Uruguay hat einen Fehlstart bei der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko gerade noch verhindert. Die traditionsreiche "Celeste" kam in Miami gegen Saudi-Arabien nicht über ein 1:1 hinaus und offenbarte dabei lange Zeit erschreckende Schwächen.
Dabei hatte alles nach einer Überraschung ausgesehen. Die Saudis, die bereits bei der WM 2022 mit ihrem Sensationssieg gegen Argentinien Geschichte geschrieben hatten, spielten mutig und diszipliniert. Uruguay dagegen wirkte ideenlos, behäbig und weit entfernt von den eigenen Ansprüchen.
Nach einer Ecke nutzte Abdulelah Al-Amri in der 41. Minute die Unsicherheiten der uruguayischen Defensive eiskalt aus und brachte die "Grünen Falken" verdient in Führung. Die Fans des Favoriten rieben sich verwundert die Augen. Statt Offensivfeuerwerk gab es Stückwerk, Fehlpässe und kaum Torchancen.
"Wir haben die erste Halbzeit verschenkt. Wir haben nicht so gespielt, wie wir es trainiert hatten", haderte Kapitän Federico Valverde: "Wir wollten schon in der ersten Minute gewinnen. Manchmal muss man etwas mehr Geduld haben und sein Spiel durchziehen. In der zweiten Halbzeit haben wir uns deutlich verbessert und das war zu sehen. Alles hat sich geändert."
Nach dem Seitenwechsel reagierte Trainer Marcelo Bielsa. Uruguay erhöhte den Druck, spielte mutiger und kam zu Chancen. Manuel Ugarte traf zunächst den Pfosten, ehe Maxi Araujo in der 80. Minute einen Fehler von Torwart Mohammed Al-Owais ausnutzte und den erlösenden Ausgleich erzielte.
Am Ende blieb Saudi-Arabien zwar die ganz große Sensation verwehrt, doch Uruguay muss sich nach diesem Auftritt ernsthafte Fragen stellen. Der Punktgewinn verhindert den Fehlstart, mehr aber auch nicht.
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OZD-Kommentar – Warnschuss für die Celeste
Uruguay ist mit hohen Erwartungen in diese Weltmeisterschaft gestartet. Doch gegen Saudi-Arabien zeigte sich, wie dünn die Grenze zwischen Titelträumen und Ernüchterung sein kann. Die Mannschaft wirkte über weite Strecken selbstgefällig und ideenlos. Erst als die Niederlage drohte, entwickelte das Team den nötigen Biss.
Der Ausgleich durch Araujo rettet nicht nur einen Punkt, sondern möglicherweise auch die Turnierstimmung. Sollte Uruguay jedoch weiter so auftreten, wird der Traum vom großen Wurf schnell platzen. Dieses Remis war ein Warnsignal, das nicht ignoriert werden darf.
Historischer Hintergrund
Uruguay gehört zu den traditionsreichsten Fußballnationen der Welt. Das Land gewann die Weltmeisterschaften 1930 und 1950 und gilt bis heute als Symbol für Leidenschaft und Kampfgeist im internationalen Fußball. Saudi-Arabien entwickelte sich in den vergangenen Jahren zur führenden Fußballnation der arabischen Welt und sorgte besonders bei der WM 2022 in Katar mit dem Sieg gegen Argentinien für weltweite Schlagzeilen.
Die Begegnung in Miami, Florida, zeigt zudem die wachsende Bedeutung des Fußballs in Nordamerika. Die USA investieren massiv in Infrastruktur und Vermarktung des Sports, wodurch die WM 2026 eine der größten der Geschichte werden soll.
Zukunftsprognose
Uruguay besitzt weiterhin beste Chancen auf das Erreichen der K.o.-Phase. Allerdings muss Trainer Marcelo Bielsa die offensiven Probleme schnell lösen. Gegen stärkere Gegner könnten ähnliche Auftritte deutlich härter bestraft werden.
Saudi-Arabien hingegen hat gezeigt, dass es längst kein Außenseiter mehr ist. Die Mannschaft könnte in Gruppe H noch für weitere Überraschungen sorgen und ihre Position als führende Fußballmacht im Nahen Osten weiter festigen.
Gewinnspiel
Wer erzielte den Ausgleichstreffer für Uruguay gegen Saudi-Arabien?
A) Federico Valverde
B) Manuel Ugarte
C) Maxi Araujo
D) Rodrigo Bentancur
Richtige Antwort: C) Maxi Araujo
Gewinnspiel-Link:
https://www.online-zeitung-deutschland.de/a/46220/das-tolle-gewinnspiel-2026-gutscheine-zu-gewinnen
Mini-Infobox
Ergebnis: Uruguay – Saudi-Arabien 1:1
Torschützen: Al-Amri (41.), Araujo (80.)
Spielort: Miami, USA
Gruppe H der Fußball-WM
Uruguay verhindert Fehlstart
OZD-Analyse
Uruguays schwacher Auftakt
– Lange fehlte Tempo, Kreativität und Durchschlagskraft.
Saudi-Arabiens starke Leistung
– a) Kompakte Defensive
– b) Effektive Standardsituationen
– c) Mutige Spielweise gegen den Favoriten
Folgen
– Uruguay steht früh unter Druck.
– Saudi-Arabien sammelt wichtiges Selbstvertrauen.
– Die Gruppe H bleibt völlig offen.
Wer ist Marcelo Bielsa?
Marcelo Bielsa ist einer der renommiertesten Fußballtrainer der Welt. Der Argentinier trainierte unter anderem Argentinien, Chile, Athletic Bilbao, Leeds United und die uruguayische Nationalmannschaft. Wegen seiner kompromisslosen Spielphilosophie trägt er den Spitznamen „El Loco“ – „Der Verrückte“.
OZD-Extras
Maxi Araujo entwickelte sich in den vergangenen Monaten zu einem der wichtigsten Offensivspieler Uruguays. Der 26-Jährige galt lange als Geheimtipp, wird inzwischen aber von mehreren europäischen Spitzenvereinen beobachtet.
Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.