Die 25. Olympischen Winterspiele mit den Hauptorten Mailand und Cortina d’Ampezzo sind Geschichte. Um 22.36 Uhr sprach IOC-Präsidentin Kirsty Coventry im historischen Amphitheater von Verona die traditionelle Schlussformel. Sieben Minuten später, um 22.43 Uhr, erlosch das Olympische Feuer – ein emotionaler Schlusspunkt unter 116 Wettbewerbe.
Für die deutsche Mannschaft endeten die Spiele mit Rang fünf im Medaillenspiegel. Acht Gold-, zehn Silber- und acht Bronzemedaillen stehen zu Buche. Die siebenmaligen Rodel-Olympiasieger Tobias Arlt und Tobias Wendl trugen die Fahne in die Arena – ein symbolträchtiger Moment für das deutsche Team.
Nun richtet sich der Blick nach vorne: Die nächsten Olympischen Winterspiele finden vom 1. bis 17. Februar 2030 in Frankreich statt. Hauptort ist Nizza, weitere Wettbewerbe werden in den französischen Alpen ausgetragen. Zuvor stehen die Sommerspiele in Los Angeles an (14. bis 30. Juli 2028). Die US-Metropole wird nach 1932 und 1984 zum dritten Mal Olympia-Gastgeber.
Für Norditalien ist die Olympia-Reise jedoch noch nicht vorbei: Bereits am 6. März beginnen die Paralympics, die bis zum 15. März dauern werden.
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Olympia verabschiedet sich – aber die Fragen bleiben. Sportlich waren es intensive, hochklassige Spiele. Deutschland kann mit Platz fünf zufrieden sein, auch wenn die Dominanz früherer Jahre nicht mehr selbstverständlich ist.
Die internationale Konkurrenz wird stärker, die Leistungsdichte enger. Hundertstel entscheiden über Gold oder Platz vier. Das zwingt auch den deutschen Wintersport, Strukturen und Nachwuchsförderung weiterzuentwickeln.
Gleichzeitig steht Olympia selbst vor Herausforderungen: Nachhaltigkeit, Kosten, gesellschaftliche Akzeptanz. Frankreich und Los Angeles werden beweisen müssen, dass Mega-Events moderner, effizienter und verantwortungsvoller organisiert werden können.
Das Feuer ist gelöscht – der Wettlauf um die Zukunft hat begonnen.
Historischer HintergrundItalien war bereits mehrfach Gastgeber olympischer Wettbewerbe, zuletzt bei den Winterspielen 2006 in Turin. Die Kombination aus urbanem Zentrum in Mailand und alpiner Tradition in Cortina d’Ampezzo sollte Moderne und Geschichte verbinden.
ZukunftsprognoseMit den Spielen 2030 in Frankreich setzt das IOC verstärkt auf regionale Konzepte mit mehreren Austragungsorten. Los Angeles 2028 wiederum will bestehende Infrastruktur nutzen, um Kosten zu begrenzen. Der Trend geht klar zu nachhaltigeren, flexibleren Organisationsmodellen.
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Winterspiele beendet
116 Wettbewerbe
Deutschland: 26 Medaillen, Rang fünf
Winterspiele 2030 in Frankreich
OZD-Analyse1. Deutsche Bilanz
a) Acht Goldmedaillen
– Erfolgreiche Auftritte im Eiskanal und Rodeln
b) Rang fünf
– Internationale Leistungsdichte gestiegen
2. Internationale Perspektive
a) Frankreich 2030
– Dezentrale Austragung in Alpenregion
b) Los Angeles 2028
– Drittes Olympia für die US-Metropole
3. Olympia im Wandel
a) Nachhaltigkeit
– Nutzung bestehender Infrastruktur
b) Gesellschaftliche Akzeptanz
– Kosten und Umwelt im Fokus

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) ist die weltweit zuständige Organisation für die Olympischen Spiele. Es vergibt die Austragungsorte, koordiniert die Durchführung und überwacht die Einhaltung der olympischen Charta.
OZD-ExtrasLos Angeles wird 2028 als erste Stadt dreimal nach 1932 und 1984 Olympische Sommerspiele ausrichten.
Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.