten. Die überwiegende Zahl der Soldaten habe sich zum Zeitpunkt des Angriffs in Schutzräumen aufgehalten. Es habe keine Verletzten unter Bundeswehrsoldaten gegeben, sagte der Sprecher dem Sender.
Als Sicherheitsmaßnahme angesichts der wachsenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran in der Region seien aus Erbil bereits am 20. Februar Soldaten ausgeflogen, berichtete Welt TV. Derzeit könnten jedoch keine weiteren Soldaten ausgeflogen werden.
Israel und die USA hatten am Samstagmorgen massive Luftangriffe gegen den Iran begonnen. Dabei wurde das geistliche Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei getötet. Als Reaktion greift der Iran seit Samstag Israel sowie US-Militäreinrichtungen in der Golfregion an.
OZD
OZD-Kommentar – Deutschland im Fadenkreuz
Die Eskalation im Nahen Osten hat nun auch eine deutsche Dimension. Wenn Bundeswehr-Stützpunkte ins Visier geraten, endet jede Illusion der Distanz. Zwar wurden die Geschosse abgefangen, doch die Botschaft ist klar: Der Konflikt weitet sich aus. Berlin muss sich auf eine neue sicherheitspolitische Realität einstellen. Die Frage lautet nicht nur, wie lange die Bundeswehr vor Ort bleibt – sondern wie gut sie auf weitere Angriffe vorbereitet ist. Die Lage kann sich binnen Stunden dramatisch verändern.
Historischer Hintergrund:
Die Bundeswehr ist seit Jahren im Rahmen internationaler Missionen im
Irak und in Jordanien stationiert, unter anderem zur Ausbildung lokaler
Sicherheitskräfte und zur Unterstützung der Anti-IS-Koalition.
Zukunftsprognose:
Sollten die Angriffe anhalten, dürfte der Druck auf die Bundesregierung
steigen, Personal weiter zu reduzieren oder Missionen vorübergehend
auszusetzen. Gleichzeitig bleibt die Stabilisierung der Region ein
strategisches Interesse.
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Wo befindet sich die multinationale Militärbasis, die laut Bericht beschossen wurde?
A) Bagdad
B) Erbil
C) Basra
D) Mossul
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Lesermeinungen:
"Jetzt ist auch Deutschland direkt betroffen."
"Hoffentlich bleibt es bei abgefangenen Angriffen."
"Die Bundesregierung muss die Sicherheit der Soldaten garantieren."
Mini-Infobox
Orte: Erbil (Irak), al-Asrak (Jordanien)
Soldaten: Rund 100 in Jordanien
Verletzte: Keine
Angriffe: Drohnen und Raketen abgefangen
Hintergrund: Iranische Vergeltungsschläge
OZD-Analyse
Militärische Lage
a) Art der Angriffe
– Drohnen
– Raketen
b) Abwehrsysteme
– Alle Geschosse abgefangen
– Schutzräume genutzt
c) Gefährdungsgrad
– Direkte Zielerfassung
– Keine Verletzten
Politische Bedeutung
a) Internationale Dimension
– Multinationale Basis
– NATO-Partner betroffen
b) Rolle Deutschlands
– Ausbildungsmission
– Luftwaffenbeteiligung
c) Strategische Signalwirkung
– Iran sendet Warnsignal
– Eskalationsspirale
Handlungsspielräume
a) Evakuierung
– Teilweise Ausflüge bereits erfolgt
– Derzeit keine weiteren möglich
b) Sicherheitsanpassungen
– Schutzmaßnahmen verstärken
– Lagebewertung täglich
c) Diplomatie
– Druck auf internationale Vermittler
– Gefahr regionaler Ausweitung
Was ist die Bundeswehr-Mission in Erbil?
Die Bundeswehr unterstützt im Nordirak internationale Partner bei
Ausbildung und Stabilisierung im Kampf gegen terroristische Strukturen.
Was ist das Feldlager al-Asrak?
Al-Asrak ist ein Militärstützpunkt in Jordanien, auf dem unter anderem deutsche Luftwaffensoldaten stationiert sind.
OZD-Extras
Bemerkenswert: Ein Teil der deutschen Soldaten war bereits vor der jüngsten Eskalation aus Erbil ausgeflogen worden – ein Zeichen wachsender Vorsicht.
Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.
