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Entscheidende Phase im All: Astronauten treten in Mond-Einflussbereich ein

Die Artemis-2-Crew hat den Mond-Einflussbereich erreicht. Jetzt steht die entscheidende Umrundung an – mit möglichem Distanz-Rekord.

Die bemannte Artemis-2-Mission hat auf ihrem Weg zum Mond eine entscheidende Phase erreicht. Wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte, trat die Orion-Raumkapsel am Montagmorgen um 06.42 Uhr MESZ in den sogenannten Mond-Einflussbereich ein. Damit wirkt die Anziehungskraft des Mondes nun stärker auf das Raumschiff als die der Erde.

Zum Zeitpunkt dieses Meilensteins befanden sich die Astronauten rund 63.000 Kilometer vom Mond und etwa 374.000 Kilometer von der Erde entfernt. Die Raumfahrtmission steuert damit auf ihren wichtigsten Abschnitt zu: die Umrundung des Mondes. Diese soll am Montagabend beginnen und rund sechs Stunden dauern.

Die Artemis-2-Mission ist der erste bemannte Flug in Richtung Mond seit der letzten Apollo-Mission im Jahr 1972. Die Orion-Kapsel wird den Erdtrabanten umrunden, ohne zu landen. Gelingt die Mission wie geplant, könnten die vier Astronauten weiter von der Erde entfernt sein als jemals zuvor ein Mensch.

Bereits während des Flugs berichtete die Crew von außergewöhnlichen Eindrücken. Am Sonntag konnten die Astronauten den Mond aus einer Perspektive betrachten, die bislang kein Mensch gesehen hatte. Die Nasa veröffentlichte dazu ein Bild des sogenannten Orientale-Beckens.

"Diese Mission markiert das erste Mal, dass das gesamte Becken mit bloßem Auge sichtbar ist", erklärte die Raumfahrtbehörde. Astronautin Christina Koch sprach von einem einzigartigen Erlebnis: "Es ist ein ganz besonderes Kratergebiet, und bis heute hatte es tatsächlich noch kein Mensch gesehen."

Auch die Sicht auf die Erde beeindruckte die Crew. "Wir können den Mond gerade aus der Luke sehen, es ist ein wunderschöner Anblick", sagte Koch während einer Live-Übertragung. Ihr Kollege Jeremy Hansen berichtete, dass die Erde nach einem kurzen Schlaf bereits deutlich weiter entfernt gewesen sei.

Die rund zehntägige Mission dient als Vorbereitung für zukünftige Landungen auf dem Mond. Die Nasa plant, im Rahmen des Artemis-Programms spätestens 2028 wieder Astronauten auf die Mondoberfläche zu bringen. Artemis-2 soll dabei wichtige Daten liefern und neue Technologien testen, darunter spezielle Raumanzüge für Notfälle.

Zuletzt hatte die Apollo-17-Mission im Jahr 1972 Menschen auf den Mond gebracht. Mit Artemis-2 beginnt nun eine neue Ära der bemannten Raumfahrt – auch im Wettbewerb mit anderen Raumfahrtnationen wie China, das ebenfalls eine Mondlandung plant.

OZD / ©AFP

OZD-Kommentar:
Artemis-2 ist weit mehr als eine technische Mission – sie ist ein geopolitisches Signal. Während die USA ihre Rückkehr zum Mond vorbereiten, wächst der internationale Wettbewerb im All. Der Wettlauf um Ressourcen, Einfluss und technologische Dominanz hat längst begonnen. Scheitert Artemis, verliert Washington nicht nur Prestige, sondern auch strategischen Vorsprung im neuen Raumfahrtzeitalter.

Mini-Infobox:
– Eintritt in Mond-Einflussbereich erfolgt
– Umrundung des Mondes geplant
– Erste bemannte Mission seit 1972
– Distanz-Rekord möglich

OZD-Analyse:

Technologischer Meilenstein
a) Erste bemannte Mondmission seit Jahrzehnten
b) Test neuer Raumfahrtsysteme
c) Vorbereitung zukünftiger Landungen

Strategische Bedeutung
a) Rückkehr der USA in die bemannte Mondfahrt
b) Wettbewerb mit China und anderen Nationen
c) Ausbau technologischer Führungsrolle

Wissenschaftlicher Nutzen
a) Beobachtung bislang ungesehener Mondregionen
b) Datensammlung für kommende Missionen
c) Test moderner Raumanzüge und Systeme

– Grundlage für Artemis-3 und Artemis-4
– Neue Erkenntnisse über Mondumgebung
– Bedeutung für zukünftige Raumfahrtprogramme

Erklärungen / Wissensblock:
Was ist die Artemis-2-Mission?
Artemis-2 ist eine bemannte Raumfahrtmission der Nasa, die den Mond umrundet, ohne auf ihm zu landen. Sie dient als Vorbereitung für spätere Mondlandungen.

Was ist der Mond-Einflussbereich?
Der Mond-Einflussbereich bezeichnet den Punkt im All, an dem die Schwerkraft des Mondes stärker auf ein Objekt wirkt als die der Erde.

Historischer Hintergrund:
Nach dem Ende des Apollo-Programms 1972 gab es jahrzehntelang keine bemannten Missionen zum Mond. Mit dem Artemis-Programm wollen die USA nun dauerhaft zum Mond zurückkehren und langfristig auch bemannte Missionen zum Mars vorbereiten.

Prognose:
Wenn Artemis-2 erfolgreich verläuft, dürfte der nächste Schritt – eine bemannte Mondlandung – deutlich näher rücken. Gleichzeitig wird der internationale Wettbewerb im All weiter zunehmen, insbesondere mit Blick auf geplante Missionen Chinas.

Gewinnspiel:
Seit welchem Jahr gab es keine bemannte Mondmission mehr vor Artemis-2?
A) 1969
B) 1972
C) 1980
D) 1995

https://www.online-zeitung-deutschland.de/a/46220/das-tolle-gewinnspiel-2026-gutscheine-zu-gewinnen

OZD-Extra:
Die Artemis-2-Mission ist die erste Mondreise mit einer gemischten Crew aus Männern und Frauen sowie internationalen Astronauten.



Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild: AFP