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Emotionaler Abschluss in Norditalien: Paralympics gehen zu Ende

Mit einer feierlichen Abschlusszeremonie sind die 14. Paralympischen Winterspiele in Cortina d'Ampezzo zu Ende gegangen. Um 22.08 Uhr erlosch das paralympische Feuer – und damit endete ein außergewöhnliches Sportereignis in Norditalien.

Die Schlussfeier im Curling Stadium markierte das offizielle Ende der Spiele in Mailand und Cortina. Für Deutschland trugen Skirennfahrerin Andrea Rothfuss und Snowboarder Christian Schmiedt die Fahne bei der Zeremonie. Einige Delegationen nahmen allerdings nicht teil – unter anderem boykottierte die Ukraine die Abschlussfeier.

Andrew Parsons, Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), sprach von einem historischen Erfolg. Die Spiele seien „ein rekordverdächtiger Erfolg. Die größten und schönsten Winter-Paralympics mit mehr Athleten, mehr Nationen, mehr Frauen und einer weltweiteren Fernseh- und digitalen Berichterstattung als je zuvor.“

Parsons betonte außerdem die gesellschaftliche Bedeutung der Veranstaltung. Die Welt habe „außergewöhnliche Momente“ erlebt, die mehr bewirkt hätten als nur sportliche Siege. Die Leistungen der Athleten hätten „Herzen erobert, Einstellungen verändert und Vorurteile in Frage gestellt“.

Gleichzeitig standen die Spiele auch im Schatten politischer Spannungen. Die Rückkehr Russlands in den Weltsport unter eigener Flagge trotz des weiterhin andauernden Angriffskrieges gegen die Ukraine sorgte für Diskussionen. Auch die Eskalation im Nahen Osten überschattete das Großereignis.

Sportlich verliefen die Spiele für Deutschland weniger erfolgreich als erhofft. Die Mannschaft des Deutschen Behindertensportverbands belegte im Medaillenspiegel nur den elften Platz – das schwächste Ergebnis der deutschen Geschichte bei Winter-Paralympics.

Für die beiden einzigen Goldmedaillen sorgte Monoskifahrerin Anna-Lena Forster. Insgesamt gewann das deutsche Team zusätzlich sechs Silber- und neun Bronzemedaillen.

Trotz der enttäuschenden Platzierung zog der Deutsche Behindertensportverband eine insgesamt positive Bilanz. Chef de Mission Marc Möllmann betonte, man hätte sich zwar „ein paar Ausreißer nach oben“ gewünscht, doch bei der Gesamtzahl der Medaillen liege Deutschland immerhin auf Rang vier.

Das paralympische Feuer wird nun erst wieder in 884 Tagen entzündet – bei den Paralympischen Sommerspielen in Los Angeles, die vom 15. bis 27. August 2028 stattfinden.

OZD


OZD-Kommentar – Große Emotionen, schwierige Realität

Die Paralympischen Winterspiele haben erneut gezeigt, wie kraftvoll Sport sein kann. Die Geschichten der Athleten inspirieren Millionen Menschen weltweit und verändern den Blick auf Leistungsfähigkeit, Inklusion und Mut. Gleichzeitig offenbaren die Spiele auch strukturelle Unterschiede zwischen Nationen. Deutschlands schwaches Abschneiden im Medaillenspiegel wirft Fragen nach Förderung, Nachwuchsarbeit und langfristiger Strategie im paralympischen Sport auf. Der emotionale Wert der Spiele bleibt unbestritten – doch sportlicher Erfolg entsteht nicht allein durch Begeisterung, sondern auch durch konsequente Förderung.

Historischer Hintergrund

Die Paralympischen Winterspiele wurden erstmals 1976 in Örnsköldsvik in Schweden ausgetragen. Seitdem haben sie sich zu einem der wichtigsten internationalen Sportereignisse für Athletinnen und Athleten mit Behinderung entwickelt.

Zukunftsprognose

Mit den kommenden Paralympischen Sommerspielen in Los Angeles richtet sich der Blick bereits auf das nächste große Event. Für Deutschland wird es entscheidend sein, aus den Erfahrungen dieser Winterspiele zu lernen und die Förderung paralympischer Athleten weiter auszubauen.


Gewinnspiel

Frage: In welcher Stadt wurden die Paralympischen Winterspiele 2026 beendet?

A) Turin
B) Cortina d'Ampezzo
C) Mailand
D) Verona

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Mini-Infobox

Veranstaltung: Paralympische Winterspiele

Austragungsorte: Mailand und Cortina d'Ampezzo

Ende der Spiele: 22.08 Uhr bei der Schlussfeier

Deutsche Medaillen: 2 Gold, 6 Silber, 9 Bronze

Platzierung Deutschland: 11

OZD-Analyse

Die Spiele setzen neue Maßstäbe.
– Mehr Athleten und Nationen als bei vorherigen Winter-Paralympics.
– Höhere internationale Medienpräsenz.

Politische Spannungen begleiten das Sportereignis.
– a) Diskussionen über Russlands Teilnahme.
– b) Boykott einzelner Delegationen.
– c) Globale Konflikte prägen das Umfeld.

Deutschland erlebt sportlich ein schwieriges Turnier.
– a) Nur zwei Goldmedaillen durch Anna-Lena Forster.
– b) Platz elf im Medaillenspiegel.
– c) Dennoch insgesamt 17 Medaillen.



Was sind die Paralympischen Spiele?

Die Paralympischen Spiele sind das weltweit größte Sportereignis für Athletinnen und Athleten mit körperlichen Behinderungen. Sie finden jeweils kurz nach den Olympischen Spielen statt und umfassen Sommer- und Winterwettbewerbe.

Was ist das Internationale Paralympische Komitee (IPC)?

Das Internationale Paralympische Komitee ist die Dachorganisation der paralympischen Bewegung. Es organisiert die Paralympischen Spiele und fördert weltweit den Sport für Menschen mit Behinderungen.

OZD-Extras

Mit den Winterspielen in Mailand und Cortina wurde erstmals eine paralympische Veranstaltung in zwei italienischen Städten gleichzeitig organisiert.

Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.