Die größte Fußball-Weltmeisterschaft der Geschichte hat begonnen – mit einer spektakulären Eröffnungsfeier, einem Sieg des Gastgebers Mexiko und gleichzeitig mit Bildern von Protesten und Gewalt vor dem Stadion. Im legendären Estadio Azteca in Mexiko-Stadt verfolgten rund 80.000 Zuschauer den Auftakt des Turniers, das erstmals von drei Nationen gemeinsam ausgerichtet wird: den USA, Kanada und Mexiko.
Vor dem Anpfiff sorgte eine hochkarätige Show für Begeisterung. Die kolumbianische Sängerin Shakira und der nigerianische Superstar Burna Boy präsentierten den offiziellen WM-Song „Dai Dai“. Zudem standen der italienische Tenor Andrea Bocelli, die mexikanische Band Maná, Popsänger Danny Ocean und Reggaeton-Star J Balvin auf der Bühne. Die mexikanische Schauspielerin Salma Hayek eröffnete die offizielle Zeremonie.
Sportlich verlief der Abend für die Gastgeber erfolgreich. Mexiko setzte sich im Eröffnungsspiel gegen Südafrika mit 2:0 durch und sorgte für ausgelassene Stimmung im Stadion und auf den Straßen der Hauptstadt.
Doch nur wenige Meter entfernt spielte sich ein anderes Bild ab. Vor dem Aztekenstadion kam es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Die Protestierenden forderten Gerechtigkeit für tausende vermisste Menschen in Mexiko, die häufig Opfer der mächtigen Drogenkartelle werden. Auch Lehrergruppen, die bereits seit Tagen in Mexiko-Stadt demonstrieren, beteiligten sich an den Protesten.
Bereits im Vorfeld des Turniers hatte es Diskussionen über hohe Ticketpreise gegeben. FIFA-Präsident Gianni Infantino verteidigte die Preisgestaltung und erklärte, die Tickets seien „angemessen“. Kritiker verweisen jedoch auf einzelne Eintrittskarten, die mehr als 30.000 US-Dollar kosteten.
Für weitere Diskussionen sorgten Einreisefragen. Der somalische Schiedsrichter Omar Artan erhielt keine Einreisegenehmigung für die USA. Zudem stand die Teilnahme der Mannschaft aus der Demokratische Republik Kongo wegen einer Ebola-Epidemie lange auf der Kippe. Das Team konnte schließlich nach einer vorgeschriebenen Quarantäne in die Vereinigten Staaten einreisen.
Die WM 2026 setzt neue Maßstäbe: Erstmals nehmen 48 Nationen teil, insgesamt werden 104 Spiele in 16 Stadien ausgetragen. Das Finale findet am 19. Juli im US-Bundesstaat New Jersey nahe New York City statt. Deutschland startet am Sonntag gegen Curaçao in das Turnier.
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OZD-Kommentar – Die WM zwischen Traum und RealitätDie Fußball-Weltmeisterschaft zeigt bereits am ersten Tag ihre zwei Gesichter. Im Stadion dominieren Emotionen, Musik und sportliche Begeisterung. Vor den Toren erinnern Demonstranten jedoch daran, dass Großereignisse gesellschaftliche Probleme nicht verschwinden lassen.
Die FIFA präsentiert die WM als Fest der Völkerverständigung. Doch hohe Ticketpreise, Einreiseprobleme und soziale Spannungen werfen Fragen auf. Gerade in Mexiko treffen Fußball-Euphorie und gesellschaftliche Realität unmittelbar aufeinander.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die sportlichen Geschichten die Schlagzeilen bestimmen oder ob politische und soziale Konflikte das Turnier zunehmend begleiten. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass beides parallel geschieht.
Historischer HintergrundDie Fußball-Weltmeisterschaft wird seit 1930 ausgetragen und ist das größte Sportereignis der Welt. Die WM 2026 markiert einen historischen Wendepunkt: Erstmals nehmen 48 Nationen teil statt bislang 32. Zudem wird das Turnier erstmals von drei Ländern gemeinsam ausgerichtet – den USA, Kanada und Mexiko. Das Aztekenstadion in Mexiko-Stadt besitzt dabei besonderen Symbolwert. Es war bereits Austragungsort der WM-Finals 1970 und 1986 und zählt zu den berühmtesten Fußballarenen der Welt.
ZukunftsprognoseDie FIFA erwartet Rekorde bei Zuschauerzahlen, Einschaltquoten und Einnahmen. Gleichzeitig könnten Sicherheitsfragen, politische Proteste und Debatten über Ticketpreise das Turnier begleiten. Sportlich gilt die WM als offen wie selten zuvor. Durch die Erweiterung auf 48 Teams erhalten viele Nationen erstmals die Chance auf eine WM-Teilnahme, was die globale Bedeutung des Turniers weiter steigern dürfte.
GewinnspielFrage: Gegen welches Team gewann Mexiko das Eröffnungsspiel der WM 2026?
A) Paraguay
B) Curaçao
C) Südafrika
D) Kanada
Teilnahme:
https://www.online-zeitung-deutschland.de/a/46220/das-tolle-gewinnspiel-2026-gutscheine-zu-gewinnen
Mexiko gewinnt Auftaktspiel mit 2:0
80.000 Zuschauer im Aztekenstadion
Erstmals 48 Teilnehmer bei einer WM
104 Spiele in 16 Stadien
Finale am 19. Juli in New Jersey
Erklärungen Wer ist Gianni Infantino?Gianni Infantino ist Präsident des Fußball-Weltverbandes FIFA. Der Schweizer führt die Organisation seit 2016 und verantwortet die Erweiterung der Weltmeisterschaft auf 48 Teams.
Was ist das Aztekenstadion?Das Estadio Azteca in Mexiko-Stadt gehört zu den berühmtesten Fußballstadien der Welt. Es war Austragungsort der WM-Endspiele 1970 und 1986.
Wer ist Shakira?Shakira ist eine weltweit bekannte Sängerin aus Kolumbien. Sie wurde durch mehrere WM-Songs international zu einer festen Größe bei Fußball-Großereignissen.
Was ist die FIFA?Die Fédération Internationale de Football Association organisiert den internationalen Fußball und richtet die Weltmeisterschaften aus.
OZD-Analyse1. Historische Dimension der WM
– Erstmals nehmen 48 Nationen teil.
– Rekordzahl von 104 Spielen.
– Größte Weltmeisterschaft aller Zeiten.
2. Schatten über dem Turnier
– a) Proteste in Mexiko-Stadt.
– b) Diskussionen über Ticketpreise.
– c) Streit um Einreisebestimmungen.
3. Wirtschaftliche Bedeutung
– Erwartete Milliarden-Einnahmen.
– Weltweite TV-Reichweite.
– Langfristige Effekte für Gastgeberländer.
OZD-ExtrasDas Aztekenstadion ist das einzige Stadion der Fußballgeschichte, das bereits zwei WM-Endspiele ausgetragen hat. Mit der WM 2026 schreibt die Arena erneut Fußballgeschichte.
Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.