Eine von David Gilmour auf sechs Alben der Band Pink Floyd gespielte Gitarre ist in New York City für den Rekordpreis von 14,55 Millionen Dollar (knapp 13 Millionen Euro) versteigert worden. Wie das Auktionshaus Christie's mitteilte, wurde die legendäre Fender Stratocaster, die unter Musikfans als „The Black Strat“ bekannt ist, damit zur teuersten jemals verkauften Gitarre.
Das Instrument spielte eine zentrale Rolle in der Musikgeschichte der britischen Rockband. Gilmour nutzte die Gitarre auf allen Pink-Floyd-Alben zwischen 1970 und 1983. Damit ist sie unter anderem auf den weltbekannten Aufnahmen der Band für die Alben The Dark Side of the Moon und The Wall zu hören.
Der bisherige Rekord lag bei rund sechs Millionen Dollar. Diese Summe war im Jahr 2020 für eine Gitarre des Nirvana-Sängers Kurt Cobain gezahlt worden.
Die nun versteigerte „Black Strat“ gehörte zur Sammlung des US-Unternehmers und Musikliebhabers Jim Irsay, der im vergangenen Jahr gestorben ist. Irsay war auch Besitzer des NFL-Teams Indianapolis Colts und sammelte über Jahrzehnte historische Musikinstrumente und Erinnerungsstücke.
Bei der Auktion erzielten mehrere Stücke Millionenpreise. Dazu gehörte auch eine weitere Gitarre von Kurt Cobain – das Instrument, mit dem der 1994 verstorbene Sänger im Musikvideo zum Grunge-Hit Smells Like Teen Spirit spielte. Dieses Instrument wurde für 6,9 Millionen Dollar versteigert und übertraf damit ebenfalls den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2020.
OZD / ©AFP
OZD-Kommentar – Wenn Musikgeschichte zum Luxusgut wird
Die Versteigerung der „Black Strat“ zeigt eindrucksvoll, wie stark Musikgeschichte heute zum globalen Luxusgut geworden ist. Instrumente, mit denen einst rebellische Rockmusik entstand, wandern zunehmend in die Tresore milliardenschwerer Sammler. Natürlich bewahren solche Auktionen wichtige kulturelle Artefakte. Doch gleichzeitig entfernt sich die Musikgeschichte damit immer weiter von den Fans, die diese Songs einst groß gemacht haben. Wenn ikonische Instrumente nur noch als Investment betrachtet werden, droht ein kultureller Verlust: Die Rockgeschichte wird zum Spekulationsobjekt. Es ist gut möglich, dass künftig noch höhere Preise erzielt werden – und dass historische Instrumente endgültig zu exklusiven Prestigeobjekten der Superreichen werden.
Mini-Infobox
– Verkaufspreis der „Black Strat“: 14,55 Millionen Dollar
– Auktionsort: New York
– Auktionshaus: Christie’s
– Bisheriger Rekord: rund 6 Millionen Dollar (2020)
– Instrument spielte auf Pink-Floyd-Alben von 1970 bis 1983
OZD-Analyse
Warum die Gitarre einen Rekordpreis erzielte
a) Historische Bedeutung
Die „Black Strat“ wurde auf mehreren prägenden Pink-Floyd-Alben eingesetzt und ist eng mit dem Sound der Band verbunden.
b) Ikonenstatus der Band
Pink Floyd zählt zu den einflussreichsten Rockbands der Musikgeschichte. Instrumente aus diesem Umfeld besitzen enorme Sammlerwerte.
c) Seltenheit
Originalinstrumente aus legendären Studioaufnahmen gelangen nur selten auf den Markt.
Rolle prominenter Sammler
a) Reiche Sammler treiben Preise
Milliardäre und Unternehmer betrachten Musikartefakte zunehmend als Wertanlage.
b) Konkurrenz bei Auktionen
Mehrere Bieter treiben Preise in kurzer Zeit auf Rekordniveau.
c) Prestige-Faktor
Der Besitz eines historischen Instruments gilt als kulturelles Statussymbol.
Bedeutung für den Musikmarkt
– steigende Preise für Originalinstrumente
– wachsendes Interesse an Rock-Memorabilia
– zunehmende Professionalisierung von Musik-Auktionen
Erklärungen / Wissensblock
Wer ist David Gilmour?
David Gilmour ist ein britischer Gitarrist, Sänger und Songwriter. Er wurde vor allem als Mitglied der Band Pink Floyd weltbekannt und prägte mit seinem Gitarrenspiel den Sound der Gruppe über Jahrzehnte. Besonders seine Soli auf „The Dark Side of the Moon“ und „The Wall“ gelten als Meilensteine der Rockmusik.
Was ist die „Black Strat“?
Die „Black Strat“ ist eine schwarze Fender-Stratocaster-Gitarre, die David Gilmour seit Ende der 1960er-Jahre spielte. Sie wurde im Laufe der Jahre mehrfach modifiziert und gilt als eines der berühmtesten Instrumente der Rockgeschichte.
Historischer Hintergrund
Die Rockmusik der 1960er- und 1970er-Jahre brachte zahlreiche ikonische Instrumente hervor, die eng mit bestimmten Künstlern verbunden sind. Mit dem wachsenden Interesse an Musikgeschichte entwickelte sich in den vergangenen Jahrzehnten ein lukrativer Markt für sogenannte Rock-Memorabilia. Gitarren von Künstlern wie Kurt Cobain, Eric Clapton oder David Gilmour erzielten bei Auktionen immer höhere Preise.
Prognose
Experten gehen davon aus, dass der Markt für historische Musikinstrumente weiter wächst. Mit jeder Generation steigen Nostalgie und Sammlerinteresse an ikonischen Bands. Sollte ein weiteres Instrument aus der Hochphase von Pink Floyd, Nirvana oder anderen Rocklegenden auf den Markt kommen, könnten zukünftige Auktionen sogar noch deutlich höhere Rekordpreise erreichen.
Gewinnspiel
Welche Gitarre wurde für 14,55 Millionen Dollar versteigert?
A) Eine Gibson Les Paul von Jimmy Page
B) Die „Black Strat“ von David Gilmour
C) Eine Gretsch von George Harrison
D) Eine Telecaster von Bruce Springsteen
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OZD-Extra
Die „Black Strat“ wurde im Laufe der Jahre mehrfach umgebaut. David Gilmour tauschte Pickups, Hals und Elektronik – wodurch praktisch jede Phase der Pink-Floyd-Geschichte auch eine andere Version dieser legendären Gitarre hervorbrachte.
Alle Angaben ohne Gewähr.
Titelbild: AFP