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Elfmeter-Drama beendet Oranje-Traum: Marokko wirft die Niederlande aus der WM

Ein bewegender Abend mit dramatischem Ende: Cody Gakpo trifft nach einem schweren persönlichen Schicksalsschlag, doch Marokko schlägt in letzter Sekunde zurück und setzt sich im Elfmeterschießen durch. Die Niederlande sind erneut früh ausgeschieden.

Der Traum vom ersten WM-Titel der Niederlande ist erneut geplatzt. Die Elftal verlor das hochklassige und emotionale Sechzehntelfinale gegen Marokko mit 2:3 im Elfmeterschießen und verabschiedete sich damit bereits in der ersten K.o.-Runde aus dem Turnier. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung hatte es 1:1 gestanden.

Für die Niederlande begann der Abend mit einem ganz besonderen Moment. Cody Gakpo, der wenige Tage zuvor gemeinsam mit seiner Freundin den Verlust seines ungeborenen Kindes öffentlich gemacht hatte, erzielte in der 72. Minute den umjubelten Führungstreffer. Seine Mitspieler stürmten geschlossen auf den Angreifer zu und feierten ihn in einer emotionalen Szene, die das Stadion bewegte.

Doch Marokko gab sich nicht geschlagen. Tief in der Nachspielzeit gelang Issa Diop per Kopf der Ausgleich zum 1:1 und rettete den WM-Halbfinalisten von 2022 in die Verlängerung. Dort entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem beide Mannschaften ihre Chancen hatten. Besonders Niederlands Torhüter Bart Verbruggen hielt sein Team mit mehreren starken Paraden lange im Spiel.

Die Entscheidung fiel schließlich vom Elfmeterpunkt. Nachdem auf beiden Seiten Schützen vergeben hatten, verwandelte der künftige Münchner Ismael Saibari den entscheidenden Strafstoß sicher und schoss Marokko ins Achtelfinale. Die Nordafrikaner setzen damit ihren beeindruckenden Lauf fort und treffen nun auf Co-Gastgeber Kanada.

Für die Niederlande setzt sich dagegen eine bittere Serie fort. Bereits 1998, 2014 und 2022 war Oranje bei Weltmeisterschaften im Elfmeterschießen gescheitert. Auch diesmal fehlten am Ende nur wenige Zentimeter zum Weiterkommen.

Vor allem Gakpos Geschichte verlieh der Partie eine besondere emotionale Dimension. Trotz seines schweren privaten Verlustes entschied sich der Offensivspieler nach Rücksprache mit seiner Familie und dem Team, die Mannschaft weiterhin zu unterstützen und stand in der Startelf.

Marokko überzeugte erneut mit großer Leidenschaft und defensiver Stabilität. Achraf Hakimi sorgte mit zahlreichen Vorstößen für Gefahr, während Torhüter Yassine Bounou und die Defensive dem zunehmenden Druck der Niederländer lange standhielten. Der späte Ausgleich belohnte den unerschütterlichen Glauben der Nordafrikaner an ihre Chance.

Für Oranje endet die Weltmeisterschaft dagegen erneut mit großer Enttäuschung – und wieder einmal nach einem nervenaufreibenden Elfmeterschießen. OZD / ©AFP


OZD-Kommentar

Marokko beweist erneut, dass Leidenschaft, Mentalität und Glaube an den eigenen Erfolg auf höchstem Niveau oft genauso entscheidend sind wie individuelle Klasse. Die Niederlande spielten über weite Strecken kontrolliert, brachten ihre Führung jedoch nicht über die Zeit und zahlten dafür den höchsten Preis. Besonders bitter ist das Ausscheiden für Cody Gakpo, dessen emotionales Tor zu einer der bewegendsten Geschichten dieses Turniers hätte werden können. Stattdessen wird die Partie als weiteres Kapitel der niederländischen Elfmeter-Tragödien in Erinnerung bleiben. Marokko hingegen entwickelt sich immer mehr zu einem ernsthaften Außenseiter mit dem Potenzial, erneut eine Sensation zu schaffen.


Historischer Hintergrund

Marokko schrieb bereits bei der WM 2022 Geschichte, als erstmals eine afrikanische Nationalmannschaft das Halbfinale einer Weltmeisterschaft erreichte. Die Niederlande warten dagegen trotz dreier Finalteilnahmen (1974, 1978 und 2010) weiterhin auf ihren ersten WM-Titel. Elfmeterschießen gehören seit Jahrzehnten zu den größten Traumata des niederländischen Fußballs.


Zukunftsprognose

Mit dem Erfolg gegen die Niederlande wächst das Selbstvertrauen Marokkos weiter. Gegen Kanada wartet zwar ein anspruchsvoller Gegner, doch die Nordafrikaner haben erneut bewiesen, dass sie auch unter größtem Druck bestehen können. Die Niederlande werden ihr frühes WM-Aus kritisch aufarbeiten müssen. Vor allem die mangelnde Konsequenz vor dem gegnerischen Tor und die wiederkehrenden Probleme in Elfmeterschießen dürften intensiv analysiert werden.


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Frage: Gegen wen trifft Marokko nach dem Sieg über die Niederlande im Achtelfinale?

A) Brasilien
B) Kanada
C) Spanien
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Wer ist Cody Gakpo?

Cody Gakpo zählt zu den wichtigsten Offensivspielern der niederländischen Nationalmannschaft. Der vielseitige Angreifer wurde bei der PSV Eindhoven ausgebildet und entwickelte sich dort zu einem der herausragenden Talente Europas. Anschließend wechselte er in die englische Premier League zum FC Liverpool. Gakpo überzeugt durch seine Torgefahr, seine Dynamik sowie seine Vielseitigkeit auf mehreren Offensivpositionen und gehört seit mehreren Jahren zu den Leistungsträgern der Elftal.

Wer ist Ismael Saibari?

Ismael Saibari ist ein marokkanischer Nationalspieler und offensiver Mittelfeldspieler. Der technisch starke Spielmacher wurde in Belgien geboren und entschied sich für die Nationalmannschaft Marokkos. Mit seiner Kreativität, Dribbelstärke und Torgefahr gehört er zu den vielversprechendsten Spielern des Landes. Sein sicher verwandelter Elfmeter gegen die Niederlande machte ihn zum Matchwinner dieses WM-Abends.

Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.


Mini-Infobox

Elfmeterschießen

Endstand: 3:2 für Marokko

Reguläre Spielzeit: 1:1

Torschützen: Cody Gakpo (72.), Issa Diop (90.+1)

Entscheidender Elfmeter: Ismael Saibari

Nächster Gegner: Kanada