Die Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko liefert weiter Geschichten, die kaum spannender sein könnten. Während einige Nationen bereits ihre Tickets für die K.o.-Runde gebucht haben, müssen andere weiter zittern. Besonders die Entscheidungen in den Gruppen A, B und C sorgten für reichlich Gesprächsstoff.
Das große Rechnen hat begonnen. Nach Abschluss der ersten drei Gruppen stehen Südkorea, Bosnien-Herzegowina und Schottland als Gruppendritte fest. Ob ihre Punktzahlen und Tordifferenzen für den Einzug in die K.o.-Runde reichen, entscheidet sich jedoch erst nach Abschluss aller Gruppen. Vor allem die Schotten müssen weiter hoffen und bangen.
Für Jubel sorgte dagegen Bosnien-Herzegowina. Angeführt von Routinier Edin Džeko gewann die Mannschaft mit 3:1 gegen Katar und sicherte sich eine gute Ausgangsposition für die K.o.-Phase. Dort könnte nun ausgerechnet Gastgeber USA warten.
Kanada darf ebenfalls weiterträumen. Trotz einer 1:2-Niederlage gegen die Schweiz reichte es zum zweiten Platz. Das Team von Trainer Jesse Marsch reist nun nach Los Angeles und trifft dort auf Südafrika.
Die Schweizer wiederum sorgten für die nächste Überraschung des Turniers. Vor allem Freiburg-Profi Johan Manzambi spielte sich erneut ins Rampenlicht. Bei seinem ersten WM-Startelfeinsatz erzielte er bereits sein drittes Turniertor und wurde erneut zum Spieler des Spiels gewählt.
Für die größte Erleichterung des Tages sorgte allerdings Brasilien. Nach tagelangen Spekulationen feierte Superstar Neymar beim 3:0 gegen Schottland endlich sein WM-Comeback. Trainer Carlo Ancelotti brachte den Publikumsliebling in der Schlussphase, nachdem Vinícius Júnior und Matheus Cunha die Weichen auf Sieg gestellt hatten. Als Gruppensieger zieht die Seleção nun in die K.o.-Runde ein.
Auch Marokko setzte ein Ausrufezeichen. Beim turbulenten 4:2 gegen Haiti glänzte insbesondere Ismael Saibari mit seinem dritten Turniertor. Die Nordafrikaner bestätigten damit erneut ihre starke Entwicklung seit dem historischen WM-Halbfinaleinzug 2022.
Eine der emotionalsten Geschichten schrieb Südafrika. Dank eines Treffers von Thapelo Maseko besiegte "Bafana Bafana" Südkorea mit 1:0 und erreichte erstmals überhaupt die K.o.-Runde einer Weltmeisterschaft. Für die Südafrikaner ist es ein historischer Erfolg.
Weniger erfreulich verlief die Nacht für Tschechien. Die Mannschaft benötigte gegen Mexiko dringend einen Sieg, kassierte jedoch eine deutliche 0:3-Niederlage. Auch die Einwechslung von Starstürmer Patrik Schick brachte keine Wende mehr. Mexiko dagegen marschiert mit drei Siegen souverän in die K.o.-Phase.
Die WM bleibt damit ein Turnier der Überraschungen, Comebacks und offenen Rechnungen. Während einige Nationen bereits ihre Reiserouten für die nächste Runde planen, hoffen andere noch auf die letzten freien Plätze.
OZD/AFP
OZD-Kommentar – Die WM der offenen Türen
Diese Weltmeisterschaft zeigt eindrucksvoll, dass große Namen allein keine Garantie mehr für Erfolg sind. Während Traditionsnationen zittern, nutzen Außenseiter ihre Chance. Südafrika, Marokko oder Bosnien stehen exemplarisch für den Wandel im Weltfußball. Die Prognose: Je weiter dieses Turnier voranschreitet, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit einer echten Sensation. Die Zeit der unantastbaren Favoriten scheint vorbei.
Historischer Hintergrund
Die Erweiterung des WM-Formats hat Nationen aus Afrika, Asien und Nordamerika deutlich bessere Chancen eröffnet. Länder wie Marokko, Südafrika oder Kanada profitieren von einer breiteren internationalen Entwicklung des Fußballs. Gleichzeitig geraten traditionelle Fußballmächte zunehmend unter Druck, da die Leistungsdichte weltweit wächst.
Zukunftsprognose
Die kommenden Tage werden über zahlreiche Gruppendritte entscheiden. Besonders Europa könnte einige prominente Namen verlieren. Brasilien, Mexiko und die USA zählen weiterhin zu den Teams mit stabilen Perspektiven. Überraschungsteams wie Südafrika oder Marokko könnten in der K.o.-Phase jedoch für weitere Schlagzeilen sorgen.
Gewinnspiel
Frage: Welche Nation erreichte erstmals die K.o.-Runde einer Fußball-Weltmeisterschaft?
A) Kanada
B) Marokko
C) Südafrika
D) Bosnien-Herzegowina
https://www.online-zeitung-deutschland.de/a/46220/das-tolle-gewinnspiel-2026-gutscheine-zu-gewinnen
Mini-Infobox
Brasilien feiert Neymar-Comeback.
Südafrika erreicht erstmals die K.o.-Phase.
Mexiko gewinnt alle drei Gruppenspiele.
Bosnien darf weiter hoffen.
Schottland muss auf Schützenhilfe warten.
OZD-Analyse
1. Überraschungen des Turniers
– Südafrika und Marokko bestätigen den Aufstieg neuer Fußballnationen.
2. Die Favoriten
– a) Brasilien wirkt mit Neymar gefährlicher.
– b) Mexiko überzeugt mit maximaler Ausbeute.
– c) Die USA profitieren vom Heimvorteil.
3. Auswirkungen auf die K.o.-Phase
– Mehr Unberechenbarkeit.
– Höhere Chancen für Außenseiter.
– Traditionelle Fußballmächte geraten zunehmend unter Druck.
Wer ist Neymar?
Neymar zählt zu den erfolgreichsten Spielern der brasilianischen Fußballgeschichte. Der Offensivstar spielte unter anderem für den FC Barcelona und Paris Saint-Germain und gehört zu den Rekordtorschützen Brasiliens.
Was ist Bafana Bafana?
South Africa national football team wird in Südafrika traditionell "Bafana Bafana" genannt. Der Spitzname bedeutet sinngemäß "Die Jungs" und ist seit Jahrzehnten eng mit dem Fußball des Landes verbunden.
OZD-Extras
Interessanter Zusatzfakt: Südafrika benötigte vier WM-Anläufe, um erstmals die K.o.-Runde zu erreichen. Der entscheidende Treffer von Thapelo Maseko könnte in die Sportgeschichte des Landes eingehen.
Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.