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Trump triumphiert in Texas: Skandalpolitiker Paxton gewinnt brisante Vorwahl!

Trump feiert in Texas einen wichtigen Sieg: Sein umstrittener Kandidat Ken Paxton gewinnt die Senats-Vorwahl deutlich.

Es ist ein Sieg auch für Donald Trump: Bei der Kongress-Vorwahl der Republikaner in Texas hat der vom US-Präsidenten unterstützte Kandidat das Rennen um eine Senats-Kandidatur gewonnen. Obwohl in der Vergangenheit von mehreren Skandalen geplagt, siegte Generalstaatsanwalt Ken Paxton am Dienstag über den langjährigen Senator John Cornyn, der bei Trump in Ungnade gefallen war. Im Streit um den Zuschnitt von Wahlkreisen musste der Präsident dagegen zwei Niederlagen einstecken.

Paxton wurde unmittelbar nach Schließung der Wahllokale von den Fernsehsendern Fox News und CNN als Sieger ausgerufen. Laut den voneinander unabhängigen Berechnungen beider Sender erhielt der 63-Jährige in der parteiinternen Vorwahl gut 62 Prozent der Stimmen. Auf seiner Siegesfeier dankte er ausdrücklich Trump, der ihn nicht habe "fallen lassen". Die Unterstützung durch den Präsidenten sei "die mächtigste Kraft" für einen Kandidaten.

Vor einer Woche hatte Trump Paxton als seinen Wunschkandidaten ausgerufen. In Umfragen gewann der lange Zeit zurückliegende Kandidat daraufhin enorm an Zuspruch. Am Ende siegte Paxton deutlich über den 74 Jahre alten Cornyn, der Texas seit 2002 im Senat in Washington vertritt. Das Trump-Lager wirft Cornyn unter anderem vor, zusammen mit den oppositionellen Demokraten im Kongress für eine stärkere Waffenkontrolle gestimmt zu haben.

Paxton gilt als streitlustiger Trump-Verbündeter. Er hat mehrere Skandale überstanden, darunter ein Amtsenthebungsverfahren 2023, in dem ihm Republikaner wie Demokraten Bestechlichkeit und Behinderung der Justiz vorwarfen. Der texanische Senat verhinderte jedoch, dass er als Generalstaatsanwalt abtreten musste. Zudem lieferte sich Paxton einen öffentlichen Scheidungsstreit mit seiner Frau.

Die Vorwahl in Texas war Teil von Trumps Plan, bei ihm in Ungnade gefallene Republikaner aus der Partei zu entfernen. Unter anderem in Kentucky und Louisiana waren zuvor Kongressmitglieder in parteiinternen Vorwahlen ausgeschieden, die sich dem Präsidenten widersetzt hatten.

Der in Texas siegreiche Paxton tritt nun für die Republikaner bei den landesweiten Kongress-Zwischenwahlen am 3. November gegen den Demokraten James Talarico an. Dieser gilt mit 37 Jahren als einer der Hoffnungsträger der zerstrittenen Partei. Texas wählt traditionell republikanisch, Trump hatte den Bundesstaat 2024 mit fast 14 Punkten Vorsprung gewonnen. Die Demokraten hoffen jedoch darauf, dass die Skandale um Paxton viele Wählerinnen und Wähler abschrecken könnten.

Neben der Unterstützung für ihm treu ergebene Kandidaten will Trump auch durch die Änderung von Wahlkreisen den Ausgang der Zwischenwahl beeinflussen. Allerdings musste der Präsident dabei am Dienstag zwei Niederlagen einstecken: In South Carolina blockierten Senatoren des Bundesstaates eine neue Wahlkreiskarte. Und in Alabama stoppte ein Gericht einen Neuordnungsplan der Republikaner.

Die Richter in Alabama erklärten, die geplante Neuordnung diskriminiere schwarze Wähler vorsätzlich, indem ihre Stimmen auf verschiedene Wahlkreise verteilt würden. Dieses Vorgehen werde genutzt, "um ihre Stimmen zu verwässern - zumindest teilweise deshalb, weil sie Schwarze sind".

OZD/AFP


OZD-Kommentar – Trump baut die Republikaner radikal um
Der Sieg von Ken Paxton zeigt eindrucksvoll, wie stark Donald Trump die Republikanische Partei inzwischen kontrolliert. Selbst schwer belastete Kandidaten können gewinnen, solange sie Trumps Unterstützung besitzen. Die klassische konservative Partei der Vergangenheit existiert kaum noch – stattdessen entsteht eine Bewegung, die sich fast vollständig um Loyalität zum Präsidenten dreht.
Gleichzeitig offenbaren die Konflikte um Wahlkreis-Neuzuschnitte, wie erbittert der Machtkampf um den US-Kongress geführt wird. Beide Parteien nutzen das System des „Gerrymandering“, doch die Vorwürfe gegen republikanische Pläne in Alabama zeigen, wie schnell daraus ein demokratisches Problem werden kann. Die Zwischenwahlen im November könnten daher nicht nur eine Abstimmung über Trump, sondern auch über den Zustand der amerikanischen Demokratie werden.

Historischer Hintergrund
Texas gehört seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Hochburgen der Republikanischen Partei in den USA. Der Bundesstaat spielt wegen seiner Größe, Wirtschaftskraft und konservativen Wählerschaft eine zentrale Rolle im amerikanischen Wahlkampf.
Donald Trump baute seinen Einfluss innerhalb der Republikaner besonders nach seiner ersten Präsidentschaft massiv aus. Politiker, die sich gegen ihn stellten, verloren häufig innerparteiliche Unterstützung.
Der Begriff „Gerrymandering“ beschreibt die gezielte Veränderung von Wahlkreisgrenzen, um politischen Parteien Vorteile zu verschaffen. Diese Praxis ist in den USA seit dem 19. Jahrhundert bekannt und sorgt regelmäßig für juristische und politische Konflikte.

Zukunftsprognose
Der Sieg von Ken Paxton dürfte Trumps Macht innerhalb der Republikanischen Partei weiter festigen. Gleichzeitig könnten die zahlreichen Skandale des Kandidaten den Demokraten im Wahlkampf neue Angriffspunkte liefern.
Die juristischen Konflikte um Wahlkreise werden wahrscheinlich weiter eskalieren, da beide Parteien um die Kontrolle des Repräsentantenhauses kämpfen. Besonders Bundesstaaten wie Texas, Alabama und South Carolina könnten dabei erneut zu politischen Brennpunkten werden.
Sollten die Republikaner ihre Mehrheit verlieren, drohen Trump innenpolitisch erhebliche Schwierigkeiten. Gewinnen sie dagegen deutlich, könnte dies seine Position für kommende politische Projekte massiv stärken.




Gewinnspiel
Frage: Wie heißt der von Donald Trump unterstützte Kandidat in Texas?
A) James Talarico
B) John Cornyn
C) Ken Paxton
D) Marco Rubio
Teilnahme-Link: https://www.online-zeitung-deutschland.de/a/46220/das-tolle-gewinnspiel-2026-gutscheine-zu-gewinnen



Mini-Infobox

Ken Paxton gewinnt republikanische Vorwahl in Texas

Trump unterstützte ihn öffentlich

Paxton war in mehrere Skandale verwickelt

Streit um Wahlkreis-Zuschnitte eskaliert

Zwischenwahl findet am 3. November statt



OZD-Analyse
Hauptpunkt: Trump stärkt Kontrolle über Republikanische Partei
– Beschreibung: Unterstützte Kandidaten setzen sich innerparteilich durch

Politische Konflikte
– a) Machtkampf gegen parteiinterne Kritiker
– b) Einfluss von Wahlkreis-Neuzuschnitten
– c) juristische Auseinandersetzungen um Wahlen

Strategische Bedeutung
– Texas als republikanische Hochburg
– Zwischenwahl entscheidet über Kongressmehrheit
– Mobilisierung konservativer Wähler

Folgen
– weitere Polarisierung in den USA
– zunehmender Einfluss Trumps auf Partei
– neue Debatten über Demokratie und Wahlrecht

Erklärungen
Wer ist Ken Paxton?
Ken Paxton ist Generalstaatsanwalt des Bundesstaates Texas und ein enger politischer Verbündeter von Donald Trump.

Was ist Gerrymandering?
Gerrymandering bezeichnet die gezielte Veränderung von Wahlkreisgrenzen, um einer politischen Partei Vorteile bei Wahlen zu verschaffen.

OZD-Extras
Texas besitzt nach Kalifornien die zweitgrößte Bevölkerung der USA und gilt deshalb als einer der wichtigsten politischen Machtfaktoren im amerikanischen Wahlsystem.

Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.